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Krätze

Auch bekannt als: Skabies, Acariasis, Acarodermatitis, Krätzeerkrankung, Scabies

ICD-Code: B86
Krätze am Arm (Skabies)
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Definition:

Was ist Krätze?

Skabies, umgangssprachlich auch Krätze genannt, ist eine parasitäre Erkrankung der Haut, bei der es vor allem nachts zu starkem Juckreiz kommt. Klinisch zeigen sich tunnelförmige Milbengänge unter der Haut. Außerdem kann es zu Rötungen, Pusteln und Bläschen kommen. Die Infektion tritt weltweit und sehr häufig auf.

Im folgenden Artikel erklären Dir unsere Fachärzt:innen, welche typischen Symptome bei dieser Erkrankung auftauchen, welche Ursachen sie hat und welche Möglichkeiten der Behandlung es gibt.

Symptome:

Wie erkennt man Krätze?

Charakteristisch für eine Krätzeinfektion ist ein starker Juckreiz, der besonders nachts von ausgeprägter Intensität ist. Außerdem zeigt sich ein Ausschlag in Form von Rötungen, sowie tastbare Milbengänge unter der Haut, die oftmals nur wenige Millimeter lang sind. Am Ende des Ganges findet man meistens ein dunkles Pünktchen, was die Milbe erkennbar werden lässt. Erste Symptome einer Infektion zeigen sich meist erst 3–6 Wochen nach Ansteckung mit dem Erreger. Kommt es zu Pusteln und Bläschen auf der Haut, ist dies oft ein Hinweis auf eine allergische Reaktion des Körpers auf die Milben. Eine Skabiesinfektion kann unter Umständen den ganzen Körper befallen, allerdings gibt es bestimmte Körperregionen, die besonders häufig betroffen sind. Diese sind vor allem:

  • Die Zwischenräume von Zehen und Fingern
  • Ellenbeugen
  • Vordere Achselfalte
  • Brustwarzenhof
  • Gürtel und Knöchelregion
  • Gesäß
 

Der Kopf, Nacken, Rücken sowie die Hand und Fußflächen sind eher selten bis gar nicht betroffen. Eine Ausnahme besteht bei Kleinkindern und Säuglingen, hier sind oftmals Finger und Fußrücken, sowie das Gesicht betroffen.

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Diagnose:

Wie wird Krätze erkannt?

Die Diagnose erfolgt normalerweise durch einen Hautarzt. Besonders der nächtliche Juckreiz ist hier ausschlaggebend und vereinfacht so die Diagnosestellung. Außerdem wird Dein Hautarzt Dich befragen, ob Du im Kontakt zu einer mit Krätze erkrankten Person standest, da dies häufig die Ursache für eine Infektion ist. Durch die eindeutigen Symptome reicht zur Feststellung meist eine Blickdiagnose und gezielte Fragen zum Krankheitsverlauf. Solltest Du oder Dein Kind an den genannten Symptomen leiden, wende Dich gerne per App über unsere Online-Hautarztpraxis an unsere Hautfachärzt:innen. Dort erhältst Du 24/7 in nur wenigen Stunden eine kompetente Diagnose inklusive Therapieplan & Privatrezept direkt zu Dir nach Hause. 

Bei Unklarheiten oder zur weiteren Diagnosesicherung kann der Arzt eine Untersuchung mit einem Dermatoskop (eine spezielle Lupe mit Licht) durchführen und so Milben, Larven oder Eier klar und deutlich erkennen. Zusätzlich ist es möglich, eine mikroskopische Untersuchung von einer kleinen Gewebeprobe der Haut durchzuführen. 

Beispielbilder:

So sieht ein Abszess aus

Ursachen:

Wie bekommt man Krätze?

Krätze wird durch eine Infektion mit dem Krankheitserreger Sarcoptes scabiei hominis ausgelöst. Dabei handelt es sich um weibliche Milben, die sich tunnelförmig unter die Haut graben. Sie befinden sich ausschließlich in der Epidermis und sind dort 30-60 Tage lebensfähig. Nach 2-3 Tagen legen sie Eier und es schlüpfen Larven unter der Haut. Die Übertragung einer Skabies Infektion erfolgt in der Regel durch engen körperlichen Kontakt mit einer erkrankten Person. Dies geschieht beispielsweise durch Sexualkontakt, Bettwärme, unter Kindern oder dem Zusammenleben auf kleinstem Raum. In seltenen Fällen erfolgt eine Übertragung durch flüchtigen Kontakt oder Textilien. Durch den ausgeprägten Juckreiz kommt es zu Mikrotraumata (kleinen oberflächlichen Verletzungen) der Haut, wodurch die Eier verteilt werden können und sich die Infektion weiter ausbreitet.

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Ansteckung:

Ist Krätze ansteckend? Wie lange ist Krätze ansteckend?

Ja, Krätze ist hoch ansteckend. Sie wird durch direkten Hautkontakt übertragen, insbesondere durch länger anhaltenden Kontakt wie beim Schlafen oder engen Körperkontakt. Krätze kann auch durch das Teilen von Kleidung, Handtüchern oder Bettwäsche übertragen werden. Krätze ist ansteckend, solange sich lebende Krätzmilben auf der Haut befinden. Ohne Behandlung kann dies mehrere Monate dauern. Es ist wichtig zu beachten, dass Krätze ansteckend bleibt, bis alle lebenden Milben und ihre Eier abgetötet sind und die Hautirritationen abgeklungen sind. Daher ist es wichtig, dass sowohl infizierte Personen als auch ihre engen Kontakte behandelt werden, um eine erneute Infektion zu vermeiden. Nach Beginn der Behandlung ist eine Person in der Regel innerhalb von 24 bis 48 Stunden nicht mehr ansteckend. Es ist jedoch wichtig, die Anweisungen des Arztes oder der Ärztin genau zu befolgen, um sicherzustellen, dass die Infektion vollständig behandelt wird.

Komplikationen:

Was kann bei Krätze passieren?

Wird eine Skabies Infektion richtig behandelt, heilt sie normalerweise komplikationslos ab. Es kann aber unter Umständen zur Entwicklung eines postskabiösen Ekzems (stark juckendes Ekzem nach einer Skabies-Erkrankung), sowie vereinzelt zur Entstehung anderer Hauterkrankungen wie Schuppenflechte oder Knötchenflechte kommen. Unbehandelt kann Krätze chronisch verlaufen.

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Dr. Frederic Pfeifer

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Therapie:

Wie wird Krätze behandelt?

Die Behandlung einer Krätzeinfektion ist oft langwierig und erfordert unbedingt die Mitarbeit des Patienten. Das Medikament erster Wahl ist eine Lotion mit dem Wirkstoff Permethrin 5 %. Diese wird einmalig aufgetragen und nach 14 Tagen erneut. Es können aber auch Tabletten zum Einsatz kommen, je nach Schweregrad der Erkrankung. Im Allgemeinen gilt aber:

  • Tägliches wechseln der Kleidung und Bettwäsche
  • Bettwäsche sollte über 60 Grad gewaschen werden.
  • Alternativ kann die kontaminierte Kleidung und Bettwäsche auch in einen Plastikbeutel für 3–5 Tage eingelagert werden, da die Milben in diesem Zeitraum von alleine absterben.

Wirkstoffe:

Was hilft bei Krätze?

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Über den Autor
Dr. med. Sebastian Pfeifer ist Facharzt für Dermatologie, einer der Gründer der digitalen Hautarzt-App DERMAFY und Spezialist für Hautkrebserkrankungen.
Quellangaben
  • Altmeyer, P.: Skabies (04.10.2022) | Abgerufen am 25.01.2023 auf www.altmeyer.org
  • Amboss GmbH; Kapitel: Scabies (07.11.2022) | Abgerufen am 25.01.2023 auf www.amboss.org

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Dr. Frederic Pfeifer
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Dermafy Gründer Dr. Frederic Pfeifer
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Über den Autor
Dr. med. Sebastian Pfeifer ist Facharzt für Dermatologie, einer der Gründer der digitalen Hautarzt-App DERMAFY und Spezialist für Hautkrebserkrankungen.
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Dr. med. Sebastian Pfeifer ist Facharzt für Dermatologie, einer der Gründer der digitalen Hautarzt-App DERMAFY und Spezialist für Hautkrebserkrankungen.
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