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Erythema nodosum

Auch bekannt als: Dermatitis contusiformis, Erythema contusiforme, Knotenerythem, Knotenrose, Tuberkulid nodöses

ICD-Code: L52.0
Erythema+nodosum
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Definition:

Was ist ein Erythema nodosum?

Das Erythema nodosum beschreibt eine schmerzhafte Hautentzündung, die sich typischerweise durch hellrote bis rote Knoten an den Unterschenkeln, Armen oder den Oberschenkeln zeigt. Häufig ist die genaue Ursache nicht auszumachen, meist liegt jedoch eine tiefer liegende Grunderkrankung, wie eine Autoimmunerkrankung oder eine Reaktion auf bestimmte Medikamente zugrunde. Die Erkrankung verläuft in der Regel komplikationslos und heilt selbstständig nach Behandlung der Ursachen innerhalb weniger Wochen aus. In unserer Online-Hautarztpraxis von DERMAFY behandeln unsere Hautärzt:innen jeden Tag viele Patient:innen mit einem Erythema nodosum über unsere App.

Im folgenden Artikel erklären Dir unsere Fachärzt:innen, welche typischen Symptome bei dieser Erkrankung auftauchen, welche Ursachen sie hat und welche Möglichkeiten der Behandlung es gibt.

Symptome:

Wie sieht ein Erythema nodosum aus?

Typisch für das Erythema nodosum ist die Ausbildung von hellroten bis roten, schmerzhaften Knoten und Plaques. Sie weisen eine glatte Oberfläche auf und sind zwischen wenigen Millimetern und mehreren Zentimetern groß. Häufig befinden sie sich an den Schienbeinen bzw. den Unterschenkeln, können sich aber auch an anderen Stellen wie den Armen oder den Oberschenkeln entwickeln. Zusätzlich kann das Erythema nodosum von allgemeinen Krankheitssymptomen wie Fieber, Abgeschlagenheit und Gelenkschmerzen begleitet werden. Die Hautläsionen können sich im Verlauf der Erkrankung verändern und zu einer grünlich-blauen Farbe wechseln, bevor sie schlussendlich verblassen.

 

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Diagnose:

Wie erkennt man ein Erythema nodosum?

Gerade in der Diagnosefindung ist es besonders wichtig, den Arzt auf eingenommene Medikamente und Vorerkrankungen hinzuweisen. So lassen sich gegebenenfalls schon erste Rückschlüsse ziehen, welche Wirkstoffe möglicherweise für die Entstehung des Erythema nodosums verantwortlich sein können. Zusätzlich wird Dein Arzt dich ausführlich körperlich untersuchen, um andere Erkrankungen ausschließen zu können. Außerdem kann Dein Arzt einen Bluttest anordnen, so lassen sich eventuelle Infektionen oder Autoimmunerkrankungen nachweisen. Besteht weiterhin Unklarheit bei der Diagnose, kann eine Hautprobe genommen werden, die dann histologisch untersucht wird.

Beispielbilder:

So sieht ein Erythema nodosum aus

Ursachen:

Wie entsteht ein Erythema nodosum?

Warum es zur Ausbildung eines Erythema nodosums kommt, ist nicht immer genau identifizierbar. Dies bezeichnet man auch als idiopathisch. In vielen Fällen entsteht ein Erythema nodosum als Reaktion der Haut auf bestimmte Medikamente oder ist die Folge einer tiefer liegenden Grunderkrankung. Diese Faktoren können mitunter die Ursache für die Entstehung eines Erythema nodosums sein:

  • Infektionen (insbesondere durch Streptokokken-Bakterien oder Tuberkulose)
  • Autoimmunerkrankungen (Morbus Crohn, Sarkoidose, Colitis ulcerosa, systemischer Lupus erythematodes)
  • Medikamente (Antibiotika, orale Kontrazeptiva (Antibabypille), NSAID (Ibuprofen)
  • Schwangerschaft
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Ansteckung:

Ist ein Erythema nodosum ansteckend?

Nein, das Erythema nodosum an sich ist keine ansteckende Erkrankung. Allerdings liegt einem Erythema nodosum oft eine tiefer liegende Erkrankung zugrunde, die beispielsweise im Falle einer bakteriellen Infektion ansteckend sein kann. Zeigen sich Symptome eines Erythema nodosums sollte immer ein Arzt aufgesucht werden, um die Ursache herauszufinden und entsprechend behandeln zu lassen.

Komplikationen:

Ist ein Erythema nodosum gefährlich?

Bei dem Erythema nodosum handelt es sich normalerweise um eine relativ harmlose Erkrankung ohne große Komplikationen. Nach Behandlung der zugrunde liegenden Ursache heilt das Erythema nodosum normalerweise von selbst aus. In seltenen Fällen kann es allerdings passieren, dass sich die infizierten Herde ausbreiten. Man spricht hier auch von der ,,subakuten migratorischen Pannikulitis“ oder auch ,,Erythema nodosum migrans“. Diese Form der Erkrankung dauert deutlich länger, ist aber weniger schmerzhaft und entwickelt sich auch langsamer vorwärts.

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Dr. Frederic Pfeifer

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Dr. med. Frederic Pfeifer
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Therapie:

Was kann man gegen ein Erythema nodosum tun?

Im Allgemeinem besteht die Therapie des Erythema nodosums entweder in der Identifizierung des auslösenden Wirkstoffs und im anschließenden Vermeiden bzw. absetzen dessen oder wenn die Ursache eine tiefer liegende Erkrankung zugrunde hat, in der Behandlung dieser. Das Erythema nodosum heilt in der Regel selbstständig innerhalb 3-6 Wochen mit entsprechender Behandlung ab. Die Verwendung von kühlenden Kompressen, sowie das Hochlegen der Beine kann helfen, die Beschwerden zu lindern sowie Schwellungen zu reduzieren. Zusätzlich lassen sich die erkrankten Hautstellen mit oberflächlichen Cremes, Lotionen oder Salben behandeln. Hierbei werden vor allem Glukokortikoide (Kortison) verwendet, da sie entzündungshemmend und juckreizlindernd wirken. In schweren Fällen kann es mitunter nötig sein, dass Tabletten eingenommen werden müssen. Häufig kommt es zu einem erneuten Auftreten (Rezidiv) der Erkrankung.

Wirkstoffe:

Was hilft bei einem Erythema nodosum?


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Über den Autor
Dr. med. Marta Berger ist Fachärztin für Dermatologie und spezialisiert auf die Bereiche Telemedizin, ästhetische Dermatologie, Dermatochirurgie und Lasertherapie.
Quellangaben

Altmeyer, P.: Erythema nodosum (13.04.2023) Abgerufen am 28.09.2023 von www.altmeyers.org

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Dr. Frederic Pfeifer
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