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Sonnenschutz, Lichtschutzfaktor und Eigenschutzzeit

Das kleine 1x1 zum Sonnenschutz

Veröffentlicht: 23.09.2023
Was bedeutet der Lichtschutzfaktor?

Die warmen Sonnenstrahlen locken uns nach draußen und unser Gemüt blüht auf. Es ist unumstritten, dass die Sonne einen essenziellen und positiven Einfluss auf unseren Gemütszustand hat und damit lebenswichtig ist. Aber genauso wichtig ist es, unsere sensible Haut vor den schädlichen Auswirkungen der Sonnenstrahlung zu schützen. Wie wichtig ist Sonnenschutz, was ist eigentlich die Eigenschutzzeit und welchen Lichtschutzfaktor benötigst Du? Diese Fragen klären wir in diesem Blogbeitrag.

Was bedeutet der Lichtschutzfaktor?

Der Lichtschutzfaktor (LSF) ist eine Kennzahl, die angibt, wie lange eine Sonnencreme oder ein Sonnenschutzprodukt Deine Haut vor den schädlichen Auswirkungen der Sonnenstrahlung schützt. Konkret gibt der Lichtschutzfaktor an, mit welcher Zahl Du Deine persönliche Eigenschutzzeit multiplizieren kannst. Die daraus ergebende Zahl entspricht den Minuten, die Du (theoretisch) in der Sonne geschützt bist, ohne dass die Haut Schaden nimmt. 

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Was ist die Eigenschutzzeit der Haut?

Die Eigenschutzzeit der Haut bezieht sich auf die Zeitspanne, in der die Haut ungeschützt der Sonnenstrahlung ausgesetzt werden kann, bevor sie Schäden erleidet. Diese Zeit wird im Allgemeinen als die Zeit definiert, die es dauert, bis die Haut beginnt, einen Sonnenbrand zu entwickeln. Bei Menschen mit sehr heller Haut und hoher Sonnenempfindlichkeit kann die Eigenschutzzeit nur wenige Minuten betragen, während sie bei Menschen mit dunklerer Haut und höherem Melaningehalt länger sein kann.

Um die maximale geschützte Zeit je nach Lichtschutzfaktor zu errechnen, benötigst Du zunächst Deine persönliche Eigenschutzzeit. Diese variiert je nach Deinem Hauttyp. Generell kann man sagen, dass die Eigenschutzzeit länger wird, je dunkler der Hauttyp ist:

Hauttyp I:  <10 Minuten
Hauttyp II: 10–20 Minuten
Hauttyp III: 20–30 Minuten
Hauttyp IV: > 45 Minuten
Hauttyp V: > 60 Minuten
Hauttyp VI: > 90 Minuten

Bitte beachte, dass die Eigenschutzzeit Deiner Haut nicht bedeutet, dass Du Dich ungeschützt der Sonne aussetzen kannst. Die Verwendung von Sonnenschutzmitteln mit ausreichendem Lichtschutzfaktor (LSF) ist eine effektive Maßnahme, um die Haut vor schädlicher UV-Strahlung zu schützen. Es wird empfohlen, Sonnenschutzmittel regelmäßig aufzutragen und zusätzliche Schutzmaßnahmen wie das Tragen von Schutzkleidung, Hut und Sonnenbrille zu ergreifen, um die Haut vor Sonnenschäden zu bewahren.

Der optimale Lichtschutzfaktor bei Sonnencreme

Für Personen mit sehr heller oder empfindlicher Haut wird in der Regel ein Lichtschutzfaktor von mindestens 30 empfohlen. Dies bedeutet, dass Du mit einer Sonnencreme mit LSF 30 etwa 30-mal länger in der Sonne bleiben kannst. Im konkreten Fall bei einem Hauttyp II wären das ca. 10 Minuten * 30 = ~ 300 Minuten. Bei intensiver Sonneneinstrahlung oder längerem Aufenthalt im Freien ist es ratsam, einen höheren Lichtschutzfaktor zu wählen, beispielsweise LSF 50+.

Es ist wichtig zu beachten, dass der Lichtschutzfaktor nicht linear mit dem Schutz vor UV-Strahlen korreliert. Ein Produkt mit LSF 30 blockt etwa 97 Prozent der UVB-Strahlen ab, während ein Produkt mit LSF 50 bereits rund 98 Prozent der UVB-Strahlen absorbiert. Ein noch höherer Lichtschutzfaktor bietet zwar einen minimalen zusätzlichen Schutz, aber keinen vollständigen Schutz vor der Sonne. Daher ist es nicht unbedingt notwendig, den Lichtschutzfaktor ins Unendliche zu steigern.

Die Wichtigkeit von Sonnenschutz

Warum ist Sonnenschutz überhaupt so wichtig? Die Sonnenstrahlung enthält ultraviolette (UV-)Strahlen, die für unsere Haut sowohl positive als auch negative Auswirkungen haben können. Kurze Aufenthalte in der Sonne können die Vitamin-D-Synthese anregen und zur Stimmungsaufhellung beitragen. Aber zu viel Sonneneinstrahlung ohne angemessenen Schutz kann zu Sonnenbrand, vorzeitiger Hautalterung, Pigmentstörungen und im schlimmsten Fall sogar zu Hautkrebs führen.

Sonnenschutz ist daher von großer Bedeutung, um die Haut vor diesen schädlichen Auswirkungen zu schützen. Durch das Auftragen von Sonnencreme mit einem angemessenen Lichtschutzfaktor bildet sich ein Film auf der Haut, der die UV-Strahlen größtenteils reflektiert oder absorbiert, bevor sie in die Haut eindringen können. Dadurch wird das Risiko eines Sonnenbrands erheblich reduziert.

Neben der Verwendung von Sonnencreme gibt es weitere Maßnahmen, die Du ergreifen kannst, um Dich vor der Sonne zu schützen. Dazu gehört das Tragen von schützender Kleidung, wie zum Beispiel Hut und Sonnenbrille, sowie das Vermeiden der intensivsten Sonnenstunden am Mittag.

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Über den Autor
Dr. med. Sebastian Pfeifer ist Facharzt für Dermatologie, einer der Gründer der digitalen Hautarzt-App DERMAFY und Spezialist für Hautkrebserkrankungen.
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Dr. med. Sebastian Pfeifer
Dr. med. Sebastian Pfeifer ist Facharzt für Dermatologie, einer der Gründer der digitalen Hautarzt-App DERMAFY und Spezialist für Hautkrebserkrankungen.
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