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Blaues Muttermal

Auch bekannt als: Naevus bleu, dermales Melanozytom

ICD-Code: D22.
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Definition:

Was ist ein blaues Muttermal?

Naevus bleu oder auch blaues Muttermal genannt, ist eine gutartige Hautveränderung, die durch eine abnormale Ansammlung von pigmentproduzierenden Zellen (Melanozyten) in der Haut entsteht. Typischerweise zeigt sich ein blau bis blau-schwarzes Knötchen oder Fleck, das überall auf der Haut auftreten kann. Es gehört zu einer Variante des Muttermals und muss normalerweise nicht behandelt werden. Blaue Muttermale betreffen ca. 1% der Menschen und entstehen in den meisten Fällen im Kindesalter, können aber in seltenen Fällen auch angeboren sein. 

Im folgenden Artikel erklären Dir unsere Fachärzt:innen, welche typischen Symptome bei dieser Erkrankung auftauchen, welche Ursachen sie hat und welche Möglichkeiten der Behandlung es gibt.

Symptome:

Wie sieht ein blaues Muttermal aus?

Blaue Muttermale sind in der Regel leicht zu erkennen. Typischerweise zeigt sich ein runder bis ovaler, einzeln vorkommender blauer (blau-schwarz) Fleck oder Knötchen auf der Haut. Es lässt sich gut von der restlichen Haut abgrenzen. In der Regel hat es einen Durchmesser von <1 cm. Außerdem kann ein blaues Muttermal flach oder erhaben sein und hat normalerweise eine glänzende Oberfläche. Es kann überall verteilt auf der Haut auftreten, inklusive der Schleimhäute (eher selten). Normalerweise verursacht es keine Beschwerden 

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Diagnose:

Wie erkennt man ein blaues Muttermal?

Bei Verdacht auf ein blaues Muttermal wird dein behandelnder Arzt dich gründlich körperlich untersuchen und deine bisherige Krankengeschichte inklusive aktueller Symptome aufnehmen. In der Regel ist das blaue Muttermal auf Grund seiner typischen Farbe durch eine einfache Blickdiagnose schnell zu diagnostizieren. Zusätzlich wird dein Arzt eine Hautuntersuchung mit einem Dermatoskop (eine spezielle Lupe mit Licht) vornehmen, um die Struktur des blauen Muttermals besser erkennen zu können und es so zu anderen Muttermalvarianten besser abgrenzen zu können. Bestehen trotz dessen noch Zweifel oder Unklarheiten, kann eine Biopsie, das heißt, eine Gewebeprobe genommen werden, um bösartige Veränderungen auszuschließen. Diese erfolgt schmerzlos durch eine lokale Betäubung. 

Beispielbilder:

So sieht ein blaues Muttermal aus

Ursachen:

Wie entsteht ein blaues Muttermal?

Die genaue Ursache, warum es zum Auftreten eines blauen Muttermals kommt, ist bis heute nicht vollständig wissenschaftlich geklärt, es wird aber vermutet, dass genetische und entwicklungsbedingte Faktoren eine Rolle spielen können. Einige blaue Muttermale sind bei der Geburt bereits vorhanden (angeboren), oder können im Laufe des Lebens entstehen. Fakt ist aber, dass ein blaues Muttermal eine gutartige Hautläsion ist, die aus einer abnormalen Ansammlung von pigmentproduzierenden Zellen (Melanozyten) in der Haut besteht. Diese Zellen können sich in verschiedenen Schichten der Haut befinden, was ihre unterschiedlichen Farben erklärt. Blaue Muttermale, die in tieferen Hautschichten liegen, erscheinen dunkler, da das Licht durch die Haut hindurchgeht und von den Blutgefäßen reflektiert wird, während blaue Muttermale in den oberen Hautschichten heller erscheinen können. 

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Ansteckung:

Ist ein blaues Muttermal ansteckend?

Nein, ein blaues Muttermal ist nicht ansteckend. Es handelt sich um keine Infektionskrankheit und kann auch nicht durch Kontakt mit einer erkrankten Person übertragen werden. Es handelt sich lediglich um eine pigmentierte Hautläsion, die normalerweise vollkommen harmlos ist. 

Komplikationen:

Ist ein blaues Muttermal gefährlich?

Ein blaues Muttermal ist normalerweise eine gutartige Hautveränderung und verursacht keine Komplikationen. Es sollte allerdings, genauso wie ein ,,normales’’ Muttermal beobachtet und bei Veränderungen dermatologisch untersucht werden. Grundsätzlich empfiehlt es sich, Muttermale einmal jährlich beim Hautarzt auf Malignität (Bösartigkeit) untersuchen zu lassen. 

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Dr. Frederic Pfeifer

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Therapie:

Was kann man gegen ein blaues Muttermal tun?

Eine Behandlung ist in der Regel nicht notwendig, da es sich um eine gutartige Hautveränderung handelt. Bestehen allerdings Zweifel, was die Diagnose betrifft und eine bösartige Veränderung, wie z.B. ein malignes Melanom (schwarzer Hautkrebs), kann nicht sicher ausgeschlossen werden, sollte das blaue Muttermal entfernt werden. Dies kann besonders gut durch eine lokale Exzision, also der chirurgischen Entfernung, durchgeführt werden. Hierbei wird der Bereich um das blaue Muttermal betäubt und anschließend im Ganzen herausgeschnitten bzw. chirurgisch entfernt. Anschließend wird das blaue Muttermal histologisch untersucht, um festzustellen, ob es sich um eine bösartige Veränderung handelt oder nicht. Im Allgemeinen empfiehlt sich eine regelmäßige Selbstkontrolle des blauen Muttermals, um so eine frühzeitige bösartige Veränderung wahrzunehmen. Hier gilt die ABCDE Regel, die Hinweise auf eine maligne Entartung geben kann:  

  • A: Asymmetrie (das Muttermal ist nicht gleichmäßig auf beiden Seiten im Falle einer imaginären Mittellinie) 
  • B: Border irregularity (Die Begrenzung zur restlichen Haut ist nicht mehr klar zu erkennen) 
  • C: Colour Variation (Die Farbe des Muttermals hat sich verändert. Es treten Schwarz,-Grau,- und Rottöne auf. Außerdem ist die Farbe nicht mehr gleichmäßig verteilt.) 
  • D: Diameter (Der Durchmesser verändert sich. Das Muttermal ist nun größer als 5mm) 
  • E: Elevation (Das Muttermal nimmt an Höhe zu) 

 

Sind die Kriterien erfüllt sollte ein Hautarzt schnellstmöglich weitere Untersuchungen durchführen 

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Über den Autor
Dr. med. Sebastian Pfeifer ist Facharzt für Dermatologie, einer der Gründer der digitalen Hautarzt-App DERMAFY und Spezialist für Hautkrebserkrankungen.
Quellangaben

Altmeyer, P.: Blauer Naevus (24.04.2021) | Abgerufen am 18.10.2023 auf www.altmeyers.org

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Dermafy Gründer Dr. Frederic Pfeifer
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Dr. med. Sebastian Pfeifer ist Facharzt für Dermatologie, einer der Gründer der digitalen Hautarzt-App DERMAFY und Spezialist für Hautkrebserkrankungen.
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