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Pilzinfektion der Kopfhaut

Auch bekannt als: Grindflechte; Kerion Celsi; Tinea capillitii; Tinea capitis (sensu stricto); Trichophytia capillitii

ICD-Code: B35.0
Pilzinfektion der Kopfhaut
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Definition:

Was ist eine Pilzinfektion der Kopfhaut?

Unter einer Tinea capitis versteht man eine Pilzinfektion der Kopfhaut. Sie wird durch sogenannte Fadenpilze ausgelöst und betrifft vor allem Kinder zwischen 2- 14 Jahren. Tinea capitis ist ansteckend und muss immer behandelt werden. Typischerweise zeigen sich kahle, schuppende und juckende Stellen auf der Kopfhaut. Die Erkrankung verläuft normalerweise komplikationslos, kann allerdings bei tieferliegenden Infektionen zu schweren Entzündungen führen. 

Im folgenden Artikel erklären Dir unsere Fachärzt:innen, welche typischen Symptome bei dieser Erkrankung auftauchen, welche Ursachen sie hat und welche Möglichkeiten der Behandlung es gibt.

Symptome:

Wie sieht eine Pilzinfektion der Kopfhaut aus?

Die Symptome einer Pilzinfektion der Kopfhaut können individuell sehr variieren. In den meisten Fällen bilden sich mit Beginn der Infektion gerötete Knötchen und Flecken um die Kopfhaare herum. Anschließend werden die Knötchen heller und beginnen zu schuppen. Das Haar wird spröde und kann abbrechen, sodass auf der Kopfhaut eine oder mehrere scharf abgegrenzte, kreisförmige, haarlose Stellen entstehen. Die befallenen Hautareale sind normalerweise mit gräulichen Schuppen bedeckt. Oftmals ist die Kopfhaut zusätzlich gerötet, juckt und kann Schmerzen verursachen. Ist die Infektion weiter fortgeschritten und hat bereits tiefer liegende Hautschichten infiziert, zeigen sich starke Entzündungen, die mitunter in eitrigen Abszessen (Eiteransammlung) enden können. Begleitet werden diese schweren Entzündungen häufig von Fieber und einem allgemeinen Schwächegefühl. 

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Diagnose:

Wie erkennt man eine Pilzinfektion der Kopfhaut?

Normalerweise ist die Pilzinfektion der Kopfhaut von einem geschulten Auge schnell per Blickdiagnose zu erkennen. Um die Diagnose zu sichern und um zu untersuchen, um welchen Erreger es sich handelt, wird Dein Arzt zusätzlich eine mikrobiologische Untersuchung anordnen. Dies geschieht in der Regel durch eine kleine Hautprobe in Form einer Hautschuppe. So lässt sich der Erreger identifizieren und eine adäquate Therapie einleiten. 

Beispielbilder:

So sieht ein Abszess aus

Ursachen:

Wie entsteht eine Pilzinfektion der Kopfhaut?

Kopfpilz wird durch sogenannte Fadenpilze verursacht. Diese gehören in der Regel zu den Arten Trichophyton oder Microsporum. Pilze dieser Gattung ernähren sich von Keratin, einem Protein, das in Haut, Haaren und Nägeln vorkommt. Die Infektion wird vor allem durch Tiere, insbesondere Katzen, durch direkten Kontakt mit einer infizierten Person oder durch den Kontakt mit kontaminierten Gegenständen wie Haarbürsten, Hüte, Handtüchern oder gemeinsam genutzten Gegenständen übertragen. Die Pilzsporen können so auf der Kopfhaut landen und in die Haarfollikel eindringen, wo sie sich vermehren und die typischen Symptome einer Tinea capitis (Kopfpilz) verursachen. 

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Ansteckung:

Ist eine Pilzinfektion der Kopfhaut ansteckend?

Ja, Kopfpilz ist ansteckend. Er wird normalerweise durch Kontakt von Mensch zu Mensch, beispielsweise durch direkten Hautkontakt mit einer infizierten Person oder über kontaminierte Gegenstände übertragen. Die Erreger (Pilzsporen) können sich unter anderem auf Haarbürsten, Handtüchern, Hüten, Kissenbezügen oder anderen Alltagsgegenständen befinden.  

Komplikationen:

Ist eine Pilzinfektion der Kopfhaut gefährlich?

Im Normalfall ist eine Pilzinfektion der Kopfhaut harmlos und verläuft ohne Komplikationen. Nach entsprechender Behandlung heilt sie normalerweise ohne Narbenbildung aus. Wird eine Infektion allerdings erst sehr spät behandelt oder handelt es sich um eine sehr weit fortgeschrittene Infektion, die sich bereits in tiefer liegende Hautschichten ausgebreitet hat, kann es nach Abheilen der Infektion zur Ausbildung von Narben und kahlen Stellen kommen, da hier keine neuen Haare mehr wachsen können. 

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Dr. Frederic Pfeifer

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Therapie:

Was kann man gegen eine Pilzinfektion der Kopfhaut tun?

Die Behandlung einer Pilzinfektion der Kopfhaut erfolgt in der Regel durch eine oberflächliche Anwendung eines Antimykotikums (ein Medikament gegen Pilzbefall) in Form von Cremes und Salben, die auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Bei sehr schweren Verläufen, bzw. einem starken Pilzbefall wird normalerweise eine systemische Therapie (die Einnahme von Tabletten) verordnet. Die Therapiedauer beträgt hier ungefähr 6-8 Wochen. Zusätzlich empfiehlt sich die gleichzeitige Verwendung eines antimykotischen (gegen Pilze wirkend) Shampoos. Die Therapie sollte unbedingt nach den Anweisungen des Arztes durchgeführt werden, auch wenn die Symptome nachlassen, um sicherzustellen, dass die Infektion vollständig beseitigt wird. Generell sollte darauf hingewiesen werden, Handtücher, Bettwäsche und Kleidung auf mindestens 60 Grad zu waschen, um ein Übertragen der Infektion auf andere Menschen zu verhindern. Bei starken Schmerzen und Fieber können zusätzlich schmerz- und fiebersenkende Medikamente verordnet werden. 

Wirkstoffe:

Was hilft gegen eine Pilzinfektion der Kopfhaut?

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Über den Autor
Dr. med. Marta Berger ist Fachärztin für Dermatologie und spezialisiert auf die Bereiche Telemedizin, ästhetische Dermatologie, Dermatochirurgie und Lasertherapie.
Quellangaben

Altmeyer, P.: Tinea capitis (14.12.2022) | Abgerufen am 01.11.2023 auf www.altmeyers.org

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Dermafy Gründer Dr. Frederic Pfeifer
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Dr. med. Marta Berger ist Fachärztin für Dermatologie und spezialisiert auf die Bereiche Telemedizin, ästhetische Dermatologie, Dermatochirurgie und Lasertherapie.
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