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Kleienpilzflechte

Auch bekannt als: Pityriasis versicolor, Tinea versicolor, Pityriasis versicolor flava, Kleieflechte, Schwitzpilz

ICD-Code: B36.0
Kleienpilzflechte+(Pityriasis+versicolor)
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Definition:

Was ist die Kleienpilzflechte?

Bei der Kleienpilzflechte handelt es sich um eine harmlose Pilzerkrankung der Haut, die sich typischerweise durch weiße, gelbliche oder braune schuppende Flecken auf dem Rücken- oder Brustbereich sowie den Innenseiten der Oberarme und Unterschenkel zeigt. Die Erkrankung ist nicht ansteckend und tritt besonders häufig im Sommer auf. Auslösender Erreger ist der in der Hautflora natürlich vorkommende Hefepilz der Malassezia-Spezies.

Im folgenden Artikel erklären Dir unsere Fachärzt:innen, welche typischen Symptome bei dieser Erkrankung auftauchen, welche Ursachen sie hat und welche Möglichkeiten der Behandlung es gibt.

Symptome:

Wie sieht die Kleienpilzflechte aus?

Typisch für die Kleienpilzflechte sind sowohl kleine als auch großflächige weiße, gelbe, graue oder auch braune Flecken, die sich vor allem auf der Rückenmitte und Brust ausbreiten. Ebenfalls befallen können die Oberschenkelinnenseiten oder die Oberarminnenseiten sowie der Nackenbereich sein. Selten kommt es zu Juckreiz, allerdings kommt es zu einer leichten Hautschuppung im Bereich der Flecken. Charakteristisch für die Kleienpilzflechte ist außerdem, dass die Flecken im Sommer bei gebräunter Haut deutlich heller erscheinen und im Winter hingegen dunkler. Dies liegt vor allem daran, dass die befallenen Körperareale von der Kleienpilzflechte vor UV-Strahlung geschützt werden. Die Flecken lassen sich deutlich von der gesunden Haut abgrenzen. Allgemein gilt es zu wissen, dass sich die Erkrankung unterschiedlich stark ausbreiten und die Flecken stark variieren können.

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Diagnose:

Wie erkennt man eine Kleienpilzflechte?

Normalerweise ist die Kleienpilzflechte aufgrund ihres typischen Aussehens von einem geschulten Auge per Blickdiagnose schnell zu erkennen. Dennoch wird Dein Arzt Deine Krankheitsgeschichte und Lebensweise per Anamnese abfragen und aufnehmen & in die Diagnose mit einbeziehen. Hintergrund hierfür ist, dass es bestimmte Faktoren gibt, die eine Erkrankung begünstigen. Hierzu zählen beispielsweise verstärktes Schwitzen, ein feuchtes Klima oder fettige Cremes.

Beispielbilder:

So sieht die Kleienpilzflechte aus

Ursachen:

Wie entsteht eine Kleienpilzflechte?

Die Ursache für die Entstehung der Kleienpilzflechte ist normalerweise der in der Haut natürlich vorkommende Hefepilz der Malassezia-Spezies. Es wird davon ausgegangen, dass der Pilz in tiefere Hautschichten eindringt und es so zu einer gesteigerten Produktion von Talg in den Talgdrüsen kommt. Talg bzw. fettreiche Substanzen dienen der Kleienpilzflechte als Nahrung und lassen sie so weiter ausbreiten. Bei Erkrankten kommt es an den Öffnungen der Haarfollikel zur Ausbildung sogenannter Pilzrasen, was folglich zu den bräunlichen bzw. weißen oder gelben Flecken führt. Besonders Jugendliche und junge Erwachsene sind häufig betroffen. Warum es genau zu diesen plötzlichen Veränderungen kommt, ist noch nicht vollständig geklärt, es gibt aber bestimmte Risikofaktoren, die die Entstehung einer Kleienpilzflechte begünstigen. Diese sind unter anderem:

  • Feuchtes, tropisches Klima.
  • Verstärktes Schwitzen, z. B. durch Sport
  • Stark fettende Cremes
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Ansteckung:

Ist eine Kleienpilzflechte ansteckend?

Nein, die Kleienpilzflechte ist nicht ansteckend, da es sich nicht um eine Infektion, sondern um einen in der Hautflora natürlich vorkommende Hefepilz handelt.

Komplikationen:

Ist die Kleienpilzflechte gefährlich?

Die Kleienpilzflechte ist eine harmlose, aber hartnäckige Hauterkrankung, die keinerlei Beschwerden oder Komplikationen verursacht. Sie kann aber, insbesondere bei Frauen oder bei Jugendlichen, als kosmetisch störend angesehen werden. Nicht selten verspüren Betroffene einen hohen psychischen Leidensdruck, hauptsächlich aufgrund des oftmals langwierigen Verlaufs.

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Dr. Frederic Pfeifer

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Therapie:

Was kann man gegen eine Kleienpilzflechte tun?

Die Kleienpilzflechte wird in der Regel mit antimykotischen (gegen Pilze wirkend) Medikamenten in Form von Cremes, Lösungen oder Shampoos behandelt. Hierbei wird vor allem der Wirkstoff Econazol verwendet. Die Lösung sollte am Abend 3 tagelang nach dem Duschen auf die betroffenen Bereiche aufgetragen und am nächsten Morgen gründlich abgewaschen werden. Zusätzlich empfiehlt sich die gleichzeitige Verwendung eines antimykotischen (gegen Pilze wirkend) Shampoos. In besonders ausgeprägten Formen der Kleienpilzflechte besteht außerdem die Möglichkeit der Einnahme von gegen Pilze wirkenden Tabletten über einen Zeitraum von 7 bis 14 Tagen. Generell sollten Faktoren, die eine Erkrankung begünstigen, natürlich vermieden werden. Es ist daher von Vorteil, nach starkem Schwitzen zu duschen und luftdurchlässige Kleidung zu tragen.

Wirkstoffe:

Was hilft bei einer Kleienpilzflechte?

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Über den Autor
Dr. med. Sebastian Pfeifer ist Facharzt für Dermatologie, einer der Gründer der digitalen Hautarzt-App DERMAFY und Spezialist für Hautkrebserkrankungen.
Quellangaben

Altmeyer, P.: Pityriasis versicolor (08.05.2020)Abgerufen am 07.05.2023 auf www.altmeyers.org

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Dr. med. Sebastian Pfeifer ist Facharzt für Dermatologie, einer der Gründer der digitalen Hautarzt-App DERMAFY und Spezialist für Hautkrebserkrankungen.
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