Urea

Auch bekannt als: Harnstoff, Basodexan, Optiderm, Eucerin, Nubral, Calmurid, Onychomal

Definition:

Was ist Urea?

Auch: Harnstoff, Basodexan, Optiderm, Eucerin, Nubral, Calmurid, Onychomal

Urea aus der Gruppe der Keratolytika (hornhautlösend) wird in der Regel zur oberflächlichen Linderung bei trockener Haut, zur täglichen Hautpflege oder bei Verhornungsstörungen wie der Entfernung von Schuppen verwendet. Außerdem wirkt sie feuchtigkeitsspendend. Urea ist in vielen verschiedenen medizinischen und kosmetischen Cremes, Salben, Lotionen und verschiedenen Konzentrationen erhältlich.

Wirkstoffklasse:

Zu welcher Stoffgruppe gehört Urea?

Urea gehört zur Gruppe der Keratolytika und hat eine hornhautlösende (keratolytische) Wirkung.

 

Wirkungsweise:

Wie wirkt Urea?

Urea wirkt vor allem feuchtigkeitsspendend, indem sie Wasser bindet. Alte, abgestorbene Hautzellen lassen sich durch eine erhöhte Konzentration (ab 15%) von Urea entfernen und die Bildung neuer Hautzellen bzw. die Regenerierung der Haut wird angeregt. Sie führt zu einer längerfristigen Hydrierung der Haut.

 

Nebenwirkungen:

Welche Nebenwirkungen können in der Behandlung mit Urea auftreten?

Die Behandlung mit Urea bereitet in der Regel keine großen Nebenwirkungen und ist daher gut verträglich. Sie kann aber besonders zu Beginn der Behandlung und bei der Verwendung von hohen Konzentrationen zu Hautirritationen wie Juckreiz, Rötungen, Brennen, Spannungsgefühlen oder zur Austrocknung der Haut führen.

Anwendung & Dosierung:

Wie wird Urea verwendet?

Urea wird zur äußerlichen Behandlung in Form von Emulsionen, Salbe oder Creme mit einer Wirkstoffkonzentration von 3-60% verwendet, abhängig von der Indikation. Urea kann außerdem mit verschiedenen Wirkstoffen zusammen kombiniert werden. Beispielsweise führt die Kombination mit einem Glukokortikoid zu einem tieferen Eindringen in die Hautschichten. Urea in Konzentration von 3-10% wird in der Regel zur täglichen Hautpflege als Feuchtigkeitsspender in Form von Emulsionen, Cremes und Salben genutzt. Konzentrationen zwischen 15-20% haben eine keratolytische (hornhautlösende) Wirkung und eignen sich besonders in der Behandlung von Schuppenflechte oder Verhornungsstörungen wie beispielsweise die Reibeisenhaut. Höhere Konzentrationen von 40-60% werden in der Regel zur Behandlung von Nagelpilz eingesetzt. Urea führt hier zum Aufweichen des erkrankten Nagels.

 

Kontraindikation:

Wann darf Urea nicht verwendet werden?

Urea sollte nicht auf offene Wunden oder entzündete Hautareale aufgetragen werden. Höhere Konzentrationen und die Verwendung von Urea bei Kindern unter 2 Jahren sollten nur unter Rücksprache mit dem Arzt erfolgen.

 

Ähnliche Wirkstoffe:

Dr. Frederic Pfeifer

Autor

Verfasst von Dr. med. Frederic Pfeifer

Dr. med. Frederic Pfeifer ist Facharzt für Dermatologie, Gründer der Online Hautarztapp DERMAFY und Spezialist für entzündliche Hauterkrankungen.

Quellangaben
  • Altmeyer, P.: Harnstoff (05.01.2020) | Abgerufen am 11.03.2023 auf  www.altmeyers.org
keyboard_arrow_up