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Mundsoor

Auch bekannt als: Orale Candidose, Orale Candidiasis; Orale Kandidose, Orale Candidose; oropharnyngeale Candidiasis; Oropharyngeale Candidose; Stomatitis candidamycetica

ICD-Code: B37.0
Candidose auf der Zunge
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Definition:

Was ist Mundsoor?

Die orale Candidose oder auch besser bekannt als Mundsoor ist eine Hefepilzinfektion des Mundraums. Typisch ist das Auftreten von weißlichen Belägen und Flecken, die besonders die Zunge und die Mundschleimhaut befallen. Weiterhin kommt es zu Schmerzen, Brennen oder Rötungen. Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, Säuglinge oder ältere Menschen sind besonders häufig betroffen. Die Erkrankung ist normalerweise harmlos und wird mit antimykotischen (gegen Pilze wirkend) Medikamenten behandelt. 

Im folgenden Artikel erklären Dir unsere Fachärzt:innen, welche typischen Symptome bei dieser Erkrankung auftauchen, welche Ursachen sie hat und welche Möglichkeiten der Behandlung es gibt.

Symptome:

Wie sieht Mundsoor aus?

Typisch für Mundsoor ist, das Auftreten von weißen, cremigen oder gelblichen Flecken oder Belägen (Plaques) im Mundraum, insbesondere auf der Zunge, der Mundschleimhaut, dem Gaumen, den Mandeln oder dem Rachen. Diese Beläge lassen sich in der Regel leicht abstreifen, jedoch befindet sich unter ihnen häufig eine tiefrote blutende und geschwollene Schleimhaut, die von Schmerzen und Brennen begleitet wird. Patienten verspüren oftmals ein pelziges Gefühl im Mund und es kann zusätzlich zu Geschmacksstörungen oder zu Problemen beim Schlucken kommen. Außerdem kann es zur Entwicklung eines übelriechenden Mundgeruchs kommen, der gerade für Außenstehende Personen sehr unangenehm sein kann. 

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Diagnose:

Wie erkennt man Mundsoor?

Normalerweise ist Mundsoor von einem geschulten Auge schnell zu erkennen, auf Grund seines typischen Aussehens und den weißen Belägen im Mundraum. Nichtsdestotrotz wird dein Arzt eine ausführliche körperliche Untersuchung bei dir durchführen und deine Krankengeschichte aufnehmen, da es bestimmte Faktoren gibt, die eine Erkrankung begünstigen. Beispielsweise durch inhalative Glukokortikoide, Zahnprothesen oder eine Immunsuppression, z.B. im Rahmen einer HIV-Infektion oder einer Tumorerkrankung. 

Um die Diagnose zu sichern und um zu untersuchen, um welchen Erreger es sich handelt, wird dein Arzt zusätzlich eine mikrobiologische Untersuchung anordnen. Dies geschieht in der Regel durch einen Abstrich an der Mundschleimhaut. So lässt sich der Erreger identifizieren und eine adäquate Therapie einleiten.

Beispielbilder:

So sieht Mundsoor aus

Ursachen:

Wie entsteht Mundsoor?

Mundsoor wird durch sogenannte Hefepilze (Candida) verursacht, wobei Candida albicans die häufigste Ursache ist. Diese Hefepilze finden sich bei gesunden Menschen normalerweise auf der Haut und Schleimhäuten.  In der Regel verursachen sie keine Probleme und sind in einem Gleichgewicht mit anderen Mikroorganismen im Körper. Kommt es allerdings zu einem Ungleichgewicht, und die Hefepilze überwachsen, führt dies zu den typischen Symptomen des Mundsoors. Häufig ist eine tiefer liegende Grunderkrankung verantwortlich für die Entstehung eines Mundsoors. Folgende Ursachen können zu außerdem zu Mundsoor führen: 

  • Antibiotikatherapie 
  • Geschwächtes Immunsystem 
  • Kortisontherapie 
  • Diabetes mellitus 
  • Stress 
  • Asthma Sprays 
  • HIV 
  • Chemotherapien 
  • Zahnprothesen 
  • Eine zu intensive Mundhygiene
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Ansteckung:

Ist Mundsoor ansteckend?

Ja, Mundsoor ist ansteckend. Zu einer Infektion kommt es meist jedoch nur bei einem geschwächten Immunsystem oder bei einer Schädigung der Mundschleimhaut. Ein erhöhtes Risiko haben ältere Personen, Säuglinge oder immunsupprimierte Menschen. Eine Übertragung erfolgt normalerweise durch direkten Kontakt von Mensch zu Mensch, beispielsweise durch Speichel.  Die Erreger können sich unter anderem auf Löffeln, Bechern oder Schnullern befinden. Wichtig ist außerdem, dass ältere Menschen, Säuglinge und immungeschwächte Menschen ein besonders hohes Risiko haben, sich mit Mundsoor zu infizieren. 

Komplikationen:

Ist Mundsoor gefährlich?

In der Regel lässt sich Mundsoor gut behandeln und führt nur in seltenen Fällen zu Komplikationen. Bei immungeschwächten Patienten hingegen kann es zur Ausbreitung der Pilzinfektion auf den gesamten Körper kommen. Man spricht hier auch von einer systemischen Pilzinfektion. Diese Form der Infektion ist deutlich hartnäckiger und schwieriger zu behandeln, was folglich weitere Komplikationen mit sich bringen kann. Hierzu gehört unter anderem ein Pilzbefall der Speiseröhre, des Herzens, der Lunge oder des zentralen Nervensystems. Daraus resultierend kann sich eine lebensbedrohliche Candida-Sepsis entwickeln, die zu einem multi-Organversagen führen kann. 

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Therapie:

Was kann man gegen Mundsoor tun?

Im Allgemeinen erfolgt die Behandlung des Mundsoors mit Antimykotika (gegen Pilze wirkend), entweder in lokaler Form, durch die Anwendung einer Mundspülung, alternativ Lutschtabletten oder oral eingenommene Antimykotika in Form von Tabletten oder Kapseln. Die Therapie sollte unbedingt nach den Anweisungen des Arztes durchgeführt werden, auch wenn die Symptome nachlassen, um sicherzustellen, dass die Infektion vollständig beseitigt wird. Zusätzlich zur medikamentösen Therapie können Lebensstiländerungen wie eine sorgfältige Mundhygiene, Sanierung der Zähne und/oder Prothesen sowie die Behandlung der Grunderkrankung dazu beitragen, Mundsoor zu behandeln und zukünftige Infektionen zu vermeiden. Immungeschwächte Patienten sollten beim Auftreten einer Pilzinfektion unverzüglich einen Arzt aufsuchen, um das Risiko einer lebensbedrohlichen Candida-Sepsis zu vermeiden. 

Wirkstoffe:

Was hilft bei Mundsoor:

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Dr. med. Frederic Pfeifer ist Facharzt für Dermatologie, einer der Gründer der digitalen Hautarzt-App DERMAFY und Spezialist für entzündliche Hauterkrankungen.
Quellangaben

Altmeyer, P.: Candidose der Mundschleimhaut (15.12.2019) I Abgerufen am 09.11.2023 auf www.altmeyers.org

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