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Diffuser Haarausfall

Auch bekannt als: Effluvium, Defluvium, Haarausfall, Outflowing of the hair, Telogenem Effluvium

ICD-Code: L65.0
Diffuser Haarausfall
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Definition:

Was ist diffuser Haarausfall?

Unter diffusem Haarausfall versteht man den verstärkten Ausfall der Kopfhaare. Es zeigen sich keine kahlen Stellen, sondern es kommt zu einem immer feiner und weniger werden der Kopfhaare. Oft wird die Kopfhaut am Haaransatz sichtbarer. Typischerweise kommt es zum Verlust von mehr als 100 Haaren pro Tag. Die Ursachen können vielfältig sein, besonders häufig ist aber ein Eisenmangel Grund für den Haarausfall. Auch Stress und eine hohe psychische Belastung können mitunter verantwortlich sein. Nicht zu Verwechseln ist der diffuse Haarausfall mit der Alopezia areata, dem sogenannten kreisrunden Haarausfall, bei dem es zu kahlen kreisrundenStellen auf der Kopfhaut kommt. 

Symptome:

Wie erkennt man einen diffusen Haarausfall?

Diffuser Haarausfall zeigt sich durch ein vermehrtes Ausfallen der Kopfhaare. Es kommt zum Ausfall von mehr als 50–100 Haaren pro Tag. Diffuser Haarausfall verursacht keine kahlen Stellen, es kommt aber zu einem insgesamt dünner werdendem Kopfhaar. Mitunter kann die Kopfhaut, insbesondere am Haaransatz sichtbarer werden. Außerdem erscheinen die Haare feiner, weniger voluminös und Patienten fühlen einen deutlichen Unterschied in der Dicke.

Beispielbilder:

So sieht diffuser Haarausfall aus

Ursachen:

Wie entsteht diffuser Haarausfall?

Die Ursache, warum es zu diffusem Haarausfall kommt, kann verschiedene Gründe haben. Diese können sein:

  • Eisenmangel 
  • Mangelernährung (insbesondere Zink und Vitamine)
  • Stress und eine hohe psychische Belastung
  • Infekte: ca. 2-4 Monate nach einer Infektion kann es zu plötzlich einsetzendem Haarausfall kommen, beispielsweise nach einer Grippe
  • Hauterkrankungen der Kopfhaut, z. B. Schuppenflechte, Neurodermitis oder Pilzerkrankungen
  • Jahreszeitenwechsel (besonders im Frühling und Herbst)
  • schwere Erkrankungen wie z. B. Tumorerkrankungen
  • Hormonumstellungen: Menopause, Absetzen der Antibabypille, Schwangerschaft
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Medikamente (z. B. Chemotherapeutika)
  • Zug oder Druck (z. B. ein strenger Zopf)
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Komplikationen:

Was kann bei diffusem Haarausfall passieren?

Diffuser Haarausfall ist eine harmlose Erkrankung, die zu keinem gesundheitlichen Schaden führt. Allerdings kann sie insbesondere bei Frauen zu einem hohen psychischen Leidensdruck führen.

Diagnose:

Wie wird diffuser Haarausfall vom Arzt erkannt?

Die Diagnose diffuser Haarausfall wird Dein Dermatologe in der Regel nach verschiedenen Untersuchungen stellen. Grundsätzlich wird er Dich erst einmal körperlich untersuchen und Deine aktuelle Krankengeschichte (Anamnese) mit Dir besprechen. So können ggf. bereits erste Ursachen für den Haarausfall gefunden werden. Zusätzlich können weitere Untersuchungen bezüglich des Haarstatus erfolgen. Diese sind:

  • Analyse der Haarausfall-Rate durch einen Haarwasch-Test: Das bedeutet, die Haare werden nach 5 Tagen gewaschen und die verlorenen Haare, die im Sieb des Abflusses verbleiben, werden geschätzt.
  • Haarzupftest, um den klinischen Befund zu bewerten
  • Trichogramm: Eine Haarwurzelanalyse
  • Blutentnahme: Blutbild, Bestimmung von Schilddrüsenwerte, Ferritin (Eisen), Geschlechtshormone, Vitamine und Mineralstoffe

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Therapie:

Wie wird diffuser Haarausfall behandelt?

Ziel der Therapie ist es, die Ursache für den Haarausfall zu finden und die Grunderkrankung zu behandeln. Zusätzlich sollten Risikofaktoren wie das Tragen strenger Zöpfe vermieden werden. Stress sollte ebenfalls reduziert werden. Hierzu können Entspannungstechniken unterstützend helfen. Außerdem ist auf eine gesunde Ernährung mit ausreichend Nährstoffen zu achten. Um das Haarwachstum anzuregen, können Lösungen mit dem Wirkstoff Minoxidil verwendet werden. Diese werden 1–2 täglich auf die Kopfhaut aufgetragen. Bis die Haare vollständig nachgewachsen sind, kann es unter Umständen mehrere Monate bis zu einem Jahr dauern.

Wirkstoffe:

Was hilft bei Haarausfall?

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Über den Autor
Dr. med. Frederic Pfeifer ist Facharzt für Dermatologie, einer der Gründer der digitalen Hautarzt-App DERMAFY und Spezialist für entzündliche Hauterkrankungen.
Quellangaben

Altmeyer, P.: Effluvium (01.07.2022) | Abgerufen am 04.03.2023 auf www.altmeyers.org

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