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Gürtelrose

Auch bekannt als: Herpes Zoster, Gürtelflechte, Shingles, Zona, Zoster-Infektion, Ignis sacer

ICD-Code: B02
Gürtelrose
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Definition:

Was ist eine Gürtelrose?

Die Gürtelrose ist eine Viruserkrankung. Verursacht wird diese durch den gleichen Erreger der Windpocken (Varizellen), nämlich den Varizella-Zoster-Viren. Die Gürtelrose macht sich durch einen einseitigen, schmerzhaften Hautausschlag bemerkbar, welcher sich gürtelförmig an der Haut mit schmerzenden, rötlichen Bläschen äußert. Auslöser dafür kann ein geschwächtes Immunsystem sein, eine frühe Therapie beugt das Risiko von Komplikationen vor.  Um eine Gürtelrose zu erkennen, reicht sehr häufig eine Blickdiagnose durch erfahrene Hautärzt:innen. Über unsere Hautarztapp DERMAFY behandeln unsere Hautärzt:innen täglich viele von Gürtelrose betroffene Patienten & Patientinnen. 

Im folgenden Artikel erklären Dir unsere Fachärzt:innen, welche typischen Symptome bei dieser Erkrankung auftauchen, welche Ursachen sie hat und welche Möglichkeiten der Behandlung es gibt.

Symptome:

Wie sieht eine Gürtelrose aus?

Das namensgebende Symptom ist der einseitige, gürtelförmige Hautausschlag am Rumpf oder Brustkorb mit flüssigkeitsgefüllten, sehr schmerzhaften Bläschen. Neben dem Rumpf kann jedoch fast jeder Körperbereich betroffen sein. Es kommt häufig zu einschießenden Schmerzen an den betroffenen Stellen sowie Juckreiz. Weitere Symptome, die sich gelegentlich einige Tage vor Auftreten des Hautausschlages bemerkbar machen, können Kopf- und Gliederschmerzen oder leichtes Fieber sein.

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Beispielbilder:

So sieht Gürtelrose aus

Ursachen:

Wie entsteht eine Gürtelrose?

Auslöser der Gürtelrose sind reaktivierte Windpocken-Viren (Varicella-Zoster-Viren), die bis zu 70 % aller Menschen in sich tragen. Nachdem Windpocken, welche in der Regel im Kindesalter auftreten, äußerlich abgeheilt sind, verweilen die Varicella-Zoster-Viren lebenslang inaktiv in unserem Körper. Diese brechen dann aus, wenn z. B. das Immunsystem geschwächt ist (u. a. durch chronische Erkrankungen). Häufig sind ältere Menschen betroffen, da bekanntlich im Alter das Immunsystem schwächer wird. Präventiv empfiehlt die STIKO (ständige Impfkommission) eine Impfung gegen Gürtelrose allen Personen ab einem Alter 60 Jahren, bei Personen mit schweren Grunderkrankungen sollte eine solche Impfung beeits am 50 Jahren erfolgen.  Dadurch tritt die Reaktivierung als Gürtelrose seltener auf. Andere Ursachen für ein geschwächtes Immunsystem können Stress, Krebserkrankungen, HIV, starke UV-Strahlung und eine immunsuppressive Therapie sein.

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Ansteckung:

Ist die Gürtelrose ansteckend?

Eine direkte Ansteckung mit Gürtelrose nicht möglich. Allerdings kann es durch direkten Kontakt mit Flüssigkeit aus den Bläschen zu einer Übertragung des Varizellen-Virus kommen. Dieser kann bei Personen, die noch nie Windpocken hatten oder keine Schutzimpfung gegen Windpocken besitzen zu einer Windpockeninfektion führen.  Daher ist es wichtig, die Bläschen nicht aufzukratzen. Solltest Du Gürtelrose haben, ist es wichtig, dass du den Kontakt zu Neugeborenen, Schwangeren und Personen mit geschwächtem Immunsystem sowie Gemeinschaftseinrichtungen meidest, bis die Bläschen verkrustet sind.

Komplikationen:

Ist die Gürtelrose gefährlich?

Es können Komplikationen mit einer Häufigkeit von bis zu 20 % auftreten, wobei die verschiedensten Organe betroffen sein können, z. B. die Zoster Meningitis (Hirnhautentzündung), Zoster opthalmicus (Befall des Auges) oder Zoster Myelitis (Rückenmarkentzündung). Postherpetische bzw. Postzosterische Neuralgien sind die am häufigsten vorkommenden Neuralgien, hierbei handelt es sich um Schmerzen, die auch im schlimmsten Fall nach der Infektion auftreten können und lebenslang bestehen bleiben können.

Prävention:

Gibt es eine Impfung gegen Gürtelrose?

Ja, gibt es. In Deutschland sind zwei Impfstoffe gegen Gürtelrose zugelassen. Durch eine Impfung kann das Risiko für eine Gürtelrose um bis zu 90 % gesenkt werden. Außerdem kann sie das Risiko für eine postherpetische Neuralgie, lang anhaltende Nervenschmerzen, verringern.

Wann wird eine Impfung gegen Gürtelrose empfohlen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen Gürtelrose allen Personen ab 60 Jahren. Bei Personen mit einem erhöhten Risiko für eine Gürtelrose, z. B. bei einer Immunschwäche oder einer Behandlung mit immunsuppressiven Medikamenten, kann die Impfung auch schon ab dem Alter von 50 Jahren empfohlen werden.

Hat die Impfung gegen Gürtelrose Nebenwirkungen? Wie lange halten diese an?

Die Nebenwirkungen der Gürtelrose-Impfung sind in der Regel mild und gehen nach kurzer Zeit innerhalb von ein bis zwei Tagen von selbst wieder weg. Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören Schmerzen, Rötungen und Schwellungen an der Einstichstelle, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Fieber.

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Therapie:

Wie wird Gürtelrose behandelt?

Beim Herpes Zoster ist es entscheidend, die Therapie bestenfalls innerhalb von 48 Stunden zu beginnen. Mit der frühzeitigen Behandlung wirkt man späteren Komplikationen und Neuralgien entgegen. Die Behandlung besteht aus schmerzstillenden Medikamenten und Medikamenten gegen Viren. Je eher die antivirale Behandlung stattfindet, desto effektiver die Wirksamkeit und Heilung.

Wirkstoffe:

Was hilft bei Gürtelrose?

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Über den Autor
Dr. med. Frederic Pfeifer ist Facharzt für Dermatologie, einer der Gründer der digitalen Hautarzt-App DERMAFY und Spezialist für entzündliche Hauterkrankungen.
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