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Akne inversa

Auch bekannt als: Akne inversa, Hidradenitis suppurativa, Abszess der Schweißdrüsen, Achselhöhlenabszess, Achselhöhlenabszess apokriner, Apokrine Akne, Chronisch rezidivierende Hidradenitisfollikuläres Okklusionssyndrom, Intertriginöse Akne

ICD-Code: L73.2
Acne inversa in Achselhöhle
In 24 Stunden zur Diagnose
Kompetente Online-Diagnose von approbierten Fachärzt:innen

Definition:

Was ist Akne inversa?

Akne inversa, auch bekannt unter dem Namen Hidradenitis suppurativa, ist eine seltene, chronische, entzündliche Hauterkrankung. Es kommt zur Ausbildung von schmerzhaften, roten Knoten und Knötchen, die sich im Verlauf bis zu tiefer liegenden Abszessen und Fisteln (Hohlräumen) ausbilden können. Sie tritt besonders in den intertriginösen Arealen, sprich unter den Achseln, in der Leistenregion und im Gesäßbereich auf. In seltenen Fällen können auch der Nacken oder der Bereich hinter den Ohren betroffen sein.  Die Erkrankung kann auch nach erfolgreicher Operation und Entfernung der erkrankten Hautareale immer wieder auftreten (Rezidiv). In über 90% der Fälle sind Raucher betroffen. Weitere prädisponierende Faktoren sind Übergewicht, Schwitzen, enge scheuernde Kleidung und häufiges Ausrasieren der Achselhaare. In unserer Online-Hautarztpraxis von DERMAFY behandeln unsere Hautärzt:innen jeden Tag viele Patient:innen mit Akne inversa über unsere App.

Im folgenden Artikel erklären Dir unsere Fachärzt:innen, welche typischen Symptome bei dieser Erkrankung auftauchen, welche Ursachen sie hat und welche Möglichkeiten der Behandlung es gibt.

Symptome:

Wie äußert sich Akne inversa?

Akne inversa zeigt sich in der Regel durch multiple, meist sehr schmerzhafte und entzündete, rote Knötchen und Knoten. Diese können sich bis in tiefer gelegene Abszesse (mit Eiter gefüllte Hohlräume) ausbreiten. Im weiteren Verlauf der Erkrankung können die Abszesse wulstartige Formen annehmen und eitrig aufplatzen, was wiederum zu schweren Narbenbildungen und daraus resultierend mitunter zu Bewegungseinschränkungen führen kann. Die Acne inversa befindet sich üblicherweise unter den Achseln, an den Leisten, in der Genitalregion, um den After oder am Gesäß

Arten:

Welche Formen von Akne inversa gibt es?

Die Akne inversa lässt sich je nach ihrer Ausprägung in drei verschiedene Schweregrade unterscheiden:

Grad I: Klinisch zeigen sich vereinzelte schmerzhafte Abszesse, allerdings ohne Narbenstränge (Verwachsungen).

Grad II: Immer wiederkehrende Abszesse, die einzeln oder multipel auftreten. Es kommt zu Narbenbildung und tiefer gelegenen Verwachsungen.

Grad III: Die schwerste Form der Akne inversa. Es bilden sich unscharf begrenzte, multiple, sehr schmerzhafte und entzündliche Abszesse mit Fistelbildung und Narbensträngen. Durch die schmerzhaften Bewegungseinschränkungen besteht die Gefahr der Gelenkkontrakturen (Versteifungen).

Ursachen:

Was verursacht Akne inversa?

Die genaue Ursache, wieso es zur Akne inversa kommt, ist bis heute nicht vollständig geklärt. Es wird aber vermutet, dass sowohl hormonelle Ursachen, eine Fehlfunktion des Immunsystem mit erhöhter Aktivtät sowie genetische Faktoren eine Rolle spielen. Man geht davon aus, dass es bei einem Teil der Patient*innen zu einer übermäßigen Verhornung der Terminalhaarfollikel mit sekundärer Superinfektion kommt. Es kommt zur charakteristischen Knotenbildung unter der Haut und im weiteren Verlauf ggf. zur Bildung von eitrigen Abszessen, die mitunter aufplatzen können und unter Narbenbildung abheilen. Des Weiteren gibt es bestimmte Triggerfaktoren, die die Symptome oder erneute Schübe einer Akne inversa begünstigen können. Diese sind: Rauchen, starkes Übergewicht, Schwitzen, mangelnde Körperhygiene, eng sitzende/reibende Kleidung, familiäre Häufung.

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Ansteckung:

Ist Akne inversa ansteckend?

Akne inversa ist nicht ansteckend und wird weder durch Infektionen noch durch Allergien hervorgerufen.

Diagnose:

Wie wird Akne inversa diagnostiziert?

Akne inversa lässt sich normalerweise an ihren charakteristischen Hautveränderungen an den typischen Körperarealen diagnostizieren. Trotzdem wird Dein Arzt Dich zuvor ausführlich körperlich untersuchen, um den Schweregrad der Erkrankung einschätzen zu können und mit Dir Deine bisherige Krankengeschichte (Anamnese) besprechen. So lassen sich ggf. bereits erste Ursachen für die Entstehung der Akne inversa finden, beispielsweise durch eine familiäre Häufung der Erkrankung. Eventuell wird eine mikrobiologische Untersuchung der offenen Wunden/Abszessen/Knoten angeordnet, um festzustellen, um was für einen Erreger es sich handelt, beispielsweise Bakterien, Parasiten oder Pilze. Auch bildgebende Verfahren wie Ultraschall, CT oder MRT sind möglich, um festzustellen, ob sich Fistelgänge (Hohlräume) gebildet haben.

Komplikationen:

Ist Akne inversa gefährlich?

Die Akne inversa ist eine hartnäckige und langwierige Erkrankung, die selbst nach erfolgreichen Therapien immer wieder auftreten kann (Rezidiv). Außerdem kann es durch die schmerzhaften Abszesse, Knoten und der Ausbildung von Narben zu Bewegungseinschränkungen kommen, was wiederum langfristig zu Kontrakturen (Versteifungen) der Gelenke, insbesondere Schulter und Hüftgelenke führen kann. Zudem ist bei lange bestehender Akne inversa das Risiko für die Entstehung eines Plattenepithelkarzinoms erhöht. Über unsere Hautarzt-App DERMAFY erhältst Du in nur wenigen Stunden eine fachärztliche Diagnose Deines Hautproblems.

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Dr. Frederic Pfeifer

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Therapie:

Was kann man gegen Akne inversa tun?

In der Regel ist die Therapie erster Wahl in der Behandlung der Akne inversa, die operative Entfernung der erkrankten Hautareale. Hierbei werden sowohl die Epidermis (oberste Hautschicht), als auch tiefer liegende Hautschichten, die mitunter Abszesse und Fisteln beinhalten, entfernt. Ist die Erkrankung leichter ausgeprägt und hat keine tieferen Hautschichten befallen, kann auch unter Umständen mit einer Antibiotika-Therapie eine Verbesserung erreicht werden. Ebenfalls bewährt hat sich die Behandlung mit Laser, indem Haarfollikel zerstört und so ein erneuter Schub verhindert bzw. abgeschwächt werden kann. Eine neuartige Therapieoption ist die Behandlung mit einem Biologikum, hierbei werden bestimmte Prozesse, die an der Entstehung einer Entzündung beteiligt sind, blockiert. Allgemein sollten betroffene Patienten aber unbedingt Triggerfaktoren meiden, um einen erneuten Schub oder eine Verschlechterung der Symptome auszulösen. Dazu gehört beispielsweise, mit dem Rauchen aufzuhören, Gewicht zu verlieren, auf eine ausgewogene Ernährung und Bewegung zu achten und allgemein auf Hygienemaßnahmen zu achten.

Wirkstoffe:

Was hilft gegen Akne inversa?

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Über den Autor
Dr. med. Sebastian Pfeifer ist Facharzt für Dermatologie, einer der Gründer der digitalen Hautarzt-App DERMAFY und Spezialist für Hautkrebserkrankungen.
Quellangaben
  • Altmeyer, P.: Acne inversa (21.04.2022) | Abgerufen am 22.03.2023 auf www.altmeyers.org

  • Altmeyer, P.: Hidradenitis suppurativa (18.08.2022) | Abgerufen am 22.03.2023 auf www.altmeyers.org

     

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Dr. med. Sebastian Pfeifer ist Facharzt für Dermatologie, einer der Gründer der digitalen Hautarzt-App DERMAFY und Spezialist für Hautkrebserkrankungen.
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