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Borkenflechte

Auch bekannt als: Impetigo contagiosa

ICD-Code: L01.0
Borkenflechte um Mund
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Definition:

Was ist Borkenflechte?

Impetigo contagiosa, auch bekannt als Borkenflechte, ist eine hochansteckende bakterielle Hauterkrankung. Sie betrifft vor allem Kinder und ist daher besonders in Schulen und Kitas weit verbreitet. Typisch für die Erkrankung ist die Bildung von mit Flüssigkeit gefüllten Bläschen und Pusteln, die insbesondere im Gesicht und den Händen auftreten. Die Bläschen sind bedeckt von einer honiggelben Kruste. Die Ansteckung erfolgt über direkten Kontakt von Mensch zu Mensch oder über eine Schmierinfektion, beispielsweise durch kontaminierte Alltagsgegenstände. Die Borkenflechte ist so lange ansteckend, bis alle Bläschen komplett verheilt sind. Dies erfolgt normalerweise innerhalb von 10 Tagen.

Im folgenden Artikel erklären Dir unsere Fachärzt:innen, welche typischen Symptome bei dieser Erkrankung auftauchen, welche Ursachen sie hat und welche Möglichkeiten der Behandlung es gibt.

Symptome:

Wie sieht Borkenflechte aus?

Typisch für die Borkenflechte ist die Ausbildung von mit eitriger Flüssigkeit gefüllten Bläschen. Zu Beginn der Erkrankung, nach einer Inkubationszeit von 2 bis 10 Tagen, zeigen sich zunächst rote juckende Flecken, die sich im weiteren Verlauf der Erkrankung zu Bläschen und Pusteln entwickeln. Kommt es zum Aufplatzen der Bläschen, bildet sich die für die Borkenflechte charakteristische honiggelbe Kruste. Diese fällt zum Ende der Erkrankung von selbst ab. Es sollte besonders darauf geachtet werden, nicht mit der Bläschenflüssigkeit oder der Kruste in Kontakt zu kommen, da diese hochinfektiös sind und es so zu einer Übertragung der Erkrankung auf andere Menschen kommen kann. Die Borkenflechte betrifft vor allem das Gesicht und die Hände, kann aber auch an den Mundwinkeln oder dem Körperstamm auftreten.

Beispielbilder:

So sieht ein Abszess aus

Ursachen:

Wie entsteht Borkenflechte?

Der häufigste Auslöser einer Borkenflechte ist die Infektion mit sogenannten Staphylokokken (80 % Staphylokokkus aureus) oder Streptokokken. Sie gehören zu den Bakterien und verursachen eine Infektion, indem sie von Mensch zu Mensch übertragen werden. Außerdem kann die Borkenflechte über eine Schmierinfektion, beispielsweise durch das gleichzeitige Benutzen von Handtüchern oder anderen Alltagsgegenständen, übertragen werden. Zusätzlich können bestehende Hautschädigungen, wie Wunden, Ekzeme oder Abschürfungen das Eintreten der Erreger begünstigen. Unterschiedliche Erreger lösen normalerweise zwei verschiedene Formen der Borkenflechte aus. Diese sind:

  • Kleinblasige Form: Häufig durch Streptokokken verursacht.
  • Großblasige Form: Häufig durch Staphylokokken verursacht.
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Ansteckung:

Ist die Borkenflechte ansteckend?

Ja, die Borkenflechte ist eine hochansteckende bakterielle Hautinfektion. Sie wird normalerweise durch direkten Kontakt von Mensch zu Mensch, also als Schmierinfektion, übertragen. Die Erreger können sich unter anderem auf Handtüchern oder anderen Alltagsgegenständen befinden. Die Borkenflechte ist so lange ansteckend, bis alle offenen und wunden Hautbereiche abgeheilt sind.

Diagnose:

Wie erkennt man Borkenflechte?

Bei Verdacht auf eine Infektion mit der Borkenflechte wird Dein behandelnder Arzt Dich gründlich körperlich untersuchen und Deine bisherige Krankengeschichte inklusive aktueller Symptome aufnehmen. In der Regel ist die Borkenflechte durch eine einfache Blickdiagnose wie z. B. über unsere Hautarzt-App schnell zu diagnostizieren. Bestehen trotz dessen noch Zweifel oder Unklarheiten, kann ein Abstrich von der Haut oder dem Rachenbereich genommen werden, um anschließend im Labor mikrobiologisch untersucht zu werden. So lassen sich die genauen Erreger identifizieren und eine adäquate Therapie einleiten.

Komplikationen:

Ist die Borkenflechte gefährlich?

Die Borkenflechte ist zwar eine hochansteckende Erkrankung, sie verläuft in der Regel aber harmlos. Dennoch kann sie in seltenen Fällen Komplikationen verursachen. Dazu gehören die Entstehung einer Mittelohrentzündung oder eine Entzündung der Niere (Glomerulonephritis). Bei neu auftretenden Symptomen oder einer Verschlimmerung der Erkrankung sollte daher immer Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden

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Dr. Frederic Pfeifer

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Dr. med. Frederic Pfeifer
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Therapie:

Was kann man gegen Borkenflechte tun?

Die Therapie richtet sich nach dem Schweregrad der Borkenflechte. Bei einer leichten Erkrankung reicht in der Regel die Verwendung von lokalen Antiseptika, um Bakterien abzutöten. Bei schweren Ausprägungen der Erkrankung kann die Verwendung eines Antibiotikums in Form von Tabletten oder antibiotischen Salben erforderlich sein.  Generell ist es besonders wichtig, dass auf eine ausreichende Hygiene geachtet wird, um eine Übertragung der Borkenflechte auf andere Menschen zu vermeiden. Dazu gehören das regelmäßige Händewaschen sowie den Kontakt zu anderen Menschen, beispielsweise in der Schule oder in der Kita, solange zu vermeiden, bis die Krusten abgeheilt sind und keine Gefahr der Ansteckung mehr besteht.

Wirkstoffe:

Was hilft gegen Borkenflechte?

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Über den Autor
Dr. med. Marta Berger ist Fachärztin für Dermatologie und spezialisiert auf die Bereiche Telemedizin, ästhetische Dermatologie, Dermatochirurgie und Lasertherapie.
Quellangaben

Altmeyer, P.: Impetigo contagiosa (11.04.2021) | Abgerufen am 10.06.2023 auf www.altmeyers.org 

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Dr. med. Marta Berger ist Fachärztin für Dermatologie und spezialisiert auf die Bereiche Telemedizin, ästhetische Dermatologie, Dermatochirurgie und Lasertherapie.
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