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Milien

Auch bekannt als: Grießkörner

ICD-Code: L72.8
Milien
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Definition:

Was sind Milien?

Milien, umgangssprachlich auch Grieskörner genannt, sind stecknadelkopfgroße gelblich-weiße Knötchen bzw. Epithelzysten, die unterhalb der Hautoberfläche liegen. Sie treten vor allem im Gesicht, besonders um die Augen, an Wangen oder an den Schläfen auf. Eine genaue Ursache für die Entstehung gibt es nicht, in der Regel treten sie spontan auf. Milien befallen häufig junge Erwachsene, vorzugsweise Frauen, aber auch Neugeborene und Säuglinge während des 1. Lebensjahres sind betroffen.

Im folgenden Artikel erklären Dir unsere Fachärzt:innen, welche typischen Symptome bei dieser Erkrankung auftauchen, welche Ursachen sie hat und welche Möglichkeiten der Behandlung es gibt.

Symptome:

Wie sehen Milien aus?

Milien zeigen sich als ca. 0,1-0,4 cm große gelblich-weiße Knötchen. In der Regel befinden sie sich sehr oberflächlich in der Haut gelegen. Sie treten normalerweise zu mehreren auf und weisen eine kugelartige Form auf. Außerdem lassen sie sich gut zur gesunden Haut abgrenzen. Milien verursachen keine Beschwerden und sind daher symptomlos. Sie treten vor allem im Gesicht, insbesondere an Wangen, an den Schläfen und um die Augen herum auf.

Arten:

Welche Formen der Milien gibt es?

Milien lassen sich in zwei verschiedene Formen einteilen. Diese sind:

  • Primäre Milien: Dieser Typus entsteht in der Regel spontan und ohne einen genauen Grund.
  • Sekundäre Milien: Diese Form der Milien entsteht häufig nach Erkrankungen wie z. B. bullösen Dermatosen oder nach Verletzungen wie Abschürfungen oder Verbrennungen.

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Diagnose:

Wie erkennt man Milien?

Milien lassen sich in der Regel aufgrund ihres typischen Aussehens einfach diagnostizieren. Normalerweise reicht hier bereits eine Blickdiagnose aus. Unter Umständen kann Ihr Arzt mithilfe eines Dermatoskop (eine spezielle Lupe mit Licht) eine genauere Untersuchung durchführen. So lassen sich andere Hauterkrankungen bereits ausschließen. Zusätzlich wird er mit Dir Deine aktuelle Krankengeschichte (Anamnese) besprechen, so lassen sich ggf. erste Rückschlüsse auf die Ursache ziehen und um welche Form der Milien es sich handelt.

Beispielbilder:

So sehen Milien aus

Ursachen:

Wie entstehen Milien?

Die Ursache, warum es zur Entstehung von Milien kommt, ist bis heute nicht geklärt. Es wird vermutet, dass es genetisch bedingt zu einer familiären Vererbung bzw. einer erhöhten Häufung von Milien kommt. Zudem können Milien im Falle der sekundären Form durch verschiedene Ursachen ausgelöst werden. Diese sind unter anderem:

  • Nach Erkrankungen wie bullösen Dermatosen
  • Verletzungen/Abschürfungen der Haut
  • Verbrennungen (Sonnenbrand)
  • Nach einer Therapie mit bestimmten Krebsmedikamenten (Tyrosinkinaseinhibitoren)
 

In der Regel treten sie aber spontan, ohne eine genaue Ursache auf.

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Komplikationen:

Sind Milien gefährlich?

Milien sind eine harmlose Hauterkrankung, die keinerlei Beschwerden oder Komplikationen verursacht. Sie können lediglich, insbesondere bei Frauen, als kosmetisch störend angesehen werden.

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Dr. Frederic Pfeifer

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Therapie:

Was kann man gegen Milien tun?

Im Allgemeinen werden Milien nicht behandelt, da sie harmlos sind und keine Komplikationen mit sich bringen. Wird allerdings trotzdem eine Therapie gewünscht, geschieht dies in der Regel aus ästhetischen Gründen. Milien lassen sich normalerweise einfach und schnell entfernen. Die kleinen Knötchen werden mithilfe spezieller Instrumente vorsichtig angeritzt und ihr Inhalt, sprich Talg und Keratin, wird vorsichtig entfernt. Die kleinen Ritzen in der Haut verheilen schnell und komplikationslos. Alternativ können auch lokale Retinoide in Form von Cremes und Salben angewendet werden, um die Milien zu entfernen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit einer Laserbehandlung. Hierbei werden die Milien innerhalb von Sekunden entfernt und es entstehen keine Narben. Bei sekundären Milien ist auch eine spontane Rückbildung nach gewisser Zeit möglich.

Wirkstoffe:

Was hilft gegen Milien?

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Über den Autor
Dr. med. Frederic Pfeifer ist Facharzt für Dermatologie, einer der Gründer der digitalen Hautarzt-App DERMAFY und Spezialist für entzündliche Hauterkrankungen.
Quellangaben

Altmeyer, P.: Milien (21.12.2021) | Abgerufen am 03.03.2023 auf www.altmeyers.org

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Dr. med. Frederic Pfeifer ist Facharzt für Dermatologie, einer der Gründer der digitalen Hautarzt-App DERMAFY und Spezialist für entzündliche Hauterkrankungen.
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