Dermatofibrom

ICD-Code: D23.-

Definition:

Was ist ein Dermatofibrom?

Auch: Dermatofibroma, Dermatofibroma lenticulare, Fibrohistozytom, Fibroma durum, Fibrom hartes, fibröses Histiozytom, Fibrosis subepidermalis nodularis, Hämangiom sklerosierendes, hartes Fibrom, Histiocytoma, Histiozytom, Nodular subepidermal fibrosis, Nodulus cutaneus, Sklerosierendes Hämangiom

Das Dermatofibrom beschreibt eine harmlose, gutartige Hautveränderung, bei der es zu Wucherungen des Bindegewebes kommt. Typisch sind einzelne oder in Gruppen auftretende bräunliche/rötliche Knötchen. Es befindet sich sehr häufig an den Unterschenkeln. Insektenstiche können ursächlich für ein Dermatofibrom sein. Aus medizinischer Sicht müssen Dermatofibrome nicht behandelt werden, sie können allerdings als kosmetisch störend empfunden werden.

Dermatofibrom: Das Wichtigste im Überblick

  1. Eine Behandlung ist normalerweise nicht erforderlich.
  2. Insektenstiche sind die häufigste Ursache für ein Dermatofibrom.
  3. Ist eine harmlose, gutartige Hautveränderung.
  4. Befinden sich häufig an den Extremitäten, insbesondere den Unterschenkeln.
  5. Dermatofibrome verursachen keine Beschwerden.

Symptome:

Wie sieht ein Dermatofibrom aus?

Typisch für das Dermatofibrom sind kleine 0,3-1,5 cm große, bräunliche oder rötliche Knötchen, die entweder einzeln oder in Gruppen auftreten. In seltenen Fällen können sie leichten Juckreiz und Schmerzen verursachen. Dermatofibrome lassen sich scharf von der gesunden Haut abgrenzen. In der Mitte sind sie häufig heller und werden im äußeren Bereich dunkler. Die Oberfläche ist normalerweise glatt und warzenartig rau. Wird das Dermatofibrom zwischen den Fingern seitlich gefasst, senkt sich die Haut über dem Knoten ab. Dies bezeichnet man auch als Fitzpatrick-Zeichen. Dermatofibrome befinden sich häufig an den Extremitäten, insbesondere den Unterschenkeln.

Weiches Fibrom:

Auch bekannt als Stielwarze oder Fibroma Molle/Pendulans ist ebenfalls eine gutartige Hautveränderung. Das weiche Fibrom erkennt man an seiner hautfarbenen Farbe und es tritt in der Regel häufiger auf als das harte Fibrom. Es tritt entweder alleine oder in Gruppen (Multipel) auf und wächst mit Beginn der Pubertät. Weiche Fibrome zeigen sich als gestielte Hautausstülpungen und lassen sich normalerweise via Blickdiagnose diagnostizieren.

 

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Ursachen:

Wie entsteht ein Dermatofibrom?

Wie es zu einem Dermatofibrom kommen kann, ist bis heute nicht vollständig wissenschaftlich geklärt. Es wird aber vermutet, dass ein vorheriger Insektenstich, insbesondere der von Zecken, verantwortlich sein könnte. Außerdem verantwortlich für die Entstehung eines Dermatofibroms können sein:

  • Mikrotraumata (kleine Verletzungen und Reizungen der Haut)
  • Haarbalgentzündung (Follikulitis)
  • Infektionen
  • Reaktion bzw. Narbenbildung nach einer Hautschädigung

Alle diese Risikofaktoren können zu einer Immunreaktion und zur Reizung des Bindegewebes führen, was folglich für die Entstehung eines Dermatoms verantwortlich sein kann.

 

Ansteckung

Ist ein Dermatofibrom ansteckend?

Nein, Dermatofibrome sind ungefährlich und nicht ansteckend.  Sie werden nicht durch Infektionen hervorgerufen.

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Diagnose:

Wie erkennt man ein Dermatofibrom?

Bei Verdacht auf ein Dermatofibrom wird Dein behandelnder Arzt Dich gründlich körperlich untersuchen und Deine bisherige Krankengeschichte inklusive aktueller Symptome aufnehmen. In der Regel ist das Dermatofibrom durch eine einfache Blickdiagnose schnell zu diagnostizieren. Bestehen trotz dessen noch Zweifel oder Unklarheiten, kann eine Biopsie, das heißt, eine Gewebeprobe genommen werden, um bösartige Veränderungen auszuschließen. Diese erfolgt schmerzlos durch eine lokale Betäubung.

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Komplikationen:

Ist ein Dermatofibrom gefährlich?

Ein Dermatofibrom ist normalerweise eine ungefährliche Hautveränderung und verursacht keine Komplikationen. Außerdem besteht kein Risiko einer bösartigen Veränderung, wie z. B. Hautkrebs. Die Entfernung erfolgt in der Regel ebenfalls komplikationslos. In den ersten Tagen nach der Entfernung kann es unter Umständen zu leichten Schwellungen und Blutergüssen kommen. Wird ein Dermatofibrom allerdings nicht vollständig entfernt, ist es möglich, dass dieses an gleicher Stelle nachwächst.

 

Therapie:

Was kann man gegen ein Dermatofibrom tun?

Eine Behandlung ist in der Regel nicht notwendig, da es sich um eine gutartige Hautveränderung handelt. Sie kann aber, wenn gewünscht, aus ästhetischen Gründen durchgeführt werden. Dies kann besonders gut durch eine lokale Exzision, also der chirurgischen Entfernung, durchgeführt werden. Hierbei wird der Bereich um das Dermatofibrom betäubt und anschließend im Ganzen herausgeschnitten bzw. chirurgisch entfernt.

Dr. Sebastian Pfeifer

Autor

Verfasst von Dr. med. Sebastian Pfeifer

Dr. med. Sebastian Pfeifer ist Facharzt für Dermatologie, Gründer der Online Hautarztapp DERMAFY und Spezialist für Hautkrebserkrankungen.

Quellangaben
  • Altmeyer, P.: Dermatofibrom (25.10.2022) | Abgerufen am 03.06.2023 auf www.altmeyers.org

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