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Eingewachsener Zehennagel

Auch bekannt als: Eingewachsener Nagel, Onychocryptosis, Onychokryptose

ICD-Code: L60.0
Nagelbettentzündung panaritium
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Definition:

Was ist ein eingewachsener Zehennagel?

Ein Unguis incarnatus beschreibt umgangssprachlich auch einen eingewachsenen Zehennagel, der in umliegendes Gewebe einwächst und eine Entzündung auslösen kann. Es zeigen sich Rötung, Schwellung und mitunter ein starker Druckschmerz. Am häufigsten sind die Großzehen betroffen, nur in seltenen Fällen die restlichen Zehen oder Fingernägel. Ein eingewachsener Zehennagel tritt besonders oft im Alter zwischen 14 und 25 Jahren auf. Ursache ist häufig eine falsche Technik des Nagelschneidens oder zu eng sitzendes Schuhwerk, was zu einer erhöhten Druckbelastung auf den Nagel führt.

Im folgenden Artikel erklären Dir unsere Fachärzt:innen, welche typischen Symptome bei dieser Erkrankung auftauchen, welche Ursachen sie hat und welche Möglichkeiten der Behandlung es gibt.

Symptome:

Wie sieht ein eingewachsener Zehennagel aus?

Ein eingewachsener Nagel zeigt sich typischerweise durch eine Rötung und starke Schwellung entlang des seitlichen Nagelrandes. Oftmals begleitet von pulsierenden Druckschmerzen. In der Regel sind die Großzehen betroffen, seltener die restlichen Zehen- oder Fingernägel. An dem Nagelwall (Paronychium) kann es mitunter zur Ausbildung von Eiteransammlungen kommen. In schweren Fällen kann es zusätzlich zur Ausbildung einer Nagelbettentzündung kommen.

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Diagnose:

Wie erkennt man einen eingewachsenen Zehennagel?

In der Regel ist ein eingewachsener Nagel durch eine einfache Blickdiagnose schnell zu diagnostizieren. Bestehen trotz dessen noch Zweifel oder Unklarheiten, kann ein Abstrich von der Haut genommen werden, um anschließend im Labor mikrobiologisch untersucht zu werden. So lassen sich die genauen Erreger, Bakterien, Viren oder Pilze identifizieren und eine adäquate Therapie einleiten. In leichten Fällen kann die medizinische Fußpflege (Podologie) bereits eine Diagnose stellen. In allen anderen Fällen sollte ein Arzt aufgesucht werden.

 

Beispielbilder:

So sieht ein eingewachsener Zehennagel aus

Ursachen:

Wie entsteht ein eingewachsener Zehennagel?

Die Ursache, warum es zur Ausbildung eines eingewachsenen Nagels kommt, ist normalerweise durch eine falsche Technik des Nagelschneidens. Der Nagel sollte an den äußeren Rändern nicht zu rund oder zu tief nach unten geschnitten werden, denn dies führt dazu, dass der nachwachsende Nagel immer tiefer in das umliegende Gewebe einwächst und zu einer schmerzhaften Entzündung führen kann. Im schlimmsten Fall können dann weitere Erreger wie z. B. Bakterien (Staphylokokkus aureus) eindringen und eine Superinfektion auslösen. Risikofaktoren, die zur Entstehung eines eingewachsenen Nagels führen können, sind vor allem:

  • zu eng sitzendes Schuhwerk (führt zu erhöhtem Druck auf den Nagel)
  • Anatomische Ursachen 
  • Starkes Schwitzen (Hyperhidrose)
  • Genetische Veranlagungen
  • Stoffwechselerkrankungen wie z. B. Diabetes
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Ansteckung:

Ist ein eingewachsener Zehennagel ansteckend?

Nein, ein eingewachsener Nagel ist nicht ansteckend. Er wird weder durch eine Infektion, noch durch andere Erreger verursacht, sondern ist normalerweise das Ergebnis eines falschen Nagelschneidens.

Komplikationen:

Ist ein eingewachsener Zehennagel gefährlich?

Normalerweise handelt es sich bei einem eingewachsenen Nagel um eine harmlose Erkrankung, die gut zu behandeln ist. Wird der eingewachsene Nagel allerdings nicht behandelt, können Bakterien, Viren und andere Erreger eindringen und Entzündungen wie z. B. eine Nagelbettentzündung oder Abszesse (ein mit Eiter gefüllter Hohlraum) auslösen. Außerdem kann es zur Ausbildung von übermäßigem Granulationsgewebe („wildes Fleisch“) kommen, was infolgedessen über den Zehenrand hinaus wächst.

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Dr. Frederic Pfeifer

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Therapie:

Was kann man gegen einen eingewachsenen Zehennagel tun?

Im Allgemeinen richtet sich die Behandlung nach dem Schweregrad der Erkrankung und kann individuell variieren. Es sollte allerdings zuvor immer die Ursache, wie es zur Entstehung des eingewachsenen Nagels kam, beseitigt werden, beispielsweise durch Vermeiden von zu eng sitzendem Schuhwerk und Anwendung der richtigen Nagelschneidetechnik. Der Nagel sollte nicht zu tief und nicht rund geschnitten werden. Zudem sollte auf eine ausreichende Fußhygiene geachtet werden. Unter Umständen empfiehlt es sich, eine medizinische Fußpflege (Podologie) in Anspruch zu nehmen.

Die Therapie lässt sich in zwei verschiedene Arten unterteilen, konservativ oder operativ.

Zur konservativen Therapie gehört:

  • Verwendung eines Tapeverbandes, um den Nagel von der Entzündung zu lösen.
  • Einbringen einer Tamponade (wattierter Pflasterstreifen) zwischen Nagel und entzündetem Nagelwall (kann täglich vom Patienten gewechselt werden).
  • Verwendung von antientzündlichen Salben (Jod) oder Kortisonsalben, zuvor sollte ein Fußbad erfolgen, um das Gewebe aufzuweichen und desinfizierend zu wirken.
  • Befestigung einer Nagelkorrekturspange. Diese wird am Nagelrand befestigt und mittig fixiert. Sie hilft den Nagel langsam wieder nach oben zu bringen und sollte ca. 2–3 Monate angebracht bleiben.

Operative Therapie: Die operative Therapie sollte als Mittel der letzten Wahl angesehen werden, wenn konservative Versuche keinen Erfolg gezeigt haben. Hierbei werden unter lokaler Betäubung die eingewachsenen Nagelecken entfernt und im Anschluss mit einem Pflasterverband versorgt. Kommt es allerdings zu immer wiederkehrenden eingewachsenen Nägeln, kann der betroffene Nagelteil und der seitliche Nagelwall operativ in einer keilförmigen Form entfernt werden, sodass der Nagel in seiner Form an sich schmaler wird. Dies nennt man auch Emmert-Plastik.

Wirkstoffe:

Was hilft bei einem eingewachsenen Zehennagel?

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Über den Autor
Dr. med. Sebastian Pfeifer ist Facharzt für Dermatologie, einer der Gründer der digitalen Hautarzt-App DERMAFY und Spezialist für Hautkrebserkrankungen.
Quellangaben

Altmeyer, P.: Unguis incarnatus (19.12.2023) | Abgerufen am 07.07.2023 auf www.altmeyers.org

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Dr. med. Sebastian Pfeifer ist Facharzt für Dermatologie, einer der Gründer der digitalen Hautarzt-App DERMAFY und Spezialist für Hautkrebserkrankungen.
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