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Zeckenbiss

Auch bekannt als: Zeckenstich

ICD-Code: X29.9
Zeckenbiss/Zeckenstich
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Definition:

Was ist ein Zeckenbiss?

Von einem Zeckenbiss spricht man, wenn es zu einem Stich von einer Zecke kommt. Die Zecke setzt sich in der Haut fest und ernährt sich von Blut. Je mehr Blut eine Zecke trinkt, desto größer wird sie. Zecken können Infektionen wie die Borreliose und das FSME (Frühsommermeningoenzephalitis) Virus übertragen. Oftmals bleiben Zeckenbisse unentdeckt oder verursachen erst Wochen später Beschwerden. Das Risiko für Zeckenbisse steigt besonders in den Monaten von Frühjahr bis Spätherbst an.

Im folgenden Artikel erklären Dir unsere Fachärzt:innen, welche typischen Symptome bei dieser Erkrankung auftauchen, welche Ursachen sie hat und welche Möglichkeiten der Behandlung es gibt.

Symptome:

Wie sind die Symptome nach einem Zeckenbiss?

Ein Zeckenbiss zeigt sich klassischerweise durch einen schwarzen Punkt in der Haut. Im weiteren Verlauf vergrößert sich dieser Punkt und das Vorhandensein einer Zecke wird deutlich sichtbar. Die Zecke ernährt sich von Blut, d. h. je mehr Blut sie trinkt, desto größer wird sie. Oftmals fallen Zecken auch wieder von alleine von der Haut ab, wenn sie mit Blut vollgesogen sind. Generell sollten Zecken aber so schnell wie möglich entfernt werden, um das Risiko einer Infektion zu senken. Diese sind die Lyme Borreliose und die Frühsommermeningoenzephalitis (FSME). Im Bereich des Zeckenstichs kommt es mitunter zu Juckreiz, Rötungen oder Schwellungen. Zu Zeckenbissen kommt es vor allem im Bereich der Arme, Achselhöhle, Bauch, Rücken oder Kopf, insbesondere dem Haaransatz.

Wie äußert sich eine Borreliose?

Kommt es zu einer Infektion, zeigt sich oftmals, dass das für die Borreliose charakteristische Erythema chronicum migrans. Hierbei handelt es sich um eine ringförmige Rötung, um die Einstichstelle herum. Sie ist scharf begrenzt und lässt sich klar von der gesunden Haut abgrenzen. Man nennt sie auch „Wanderröte“. Oftmals wird diese Rötung von einem allgemeinen Krankheitsgefühl wie Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Fieber oder Lymphknotenschwellung begleitet. Mitunter lässt sich außerdem eine blau-rote Verfärbung des Ohrläppchens, vorwiegend bei Kindern, wahrnehmen. Im weiteren Verlauf der Erkrankung, sprich nach Wochen, Monaten oder Jahren kann sich die Borreliose über den Blutkreislauf auf andere Organe wie z. B. das Herz oder das Gehirn ausbreiten und so zu schwerwiegenden Komplikationen führen.

Was sind die Symptome der Frühsommermeningoenzephalitis (FSME)?

Bei der Frühsommermeningoenezephalitis (FSME) kommt es zu einer Entzündung der Hirnhäute. Sie entsteht durch eine Ansteckung mit dem FSME Virus. Im Laufe der Erkrankung (nach ca. 1–3 Wochen) kommt es zu einem schweren Krankheitsgefühl mit Atembeschwerden, Muskelschmerzen und Durchfall. Darauf folgend kommt es zu Verwirrtheitszuständen, Nackensteifigkeit, Lähmungen und Fieber. Die Symptome können allerdings variieren. 

Beispielbilder:

So sieht ein Zeckenbiss aus:

Ursachen:

Wie entsteht ein Zeckenbiss?

Zu einem Zeckenbiss kommt es normalerweise nach einem Aufenthalt im Freien. Gerade in Wäldern oder im hohen Gras steigt das Risiko, gebissen zu werden. Generell können Zecken aber überall leben und den Menschen befallen. Ebenso steigt das Risiko eines Zeckenbisses in den Monaten von Frühjahr bis Spätherbst. Wichtig zu wissen ist außerdem, dass nicht jeder Zeckenbiss auch eine Infektion auslöst. Risikogebiete in Deutschland sind vor allem Bayern und Baden-Württemberg.

Bestimmte Maßnahmen können die Wahrscheinlichkeit eines Zeckenbisses vermeiden, wenn Sie im Freien unterwegs sind. Diese sind:

  • Das Meiden von hohem Gras und Unterholz
  • Tragen von festem Schuhwerk
  • Helle Kleidung
  • Hosenbeine in die Socken stecken
  • Arme und Beine mit Anti-Zeckenmittel einreiben
  • Nach dem Aufenthalt im Freien den gesamten Körper inspizieren
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Ansteckung:

Ist ein Zeckenbiss ansteckend?

Nein, ein Zeckenbiss ist für andere Menschen nicht ansteckend. Allerdings kann ein Zeckenbiss Krankheiten wie die Borreliose oder das FSME Virus auf den Mensch übertragen und zum Ausbruch einer Infektion führen. Beide Krankheiten sind allerdings nicht von Mensch zu Mensch übertragbar.

Diagnose:

Wie erkennt man einen Zeckenbiss?

Ein Zeckenbiss lässt sich in der Regel aufgrund seines charakteristischen Aussehens, bereits als Blickdiagnose diagnostizieren. Zusätzlich wird Dein Arzt Dich ausführlich körperlich untersuchen und mit Dir Deine aktuelle Krankengeschichte (Anamnese) besprechen. So lassen sich ggf. erste Rückschlüsse, wie es zu dem Zeckenbiss kam, ziehen, beispielsweise durch den Aufenthalt im hohen Gras, im Wald oder bei der Gartenarbeit. Oftmals merken Patienten den Zeckenstich nicht und erste Symptome zeigen sich erst Wochen bis Monate später. Hier ist es besonders wichtig, dem Arzt Hinweise auf den Aufenthalt im Freien zu geben. Zusätzlich kann Dein Arzt eine Blutuntersuchung anordnen, um festzustellen, ob sich Borrelien im Blut nachweisen lassen. Dies ist allerdings nicht immer klar erkennbar und sollte nicht als alleinige Diagnosesicherung veranlasst werden. 

Unsere Fachärzt:innen sind darauf spezialisiert, Zeckenbisse per Online-Diagnose über unsere Online-Hautarztpraxis DERMAFY zu behandeln. Dort erhältst Du 24/7 in nur wenigen Stunden eine kompetente Diagnose inklusive Therapieplan & Privatrezept direkt zu Dir nach Hause. 

Komplikationen:

Wie gefährlich ist ein Zeckenbiss?

Ein Zeckenbiss wird dann gefährlich, wenn er Infektionskrankheiten wie die Borreliose oder das FSME-Virus überträgt. Hier kann es insbesondere bei älteren Menschen zu schwerwiegenden Komplikationen und Spätfolgen kommen. Außerdem kann es passieren, dass beim Entfernen der Zecke, Teile der Zecke im Körper bzw. unter der Haut verbleiben und es infolgedessen zu Entzündungen, dem sogenannten Zeckengranulom, kommt. Daher ist besondere Vorsicht beim Entfernen der Zecke geboten und sollte deshalb stets von Fachkundigen entfernt werden.

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Dr. Frederic Pfeifer

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Therapie:

Was kann man gegen einen Zeckenbiss tun?

Kommt es zu einem Zeckenbiss, sollte die Zecke umgehend professionell entfernt werden. Hier empfiehlt sich die Verwendung einer Splitterpinzette möglichst nahe an der Haut. Es sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass der Zeckenkopf gefasst wird und am Zeckenkörper nicht manipuliert wird, da es ansonsten zu einer unvollständigen Entfernung der Zecke kommen kann.

Besonders wichtig bei der Behandlung der Borreliose ist der schnelle Therapiebeginn, da Antibiotika in diesem Stadium besonders wirksam sind. Mittel erster Wahl sind hier vor allem Antibiotika mit dem Wirkstoff Doxycyclin.

Ist durch den Zeckenbiss der FSME Virus übertragen worden, erfolgt lediglich eine symptomatische Behandlung, um beispielsweise grippeähnliche Beschwerden zu lindern. Die Erkrankung heilt in der Regel von alleine und ist normalerweise bei jungen Menschen und Kindern ungefährlich. Bei älteren ist hier Vorsicht geboten, da es unter Umständen zu schwerwiegenden Komplikationen kommen kann. Außerdem besteht die Möglichkeit einer Impfung gegen das FSME-Virus.

Wirkstoffe:

Was hilft bei einem Zeckenbiss:

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Über den Autor
Dr. med. Sebastian Pfeifer ist Facharzt für Dermatologie, einer der Gründer der digitalen Hautarzt-App DERMAFY und Spezialist für Hautkrebserkrankungen.
Quellangaben

Altmeyer, P.: Zeckenstich (01.11.2017) | Abgerufen am 18.05.2023 auf www.altmeyers.org

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