Aktinische Keratosen

Vorstufe von weißem Hautkrebs

ICD-Code: L57.0

Definition:

Was ist eine aktinische Keratose?

Auch: Actinic keratosis, Keratosis solaris, Solare Keratose Keratosis senilis, Keratoma senile

Bei der aktinischen Keratose handelt es sich um eine lichtbedingte Schädigung der Haut. Sie stellt eine Vorstufe vom weißen Hautkrebs, dem Plattenepithelkarzinom dar. Sie tritt insbesondere bei hellhäutigen Menschen, Männern und im höheren Lebensalter auf und wird durch eine chronische, kumulative UV-Lichteinwirkung, sprich durch zu viel Sonne bedingt.

Überblick: 5 FAKTEN ÜBER Aktinische Keratosen

  1. Aktinische Keratosen sind veränderte Hautzellen, die durch langanhaltende und starke UV-Strahlung entstehen.
  2. Sie sind vor allem an Stellen zu finden, die häufig der Sonnenexposition ausgesetzt sind, wie dem Gesicht, dem Hals, den Händen und den Unterarmen.
  3. Die Betroffenen haben in der Regel trockene, schuppige Hautveränderungen, die jucken oder brennen können. 
  4. Aktinische Keratosen sind Vorläufer von Hautkrebs, insbesondere von Plattenepithelkarzinomen.
  5. Um das Risiko von aktinischen Keratosen zu verringern, sollte die Haut konsequent vor starker UV-Strahlung geschützt werden.

Symptome:

Wie sieht eine aktinische Keratose aus?

Aktinische Keratosen finden sich vor allem an Körperbereichen, die viel Sonnenlicht ausgesetzt sind (,,Sonnenterassen der Haut'') wie Kopfhaut, Gesicht, Dekolleté, Handrücken und Unterarmen. Raue, nicht abheilende Hautstelle an den sogenannten Sonnenterassen sind ein typisches Symptom. Meist zeigen sich diese Veränderungen als raue Flecken oder leichte Erhabenheiten (Plaques), die hautfarben, rötlich oder rötlich-braun sein können und nur wenige Millimeter groß sind. Manchmal fallen sie durch leichten Juckreiz oder durch Schmerzhaftigkeit unter Sonneneinstrahlung sowie Berührungsempfindlichkeit auf. Zudem treten sie häufig in großer Anzahl und flächig verteilt auf. Dabei sind die meisten betroffenen Hautstellen anhand der rauen Oberfläche eher durch das Ertasten als durch eine Blickdiagnose erkennbar.

 

Ursachen:

Wie entsteht eine aktinische Keratose?

Als Risikofaktoren und Ursachen für die aktinische Keratose sind einige bekannt. Die häufigsten sind:

  • Heller Hauttyp
  • Hohe Sonnenbelastung durch Freizeit- oder berufliche Aktivitäten im Freien
  • Immunsuppression (Schwächung des Immunsystems)
  • Dauermedikation mit fotosensitiven Wirkstoffen, wie beispielsweise Hydrochlorothiazid
  • das männliche Geschlecht
  • Fortgeschrittenes Lebensalter (> 50 Jahre)
  • Genetische Syndrome

 

Komplikationen:

Wie gefährlich sind aktinische Keratosen?

Aktinische Keratosen können gefährlich sein, da sie zu einem späteren Zeitpunkt in ein Hautkrebswachstum, wie ein Plattenepithelkarzinom, entarten können. Daher ist es so wichtig, sie frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Werden aktinische Keratosen gut behandelt, liegt das Risiko einer Rückkehr der Hautkrankheit bei ca. 5 %. Allerdings ist dieses Risiko höher, sollten mehrere Stellen am Körper von aktinischen Keratosen betroffen sein.

 

Therapie: 

Wie kann man aktinische Keratosen behandeln?

Ziel der Behandlung ist es, eine Krankheitskontrolle zu erreichen und den Übergang in einen invasiven weißen Hautkrebs zu verhindern. Wichtig hierfür ist neben der zielgerichteten Therapie die Einhaltung allgemeiner Lichtschutzmaßnahmen. So solltest Du die Sonne meiden, täglich einen Lichtschutz auftragen und Deine Haut mit textilem Lichtschutz, das heißt durch Kleidung und Kopfbedeckungen zu schützen. Zudem ist es wichtig, dass Du regelmäßig eine Hautkrebsvorsorge durchführst, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen und behandeln zu können.

 

Aktinische Keratosen sollten zeitnah behandelt werden!

Aktinische Keratosen werden von den Betroffenen häufig nicht richtig erkannt und bleiben unbehandelt. Unbehandelt ist der Übergang in einen invasiven weißen Hautkrebs, das Plattenepithelkarzinom, möglich. Das geschieht in ca. 5 % der Fälle. Solltest Du Auffälligkeiten auf Deiner Haut feststellen, lasse diese unbedingt fachärztlich abklären. Unsere Hautärzt:innen sind darauf spezialisiert, Vorstufen vom weißen Hautkrebs und andere Hauterkrankungen anhand von wenigen Bildern und Informationen zu diagnostizieren, damit Du Gewissheit hast und entsprechend behandelt werden kannst. Besuche jetzt unsere Online-Hautarztpraxis bequem von zu Hause aus:

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Therapie-
möglichkeiten

Hierbei werden einzelne, insbesondere verdickte aktinische Keratosen oberflächlich operativ abgetragen und histologisch untersucht, um ein Wachstum ausschließen zu können.
Mit flüssigem Stickstoff werden die einzelnen Veränderungen schnell und einfach behandelt.
Diese Therapie hat jedoch ein Risiko für bleibende Aufhellungen (Hypopigmentierung) der umgebenden Haut.
Diese Therapie eignet sich besonders bei dem Auftreten von großflächigen Keratosen. Nach Auftragen eines Fotosensibilisators, z. B. 5-Aminolävulinsäure, wird das Areal mit langwelligem Licht belichtet, was zu einer Zerstörung der veränderten Zellen führt. Bei der sogenannten Tageslicht-PDT wird das natürliche Tageslicht als Lichtquelle genutzt.
Dabei handelt es sich um ein lokales Chemotherapeutikum, das als Creme über mehrere Wochen bis zum Erreichen einer Entzündungsreaktion aufgetragen wird.
Dieses Arzneimittel wird als Immunmodulator bei einer Feldkanzerisierung und flachen aktinischen Keratose bis zum Erreichen eines Entzündungsstadiums eingesetzt.
Die Therapie mit dem Arzneimittel ist vor allem bei größflächigen Keratosen geeignet.
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Wirkstoffe:

Was hilft gegen aktinische Keratosen?

Dr. Frederic Pfeifer

Autor

Verfasst von Dr. med. Frederic Pfeifer

Dr. med. Frederic Pfeifer ist Facharzt für Dermatologie, Gründer der Online Hautarztapp DERMAFY und Spezialist für entzündliche Hauterkrankungen.

Quellangaben
  • Altmeyer, P.: Aktinische Keratose (21.06.2022) |
    Abgerufen am 15.11.2022 von www.altmeyers.org
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