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Lipom

Auch bekannt als: Fettgewebsgeschwulst; Lipoma, Lipom chondroides, Lipome, Lipom pleomorphes, Lipom sklerotisches, Pleomorphes Lipom, Steatom

ICD-Code: D17.0
Lipom
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Definition:

Was ist ein Lipom?

Unter einem Lipom versteht man eine beulen bzw. knubbelartige, unkontrollierte, Ansammlung von Fettzellen. Genauer gesagt handelt es sich um einen gutartigen Weichteiltumor des Fettgewebes, der aber völlig harmlos ist. Das Lipom tritt vor allem im mittleren Alter ab 30 Jahren auf, wobei Männer häufiger betroffen sind als Frauen. Typische Stellen sind vor allem Arme, Schultern und die Oberschenkel. Eine Behandlung ist normalerweise nicht notwendig, kann aber aus kosmetischen Gründen durchgeführt werden.

Im folgenden Artikel erklären Dir unsere Fachärzt:innen, welche typischen Symptome bei dieser Erkrankung auftauchen, welche Ursachen sie hat und welche Möglichkeiten der Behandlung es gibt.

Symptome:

Wie sieht ein Lipom aus?

Typisch für das Lipom ist das Auftreten einzelner oder multipler weicher oder leicht elastischer Beulen oder Knoten. Diese sind normalerweise rund oder länglich geformt und deutlich von dem gesunden Gewebe zu unterscheiden. Die Größe beträgt zwischen 2,0 und 5,0 cm, kann aber in manchen Fällen bis zu 10 cm erreichen. Lipome befinden sich in der Regel unter der Haut (subkutan) und können sich leicht gegenüber den tiefer gelegenen Strukturen verschieben und abgrenzen. Ein typisches Merkmal eines Lipoms ist, dass es oft die darüber liegende Haut halbkugelig nach vorne wölbt, wodurch es sichtbar wird und eine gewisse Kontur bildet. In den meisten Fällen sind Lipome symptomlos und verursachen keine Beschwerden. In seltenen Fällen können Lipome Druck auf Nervenenden ausüben und so unter Umständen Schmerzen verursachen.

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Diagnose:

Wie erkennt man ein Lipom?

Bei Verdacht auf ein Lipom wird dich dein behandelnder Arzt gründlich körperlich untersuchen und deine bisherige Krankengeschichte inklusive aktueller Symptome aufnehmen. In der Regel ist das Lipom durch eine einfache Blickdiagnose schnell zu diagnostizieren. Zusätzlich kann dein Arzt eine Ultraschalluntersuchung oder Magnetresonanztomographie (MRT) anordnen. Hiermit lässt sich die genaue Struktur und mögliche Veränderungen im Fettgewebe besser darstellen. Bestehen trotz dessen noch Zweifel oder Unklarheiten, kann eine Gewebeprobe (Biopsie) genommen werden, um bösartige Veränderungen auszuschließen. Diese erfolgt schmerzlos durch eine lokale Betäubung.

Beispielbilder:

So sieht ein Lipom aus

Ursachen:

Wie entsteht ein Lipom?

Wie es zu einem Lipom kommen kann, ist bis heute nicht vollständig wissenschaftlich geklärt. Es wird aber vermutet, dass es mehrere
Risikofaktoren gibt, die eine Entstehung von Lipomen begünstigen. Diese sind:

  • Genetische Veranlagung
  • Hormonelle Veränderungen, wie z.B. Schwangerschaft
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Erkrankungen wie z.B. Lipomatose
  • Reibung und Verletzungen: Lipome entwickeln sich häufig an Stellen,
    an denen die Haut erhöhter Reibung oder wiederholten Verletzungen
    ausgesetzt ist. Dieser wiederholte Reibungsstress kann zu abnormalem
    Hautwachstum und der Bildung von Lipomen führen.
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Ansteckung:

Ist ein Lipom ansteckend?

Nein, Lipome sind ungefährlich, gutartig und nicht ansteckend. Sie werden nicht durch Infektionen mit Bakterien, Viren oder anderen Erregern hervorgerufen, sondern sind das Ergebnis einer unkontrollierten Ansammlung von Fettgewebe.

Komplikationen:

Ist ein Lipom gefährlich?

Ein Lipom ist normalerweise eine ungefährliche Hautveränderung und verursacht keine Komplikationen. Außerdem besteht kein Risiko einer bösartigen Veränderung, wie z.B. eines Liposarkoms. Die Entfernung erfolgt in der Regel ebenfalls komplikationslos. In den ersten Tagen nach der Entfernung kann es unter Umständen zu leichten Schwellungen und Blutergüssen kommen. Wird ein Lipom allerdings nicht vollständig entfernt, ist es möglich, dass dieses an gleicher Stelle nachwächst.

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Dr. Frederic Pfeifer

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Dr. med. Frederic Pfeifer
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Therapie:

Was kann man gegen ein Lipom tun?

Eine Behandlung ist in der Regel nicht notwendig, da es sich um einen gutartigen Weichteiltumor handelt. Sie kann aber aus ästhetischen Gründen oder wenn es zu Beschwerden wie Schmerzen kommt, durchgeführt werden. Dies kann besonders gut durch eine lokale Exzision, also der chirurgischen Entfernung, durchgeführt werden. Hierbei wird der Bereich um das Lipom betäubt und anschließend im Ganzen herausgeschnitten bzw. chirurgisch entfernt. Zudem gibt es die Möglichkeit einer Liposuktion (Fettabsaugung). Bei diesem Verfahren erfolgt die Entfernung durch eine dünne Kanüle, die in das Lipom eingeführt wird. Anschließend wird das Fett einfach abgesaugt. Diese Methode ist zwar weniger invasiv, allerdings kann es passieren, dass nicht alle Fettzellen abgesaugt werden, was infolgedessen zu einem erneuten Wachstum eines Lipoms führen kann. Ein sogenanntes Rezidiv. Eine weitere Möglichkeit ist die Entfernung des Lipoms mittels einer Injektionslipolyse, auch als Fett-Weg-Spritze bekannt. Hierbei wird Desoxycholsäure in das Lipom gespritzt, was zu einem Abbau der Fettzellen führt. Dies ist allerdings nicht bei allen Lipomen möglich und kann ebenfalls wie bei der Liposuktion zu einem Rezidiv führen.

Wirkstoffe:

Was hilft gegen ein Lipom?

Desoxycholsäure

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Über den Autor
Dr. med. Marta Berger ist Fachärztin für Dermatologie und spezialisiert auf die Bereiche Telemedizin, ästhetische Dermatologie, Dermatochirurgie und Lasertherapie.
Quellangaben

Altmeyer, P.: Lipom (26.02.2020)Abgerufen am 28.08.2023 von www.altmeyers.org

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