Dehnungsstreifen: Prävention und Behandlung

Dehnungsstreifen sind für viele Menschen ein bekanntes und oft unliebsames Thema. Sie können auftreten, wenn sich die Haut aufgrund von schnellem Wachstum oder Gewichtszunahme dehnt und das Bindegewebe nicht ausreichend mithalten kann. Doch keine Sorge, es gibt durchaus Möglichkeiten, Dehnungsstreifen vorzubeugen und zu behandeln.

 

Wie können Dehnungsstreifen entstehen?

1. Schnelles Wachstum und Gewichtszunahme: Die häufigste Ursache für Dehnungsstreifen ist schnelles Wachstum oder abrupte Gewichtszunahme. Dies kann während der Pubertät auftreten, wenn der Körper in kurzer Zeit stark wächst, oder während der Schwangerschaft, wenn der Bauchumfang schnell zunimmt. Die Haut hat in diesen Fällen oft nicht genügend Zeit, sich langsam an die Veränderungen anzupassen.

2. Hormonelle Veränderungen: Hormonelle Veränderungen können ebenfalls eine Rolle bei der Entstehung von Dehnungsstreifen spielen. Hormone beeinflussen die Elastizität der Haut und das Bindegewebe. Schwankungen, wie sie während der Schwangerschaft oder bei bestimmten hormonellen Erkrankungen auftreten können, können die Haut anfälliger für Dehnungsstreifen machen.

3. Genetische Veranlagung: Deine genetische Veranlagung spielt ebenfalls eine Rolle. Wenn deine Eltern oder Geschwister Dehnungsstreifen hatten, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass auch du sie entwickelst. Die genetische Struktur deiner Haut bestimmt, wie gut sie mit Dehnungen umgehen kann.

4. Langfristige Anspannung der Haut: Langfristige Anspannung der Haut, wie sie bei Menschen mit Übergewicht oder bei Bodybuildern auftreten kann, kann zu einer Überdehnung des Bindegewebes führen. Dies kann im Laufe der Zeit zu Dehnungsstreifen führen.

5. Verwendung von Kortikosteroiden: Die Verwendung von topischen Kortikosteroiden, sei es in Form von Cremes oder Medikamenten, kann die Haut dünner machen und ihre Elastizität beeinträchtigen. Dadurch wird sie anfälliger für Dehnungsstreifen.

 

Was hilft gegen Dehnungsstreifen?

1. Feuchtigkeit ist der Schlüssel: Eine gut mit Feuchtigkeit versorgte Haut ist widerstandsfähiger gegenüber Dehnung. Verwende regelmäßig Feuchtigkeitscremes, die reich an Vitamin E, Kollagen oder Hyaluronsäure sind. Diese Inhaltsstoffe unterstützen die Elastizität der Haut und helfen, das Risiko von Dehnungsstreifen zu reduzieren.

2. Eine gesunde Lebensweise: Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung sind nicht nur für deine allgemeine Gesundheit wichtig, sondern auch für die Haut. Achte auf eine ausreichende Zufuhr von Vitaminen, Mineralstoffen und Proteinen, um die Hautstruktur zu unterstützen. Sportliche Betätigung hält die Haut durch verbesserte Durchblutung und Sauerstoffversorgung ebenfalls gesund.

3. Langsame Gewichtszunahme: Vermeide es, plötzlich stark zuzunehmen. Langsame und kontrollierte Gewichtszunahme gibt der Haut Zeit, sich anzupassen und Dehnungsstreifen zu vermeiden. Crash-Diäten oder schnelle Gewichtsveränderungen können das Risiko für diese unliebsamen Markierungen erhöhen.

4. Massagen und Hautpflege: Massagen können die Durchblutung fördern und die Elastizität der Haut verbessern. Verwende während der Massage Hautöle oder Cremes, um die Gleitfähigkeit zu erhöhen. Dies kann dazu beitragen, die Entstehung von Dehnungsstreifen zu verhindern.

5. Behandlung von Dehnungsstreifen: Falls Dehnungsstreifen bereits vorhanden sind, gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Cremes oder Gele mit Inhaltsstoffen wie Retinol, Vitamin C oder Kollagen können helfen, das Erscheinungsbild der Streifen zu verbessern. Medizinische Verfahren wie Lasertherapie, Mikroneedling oder chemische Peelings können ebenfalls in Erwägung gezogen werden, um das Aussehen der Haut zu glätten.

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Dr. Frederic Pfeifer

Autor

Verfasst von Dr. med. Frederic Pfeifer

Dr. med. Frederic Pfeifer ist Facharzt für Dermatologie, Gründer der Online Hautarztapp DERMAFY und Spezialist für entzündliche Hauterkrankungen.

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