Allergische Kontaktdermatitis

Allergisches Kontaktekzem

ICD-Code: L23.-

Definition:

Was ist eine allergische Kontaktdermatitis?

Auch: ACD, Allergic contact dermatitis, Contact dermatitis allergic, Ekzem kontaktallergisches, Kontaktallergie; Kontaktallergische Dermatitis; Kontaktallergisches Ekzem

 

Die allergische Kontaktdermatitis, auch allergisches Kontaktekzem genannt, ist eine immunologische Reaktion der Haut auf bestimmte Substanzen bzw. Allergene. Sie gehört zu den häufigsten Hauterkrankungen in Deutschland, insbesondere bei den Berufserkrankungen. Häufige Auslöser sind vor allem Nickel, sowie Kosmetika und Duftstoffe.

Allergische Kontaktdermatitis: Das wichtigste im Überblick

  1. Die häufigsten Auslöser sind Nickel, Kosmetika und Duftstoffe.
  2. Die Diagnose erfolgt mithilfe eines Allergie- bzw. Epikutantest.
  3. Das allergische Kontaktekzem gehört zu den häufigsten Hauterkrankungen in Deutschland.
  4. Es entsteht durch Sensibilisierung auf ein bestimmtes Allergen, mit dem Patienten wiederholt in Kontakt kommen.
  5. Entsteht nur an Körperstellen, die mit dem Allergen in Kontakt gekommen sind.

Symptome:

Wie sieht eine allergische Kontaktdermatitis aus?

Erste Symptome einer allergischen Kontaktdermatitis zeigen sich in der Regel innerhalb von 24–48 Stunden nach Kontakt mit einem auslösenden Allergen. Es bildet sich eine Art Fleck auf der Haut, der von kleinsten Bläschen oder Knoten durchsetzt wird. Er ist deutlich von der gesunden Haut abgrenzbar. Oftmals verspüren Patienten zusätzlich einen Juckreiz. Selbst nach Entfernen des auslösenden Allergens kann sich die Entzündung noch weiter ausbreiten. Handelt es sich um schwere allergische Kontaktekzeme, zeigen sich großflächige Blasen, die aufplatzen und im weiteren Verlauf zu Erosionen (Defekt der Haut), nässenden Wunden, Schmerzen und Krustenbildung führen. Das allergische Kontaktekzem heilt unter Bildung von großflächigen Schuppen, die sich langsam ablösen.

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Ursachen:

Wie entsteht eine allergische Kontaktdermatitis?

Die Ursache, warum es zu einem allergischen Kontaktekzem kommt, liegt in einer Überempfindlichkeitsreaktion der Haut gegenüber bestimmten Substanzen bzw. Allergenen. Diese Reaktion entsteht normalerweise nach wiederholtem Kontakt mit dem Allergen. Nach wiederholtem Kontakt (Sensibilisierung), stuft der Körper das Allergen als fremd ein und es kommt zu einer Art Abwehrreaktion des Körpers auf das Allergen. Dies äußert sich dann in den typischen Symptomen wie weiter oben im Text genannt.

Kommt es allerdings in häufigen Abständen zu dieser allergischen Reaktion, kann sich das allergische Kontaktekzem auch auf Körperbereiche ausbreiten, die in keinem Kontakt zu dem Allergen stehen (allergische Streureaktion).

Die häufigsten Allergene sind:

  • Nickel (besonders in Modeschmuck)
  • Kosmetika und Duftstoffe (Parfüms, Creme, Deodorant)
  • Medikamente

Besonders gefährdete Berufsgruppen sind vor allem:

  • Reinigungspersonal
  • Krankenhauspersonal
  • Friseure
  • Bäcker
  • Maler
  • Dachdecker

 

Ansteckung

Ist eine allergische Kontaktdermatitis ansteckend?

Nein, das allergische Kontaktekzem kann weder auf andere Körperareale noch auf andere Menschen, die keinen Kontakt mit der Substanz hatten, übertragen werden. 

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Diagnose:

Wie erkennt man eine allergische Kontaktdermatitis?

Gerade in der Diagnosefindung ist es besonders wichtig, den Arzt auf vermutete Auslöser oder den ausübenden Beruf hinzuweisen. So lassen sich ggf. schon erste Rückschlüsse ziehen, welche Substanz bzw. Allergen möglicherweise für die Entstehung des allergischen Kontaktekzems verantwortlich sein kann. Zusätzlich wird dein Arzt dich ausführlich körperlich untersuchen, um so andere Erkrankungen ausschließen zu können. Mit einem Selbsttest zu Hause, indem man die im Verdacht stehenden Substanzen meidet, lässt sich schnell feststellen, ob sich das Hautbild verbessert. Normalerweise wird Dein Arzt aber ein Allergietest (Epikutantest) anordnen, um die Diagnose zu sichern. Hierbei werden verschiedene Allergene, sowie die selbst vermuteten Auslöser unter einem Pflaster auf dem Rücken oder Oberarm angebracht. Nach 48–72 Stunden wird das Ergebnis dann ausgewertet.

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Komplikationen:

Ist eine allergische Kontaktdermatitis gefährlich?

Es kann unter Umständen passieren, dass Pilze oder Bakterien die erkrankten Hautstellen befallen, was zu einer Sekundärinfektion führen könnte. Dadurch müsste zusätzlich noch eine antibakterielle bzw. antimykotische (Medikament gegen Pilze) Therapie eingeleitet werden. Außerdem könnte die Infektion sich zusätzlich weiter ausbreiten. In der Regel entstehen Sekundärinfektionen beispielsweise durch Kratzen, sodass für die Erreger eine Eintrittspforte entsteht.

 

Therapie:

Was kann man gegen eine allergische Kontaktdermatitis tun?

Im Allgemeinen besteht die Therapie des allergischen Kontaktekzems in der Identifizierung des auslösenden Allergens und im anschließenden Vermeiden dessen. Zusätzlich lässt sich die erkrankte Hautstelle mit oberflächlichen Cremes, Lotionen oder Salben behandeln. Hierbei werden vor allem Glukokortikoide (Kortison) verwendet, da sie entzündungshemmend und juckreizlindernd wirken. Wie du deine Haut richtig pflegst, wenn Du auf bestimmte Allergene z. B. in Kosmetika reagierst solltest du unbedingt mit deinem Hautarzt besprechen.

 

Wirkstoffe:

Was hilft gegen eine Allergische Kontaktdermatitis?

Dr. Frederic Pfeifer

Autor

Verfasst von Dr. med. Frederic Pfeifer

Dr. med. Frederic Pfeifer ist Facharzt für Dermatologie, Gründer der Online Hautarztapp DERMAFY und Spezialist für entzündliche Hauterkrankungen.

Quellangaben
  • Altmeyer, P.: Kontaktdermatitis allergische (19.01.2020) | Abgerufen am 27.05.2023 auf www.altmeyers.org
  • Altmeyer, P.: Kontaktallergie (03.03.2023) | Abgerufen am 27.05.2023 auf www.altmeyers.org
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