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Lidekzem

Auch bekannt als: Dermatitis der Lider, Ekzem der Lider, Ekzem Lidekzem, Eyelid dermatitis, Eyelid eczema, Lidekzem, Lidentzündung

ICD-Code: H01.11
Lidekzem
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Definition:

Was ist ein Lidekzem?

Unter dem Lidekzem versteht man eine Entzündung der Augenlider. Es kann sowohl akut, subakut als auch chronisch auftreten. Typischerweise zeigen sich Rötungen und Schwellungen der Lider, bis hin zur Schuppenbildung. Außerdem besteht ein ausgeprägter Juckreiz. In der Regel sind beide Lider betroffen, es kann aber unter Umständen auch nur ein Lid betroffen sein. Besonders die anatomische Lage und Ausprägung der Lidfalte sind nicht selten ausschlaggebend für die Entstehung des Ekzems. Das Lidekzem kann sowohl Kinder als auch Erwachsene gleichermaßen betreffen.

Im folgenden Artikel erklären Dir unsere Fachärzt:innen, welche typischen Symptome bei dieser Erkrankung auftauchen, welche Ursachen sie hat und welche Möglichkeiten der Behandlung es gibt.

Symptome:

Wie sieht ein Lidekzem aus?

Charakteristisch für das Lidekzem sind Rötungen und Schwellungen der Lider. Zusätzlich kommt es zu ausgeprägtem Juckreiz. Je nach Schweregrad der Entzündung kann es außerdem zu Schuppenbildung und Verdickung der Haut kommen (Lichenifikation). In seltenen Fällen kann es auch zu Verkrustungen kommen. Die Lidfunktion ist unter Umständen eingeschränkt. Es können sowohl beide als auch nur ein Lid betroffen sein. Die Symptome können allerdings individuell variieren und müssen nicht unbedingt alle gemeinsam auftreten.

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Diagnose:

Wie erkennt man ein Lidekzem?

Das Lidekzem wird normalerweise via Blickdiagnose diagnostiziert. Wichtig ist vor allem festzustellen, ob es Kontakt zu auslösenden Allergenen wie z. B. Kosmetika, Kontaktlinsenreiniger oder Pollen gab.

Beispielbilder:

So sieht ein Lidekzem aus

Ursachen:

Wie entsteht ein Lidekzem?

Die häufigste Ursache für die Entstehung eines Lidekzems sind sogenannte Kontaktallergene. Hierbei reagiert der Körper überempfindlich auf körperfremde Stoffe und es kommt zu den oben beschriebenen Symptomen eines Lidekzems. Besonders Augentropfen oder Kontaktlinsenreiniger sind in 50 % der Fälle verantwortlich für die Entstehung eines Ekzems, dicht gefolgt von Kosmetika wie z. B. Wimperntusche oder Make-up. Weitere auslösende Faktoren können unter anderem sein:

  • Reinigungsmittel (Seife, Waschlotionen)
  • Haarpflege (Shampoo, Haarfarbe, Haarspray)
  • Lippenpflege
  • Nagellacke
  • Körperlotionen, Handcremes
  • Waschmittel
 

Kommt es zu einer Übertragung von Allergenen durch die Luft wie z. B. bei Pollen, Parfüms oder Hausstaubmilben, spricht man von einer „Airborne Contact Dermatitis“. Auch das Reiben des Auges mit dem Finger kann unter Umständen ein Lidekzem verursachen, wenn sich unbemerkt Allergene an den Fingern befinden und dann in das Auge gelangen.

Das Lidekzem kann auch im Rahmen einer anderen Hauterkrankung wie der Neurodermitis oder des seborrhoischen Ekzems auftreten.

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Ansteckung:

Ist ein Lidekzem ansteckend?

Nein, das Lidekzem ist nicht ansteckend, da es nicht durch Viren oder Bakterien verursacht wird.

Komplikationen:

Ist ein Lidekzem gefährlich?

Durch den permanenten Juckreiz und dem daraus resultierenden Kratzen ist es möglich, dass Mikrotraumata (kleine oberflächliche Verletzungen der Haut) am Lid entstehen. Dies führt dazu, dass die Hautbarriere angegriffen wird und andere Krankheitserreger wie Bakterien eindringen können und so eine Superinfektion auslösen können. Es ist zwar eher selten der Fall, aber dennoch möglich. Außerdem besteht die Gefahr, dass es zu einer Infiltration von Herpes Viren kommt, und ein sogenanntes Eczema herpeticum (Herpes simplex Infektion) entsteht. Durch die erhöhte Schleimproduktion, die durch das Lidekzem ausgelöst wird, kann es zu Funktionseinschränkungen des Lids, sowie einer chronischen Hornhautentzündung kommen.

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Dr. Frederic Pfeifer

Dermatologe

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Therapie:

Was kann man gegen ein Lidekzem tun?

Ziel der Behandlung ist es, die Ursache für die Entstehung des Ekzems zu finden und das auslösende Allergen in Zukunft zu vermeiden, um einen erneuten Ausbruch der Erkrankung zu verhindern. Das Lidekzem wird in der Regel mit Glukokortikoiden (Kortison) behandelt. In der akuten Phase des Ekzems wird oftmals eine niedrig dosierte, kortisonhaltige Salbe auf das erkrankte Lid aufgetragen, die schnell zu einer Linderung der Symptome beiträgt. In besonders schweren Fällen kann auch eine systemische Therapie (in Tablettenform) mit Glukokortikoiden erfolgen. Nach dem Abklingen der akuten Phase wird meistens auf eine Therapie mit Calcineurininhibitoren umgestiegen. Bei starkem Juckreiz kann zusätzlich ein Antihistaminikum verschrieben werden. Generell sollte aber darauf geachtet werden, dass die Lider gründlich gereinigt werden, da sich Allergene besonders gut in der Lidfalte festsetzen können. Hier empfiehlt sich die Reinigung mit reinem Olivenöl, was zusätzlich auch noch eine pflegende Komponente enthält. Verkrustete Lidränder können mit feuchten Kompressen gelöst und gereinigt werden.

Wirkstoffe:

Was hilft gegen ein Lidekzem?

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Über den Autor
Dr. med. Sebastian Pfeifer ist Facharzt für Dermatologie, einer der Gründer der digitalen Hautarzt-App DERMAFY und Spezialist für Hautkrebserkrankungen.
Quellangaben

Altmeyer, P.: Liddermatitis (01.10.2022) | Abgerufen am 25.01.2023 auf www.altmeyers.org

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Über den Autor
Dr. med. Sebastian Pfeifer ist Facharzt für Dermatologie, einer der Gründer der digitalen Hautarzt-App DERMAFY und Spezialist für Hautkrebserkrankungen.
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Dr. med. Sebastian Pfeifer ist Facharzt für Dermatologie, einer der Gründer der digitalen Hautarzt-App DERMAFY und Spezialist für Hautkrebserkrankungen.
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