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Retinol

Auch bekannt als: Vitamin A

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Retinol wird oft als Anti-Aging-Wirkstoff eingesetzt, da es die Kollagenproduktion anregt, Falten reduziert und die Hautelastizität verbessert.

Definition:

Was ist Retinol?

Retinol gehört zur Gruppe der Retinoide und findet in der Dermatologie eine Reihe von verschiedenen Anwendungen. Es wird oft als Anti-Aging-Wirkstoff eingesetzt, da es die Kollagenproduktion anregt, Falten reduziert und die Hautelastizität verbessert. Außerdem wirkt es gegen Akne, indem es verstopfte Poren öffnet und Entzündungen verringert. Zusätzlich wirkt Retinol auch bei Pigment oder Altersflecken, indem es den Teint ausgleicht und dunkle Flecken reduziert. Retinol ist in Form von Creme, Serum oder Kapseln verfügbar.

Im folgenden Artikel erklären Dir unsere Fachärzt:innen, für welche Krankheiten dieser Wirkstoff eingesetzt wird, wie er angewendet und dosiert wird und welche Nebenwirkungen er mit sich bringen kann.

Indikationen

Wofür wird Retinol verwendet?

Retinol hat einen breiten therapeutischen Nutzen in unterschiedlichen medizinischen Bereichen. In der Dermatologie wird es normalerweise bei folgenden Erkrankungen verwendet:

Wirkstoffklasse

Zu welcher Stoffgruppe gehört Retinol?

Retinol gehört zur Gruppe der Retinoide, diese sind Derivate (Abkömmlinge) von Vitamin A.

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Wirkungsweise:

Wie wirkt Retinol?

Retinol wirkt, indem es die Förderung der Kollagenproduktion stimuliert, was wiederum für die Elastizität und Festigkeit der Haut verantwortlich ist. Infolgedessen werden feine Linien und Falten reduziert und die Haut erscheint straffer. Außerdem wirkt Retinol gegen Akne, es führt dazu, dass sich verstopfte Poren öffnen und die Talgproduktion reguliert wird und es so zu einer Verbesserung des Hautbildes kommt. Zusätzlich wirkt Retinol hauterneuernd, indem es abgestorbene Hautzellen entfernt und die Produktion neuer anregt.

Anwendung & Dosierung:

Wie wird Retinol angewendet?

Retinol wird normalerweise in Form von Creme oder Serum mit einer Wirkstoffkonzentration von  0,3-1 % verwendet. Es sollte zu Beginn am besten einmal wöchentlich, vorzugsweise abends, nach gründlicher Reinigung auf die betroffenen Hautareale dünn aufgetragen werden. Nach einer Eingewöhnungszeit kann die Anwendung auf mehrmals wöchentlich gesteigert werden. Die Therapiedauer richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung, um aber befriedigende Ergebnisse zu erzielen, sollte die Behandlung mindestens 8 bis 12 Wochen betragen, unter Umständen sogar länger, da sich Retinol auch zur langfristigen bzw. täglichen Hautpflege eignet.

Rezept:

Ist Retinol rezeptfrei erhältlich?

Ja, Retinol ist in niedrigeren Konzentrationen rezeptfrei erhältlich und kann in verschiedenen Hautpflegeprodukten wie Cremes, Seren und Lotionen gefunden werden. Diese Produkte sind für die allgemeine Hautpflege und zur Verbesserung des Hautbildes, wie die Reduzierung von feinen Linien und Falten, die Verbesserung der Hauttextur und die Förderung der Zellregeneration, konzipiert. Produkte mit höheren Konzentrationen an Retinoiden, wie Tretinoin, sind jedoch rezeptpflichtig und werden für spezifischere dermatologische Anwendungen verwendet.

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Nebenwirkungen:

Welche unerwünschten Nebenwirkungen können bei der Behandlung mit Retinol auftreten?

Besonders zu Beginn der Behandlung kann es unter der Verwendung von Retinol zu Hautirritationen wie Juckreiz, Brennen, Rötungen oder Schuppenbildung kommen. Zudem erhöht Retinol die Lichtempfindlichkeit der Haut, weshalb empfohlen wird, täglich einen Sonnenschutz zu verwenden. In der Regel ist Retinol aber gut verträglich und die Nebenwirkungen lassen normalerweise nach, wenn die Behandlung zu Beginn jeden zweiten bis dritten Tag pausiert.

Kontraindikation:

Für wen ist Retinol nicht geeignet?

Retinol darf nicht verwendet werden, wenn eine bekannte Überempfindlichkeit gegen Retinol besteht. Außerdem sollte Retinol nicht im Bereich von Schleimhäuten und bei Sonnenbrand verwendet werden. Schwangere und Stillende dürfen Retinol ebenfalls nicht verwenden. Bei Verwendung von rezeptpflichtigen Medikamenten, insbesondere anderen Retinoiden, sollte die Verwendung von Retinol nur unter Rücksprache mit einem Arzt erfolgen.

Über den Autor
Dr. med. Marta Berger ist Fachärztin für Dermatologie und spezialisiert auf die Bereiche Telemedizin, ästhetische Dermatologie, Dermatochirurgie und Lasertherapie.
Quellangaben
    Altmeyer, P.: Vitamin A (27.08.2019) | Abgerufen am 15.07.2023 auf www.altmeyers.org
      Über den Autor
      Dr. med. Marta Berger
      Dr. med. Marta Berger ist Fachärztin für Dermatologie und spezialisiert auf die Bereiche Telemedizin, ästhetische Dermatologie, Dermatochirurgie und Lasertherapie.
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