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Angioödem 

Auch bekannt als: Angioedema; Hautschwellung; Quincke-Ödem

ICD-Code: T78.3
Angioödem an der Lippe (Angioedema)
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Definition:

Was ist ein Angioödem?

Das Angioödem beschreibt eine plötzliche starke Schwellung der Haut oder der Schleimhaut. Betroffen ist vor allem das Gesicht, insbesondere die Augenlider, die Lippen, die Zunge oder auch die Genitalien. Kommt es zur Schwellung im Bereich der Atemwege, kann das zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen. Das Angioödem hat mehrere Ursachen und kann unter anderem genetisch bedingt oder durch eine allergische Reaktion verursacht werden. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. In der Regel verschwindet ein Angioödem nach wenigen Tagen.  

Im folgenden Artikel erklären Dir unsere Fachärzt:innen, welche typischen Symptome bei dieser Erkrankung auftauchen, welche Ursachen sie hat und welche Möglichkeiten der Behandlung es gibt.

Symptome:

Wie sieht ein Angioödem aus?

Typisch für das Angioödem sind plötzlich auftretende starke Schwellungen. Sie zeigen sich vor allem im Bereich der Augenlider, der Lippen, dem Kinn, an der Wange oder den Genitalien. Wird das Angioödem durch eine Allergie ausgelöst, wird es in der Regel zusätzlich von einer Nesselsucht (Urtikaria) und starkem Juckreiz begleitet. Das hereditäre Angioödem kann zusätzlich Magen-Darm-Beschwerden, wie Durchfall und Bauchschmerzen verursachen, da diese Form des Angioödems zu einer Schwellung der inneren Organe führen kann. Kommt es zu Schwellungen im Bereich der Zunge und den Atemwegen, ist äußerste Vorsicht geboten, da hier lebensbedrohliche Komplikationen wie Atemnot und im schlimmsten Fall der Erstickungstod möglich sind. 

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Diagnose:

Wie erkennt man ein Angioödem?

Das Angioödem lässt sich in der Regel einfach anhand seines typischen Aussehens erkennen. Die Diagnose erfolgt daher als Blickdiagnose. Selbstverständlich wird dein Arzt dich zu deiner bisherigen Krankengeschichte (Anamnese) befragen, um bereits erste Ursachen zur Entstehung des Angioödems zu finden, beispielsweise durch die Einnahme bestimmter Medikamente (ACE-Hemmer) oder im Zuge einer allergischen Reaktion. Besteht Unklarheit, was die Diagnose betrifft, kann auch eine Blutuntersuchung oder ein Allergietest angeordnet werden. So lassen sich ggf. andere Ursachen ausschließen und eine sichere Diagnose kann gestellt werden. 

Beispielbilder:

So sieht ein Angioödem aus

Ursachen:

Wie entsteht ein Angioödem?

Ein Angioödem kann durch viele verschiedene Ursachen ausgelöst werden.

Zu den häufigsten Ursachen gehören folgende Faktoren: 

  • Allergische Reaktionen: auf bestimmte Lebensmittel (wie Nüsse, Erdbeeren), Insektenstiche, Medikamente (Antibiotika, NSAIDs oder ACE-Hemmer), Latex oder andere Allergene. 
  • Genetische Veranlagung: Werden auch hereditäre Angioödeme genannt. Sie sind seltene, vererbte Erkrankungen, die durch einen Mangel oder eine fehlerhafte Funktion von bestimmten Proteinen (C1-Esterase-Inhibitor) verursacht werden. Dies führt zu immer wiederkehrenden Schwellungen. 
  • Autoimmunerkrankungen: Lupus oder z.B. Schilddrüsenerkrankungen können Angioödeme verursachen. 
  • Idiopathisch: Wenn die genaue Ursache unklar bleibt. Es wird vermutet, dass Immunreaktionen verantwortlich sein können.

 

Besonders wichtig ist, dass man ein Angioödem nicht mit einem Hautausschlag oder einer Nesselsucht (Urtikaria) verwechselt, denn sie haben zwar ähnliche Symptome wie Rötung, Juckreiz und Schwellung, allerdings betrifft das Angioödem tiefere Hautschichten und Schleimhäute und die Nesselsucht (Urtikaria) begrenzt sich auf die Hautoberfläche. 

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Ansteckung:

Ist ein Angioödem ansteckend?

Nein, ein Angioödem ist nicht ansteckend. Es handelt sich um keine Infektionskrankheit und kann auch nicht durch Kontakt mit einer erkrankten Person übertragen werden. Ein Angioödem ist eine allergische Reaktion, die Schwellungen in der Haut, den Schleimhäuten und den inneren Organen verursacht. 

Komplikationen:

Ist ein Angioödem gefährlich?

Ein Angioödem ist in der Regel eine harmlose Erkrankung, die keine langfristigen Beschwerden mit sich bringt. Normalerweise heilt es innerhalb weniger Tage aus und die Symptome klingen ab. Entsteht ein Angioödem allerdings im Bereich der Atemwege, kann die daraus resultierende Schwellung zu lebensbedrohlichen Komplikationen wie Atemnot und im äußersten Fall zum Erstickungstod führen. 

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Dr. Frederic Pfeifer

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Therapie:

Was kann man gegen ein Angioödem tun?

Im Allgemeinen besteht die Therapie des Angioödems in der Identifizierung der auslösenden Ursache und in der anschließenden Behandlung. Wird bei Patienten mit hereditärem Angioödem (HAE) ein Mangel an C1-Esterase-Inhibitor (C1-INH) festgestellt, beinhaltet die Notfallbehandlung die Verabreichung von C1-Esterase-Inhibitor-Konzentrat oder einem Bradykinin-Antagonisten (Icatibant). 

Bei einem Angioödem, das durch Medikamente verursacht wird, sollten anderweitige medikamentöse Behandlungsoptionen gefunden werden. Ein durch eine Allergie ausgelöstes Angioödem wird normalerweise mit Kortison (Glukokortikoiden) und einem Antihistaminikum gegen Juckreiz behandelt. Wenn die Atemwege betroffen sind, kann in Notfällen zusätzlich Adrenalin als Teil der Notfallbehandlung verabreicht werden.  

Wirkstoffe:

Was hilft gegen ein Angioödem?

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Dr. med. Frederic Pfeifer ist Facharzt für Dermatologie, einer der Gründer der digitalen Hautarzt-App DERMAFY und Spezialist für entzündliche Hauterkrankungen.
Quellangaben

Altmeyer, P.: Angioödeme (20.10.2022) | Abgerufen am 12.10.2023 auf www.altmeyers.org

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