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Periorale Dermatitis

Auch bekannt als: Mundrose, Stewardessen-Krankheit, Rosazea periorale, Rosazeaartige Dermatitis

ICD-Code: L71.0
Mundrose
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Definition:

Was ist eine periorale Dermatitis?

Die periorale Dermatitis ist eine Erkrankung, die fast nur Frauen betrifft, etwa im Alter von 16 bis 50 Jahren. Die aufgrund ihrer Symptome genannte Mundrose entsteht meist aufgrund der übermäßigen Anwendung von Pflegeprodukten und Kosmetika. Aus diesem Grund nennt man den Ausschlag mitunter auch „Stewardessenkrankheit“: Flugbegleiterinnen arbeiten in der trockenen Luft eines Flugzeugs und verwenden häufig Make-up. Daneben gibt es noch die periorbitale Dermatitis, auch Augenlidekzem genannt. 

Der Begriff periorale Dermatitis beschreibt eine entzündliche Hauterkrankung, die sich größtenteils in der Region um den Mund (perioral) entwickelt. Das Wort „perioral“ bedeutet „um den Mund herum„, und „Dermatitis“ steht für „Entzündung der Haut„.  

Im folgenden Artikel erklären Dir unsere Fachärzt:innen, welche typischen Symptome bei dieser Erkrankung auftauchen, welche Ursachen sie hat und welche Möglichkeiten der Behandlung es gibt.

Symptome:

Wie sieht eine periorale Dermatitis aus?

Bei einer perioralen Dermatitis bilden sich meist kleine, rötliche Knötchen oder Eiterpusteln im Bereich des Mundes (perioral), zum Teil auch im Bereich um die Augen (periorbital), aus. Typischerweise bleibt in der direkten Umgebung der Lippen ein schmaler Streifen Haut ausgespart.

Die wichtigsten Merkmale zur perioralen Dermatitis im Überblick: 

  • Hautausschlag um den Mund: Die periorale Dermatitis zeigt sich meistens um den Mund herum, kann aber auch Nase, Wangen oder Augen betreffen. 
  • Rote, entzündete Pusteln und Knötchen: Typisch sind kleine, rote Pusteln und Schüppchen, die oft jucken oder brennen, wodurch die Haut gereizt und entzündet wirkt. 
  • Spannungsgefühl auf der Haut: Die betroffene Haut kann schuppig, trocken oder gereizt sein, was zu einem unangenehmen Spannungsgefühl auf der Haut führen kann.

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Begriff:

Woher stammt die Bezeichung "Stewardessen-Krankheit"?

Die Bezeichnung „Stewardessen-Krankheit“ für die periorale Dermatitis entstand aus der Beobachtung, dass die Hauterkrankung häufig bei Stewardessen auftritt. Man vermutet, dass die regelmäßige und häufige Verwendung von Kosmetika und Make-up durch Stewardessen zu den auslösenden Ursachen für die Entwicklung der perioralen Dermatitis gehört.

Diagnose:

Wie erkennt man eine periorale Dermatitis?

Zur Feststellung von einer perioralen Dermatitis reicht meist eine Blickdiagnose sowie die Befragung unserer Ärzte zu Deiner bisherigen Krankheitsgeschichte und Lebensgewohnheiten.

Beispielbilder:

So sieht eine periorale Dermatitis aus

Ursachen:

Wie entsteht eine periorale Dermatitis?

Die periorale Dermatitis tritt vor allem bei Menschen auf, die eine Tendenz zu trockener Gesichtshaut haben und (deshalb) mehr oder weniger häufig (verschiedene) Feuchtigkeitscremes auftragen. Durch den häufigen Gebrauch dieser Cremes verändert sich die Zusammensetzung der bakteriellen Hautflora. Bakterien, welche sich sonst nicht auf der Haut befinden, siedeln sich an und führen zu dieser Entzündung der Haut. Verschlimmert werden kann die periorale Dermatitis durch Gebrauch von kortisonhaltigen Cremes, das Tragen eines Mundschutzes oder häufiges Anfassen des Gesichts.

Weitere Faktoren, die eine Entstehung der Erkrankung begünstigen oder auch verschlimmern können sind: 

  • Hormonelle Schwankungen: Hormonveränderungen während der Schwangerschaft oder Periode, sowie die Einnahme der Antibaby-Pille. 
  • Bakterien und Hefepilze: Bestimmte Arten von Bakterien und Hefepilzen können die Haut zusätzlich reizen. 
  • Sonne und UV-Strahlung

Ansteckung:

Ist eine periorale Dermatitis ansteckend?

Nein, die periorale Dermatitis ist nicht ansteckend und kann daher nicht von Person zu Person übertragen werden. Wichtig ist es jedoch, die vorliegende Hauterkrankung eindeutig zu diagnostizieren, um ansteckende Hauterkrankungen auszuschließen.

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Kann die periorale Dermatitis chronisch werden? ​

Ja, die periorale Dermatitis kann chronisch werden. Wenn sie nicht richtig behandelt wird oder wenn die Auslöser weiterhin bestehen, kann sie immer wieder auftreten oder sogar dauerhaft bleiben. Die Erkrankung kann sich in einem Wechsel von Besserungen und Verschlechterungen äußern. Eine entsprechende Behandlung und Vermeidung von Auslösern ist wichtig, um die Erkrankung unter Kontrolle zu bringen. Wenn du das Gefühl hast, dass deine Symptome einfach nicht besser werden, solltest du immer Rücksprache mit deinem Dermatologen halten. 

Therapie:

Was kann man gegen eine periorale Dermatitis tun?

Wenn Du von einer perioralen oder periorbitalen Dermatitis betroffen bist, solltest Du umgehend auf die sogenannte „Nulltherapie“ setzen, die von entscheidender Bedeutung für den Behandlungserfolg ist. Das bedeutet, dass Du komplett auf Gebrauch von Feuchtigkeits- und Cortison-Cremes, Seifen und Kosmetika an den betroffenen Hautstellen verzichtest. Wasche Dein Gesicht nur mit Wasser. Nutze vorübergehend ausschließlich eine vom Hautarzt empfohlene Creme für das betroffene Areal.

Was hilft schnell gegen eine periorale Dermatitis?

Diese Tipps unserer Haut:ärztinnen können Dir bei der Behandlung helfen:  

  • Weniger ist mehr: Verzichte auf kortisonhaltige Cremes, Parfüms, Make-Up, fluoridhaltige Zahnpasta oder seifenhaltige Reinigungsmittel. 
  • Milde Hautpflege: Verwende nur sanfte, nicht-ölhaltige Feuchtigkeitscremes und Reinigungsprodukte, die speziell für empfindliche Haut entwickelt sind. Es reicht vollkommen, Dein Gesicht mit lauwarmen Wasser zu waschen. 
  • Medikamentöse Behandlung: Dein Dermatologe oder wir über unsere Hautarzt-App könnenr Antibiotika in Form von Cremes oder Tabletten verschreiben, um die Entzündung zu behandeln. Hier kommen vor allem Wirkstoffe wie Erythromycin oder Metronidazol zum Einsatz. 
  • Natürliche Hilfsmittel: Bei einem ausgeprägten Spannungsgefühl der Gesichtshaut können Umschläge mit schwarzem Tee juckreizlindernd und entzündungshemmend wirken. 
  • Hab Geduld: Bis sich die Haut beruhigt, kann es einige Wochen dauern. Die Behandlung sollte unbedingt bis zum Ende durchgeführt werden, da es sonst zu einem erneuten Schub kommen kann. 

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Wann verschwindet die periorale Dermatitis? ​

Ohne eine angemessene Behandlung kann sich die Heilung der Gesichtshaut über Monate bis hin zu einem Jahr ziehen. Wenn jedoch die richtige Therapie angewandt wird, ist es möglich, dass die Symptome der perioralen Dermatitis schon innerhalb weniger Wochen abklingen. 

Wirkstoffe:

Was hilft bei einer perioralen Dermatitis?

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Über den Autor
Dr. med. Frederic Pfeifer ist Facharzt für Dermatologie, einer der Gründer der digitalen Hautarzt-App DERMAFY und Spezialist für entzündliche Hauterkrankungen.
Quellangaben

Altmeyer, P.: Periorale Dermatitis (09.03.2022)Abgerufen am 16.11.2022 von www.altmeyers.org

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