Minoxidil

Auch bekannt als: Regaine®, Minoxicutan®, Alopexy®, Bio-H-tin Lösung ®

Definition:

Was ist Minoxidil?

Auch: Regaine®, Minoxicutan®, Alopexy®, Bio-H-tin Lösung ®

Minoxidil ist ein bekanntes Haarwuchsmittel. Es hat eine gefäßerweiternde Wirkung, d.h. es wirkt normalerweise gegen Bluthochdruck. Wird Minoxidil auf die Kopfhaut aufgetragen, kann es die Lebensfähigkeit der Haarfollikel verbessern und ist damit wirksam gegen Haarausfall. Minoxidil wird in der Dermatologie bei erblich bedingten (androgenetische Alopezie) und diffusem Haarausfall (Effluvium) angewendet. Es wird normalerweise lokal in Form von Schaum oder einer Lösung verwendet.

Indikatoren: Für was wird Minoxidil verwendet?

Minoxidil wird in der Dermatologie normalerweise bei der Behandlung unterschiedlicher Formen von Haarausfall bei Frauen und Männern verwendet. Diese sind:

Wirkstoffklasse:

Zu welcher Stoffklasse gehört Minoxidil?

Minoxidil gehört zur Gruppe der Antihypertensiva. Antihypertensiva finden normalerweise Verwendung in der Behandlung von Bluthochdruck. Sie senken also den Blutdruck. Sie können allerdings abhängig von ihrem therapeutischen Einsatz in Wirkstärke, Wirkungsweise und Anwendung (Schaum, Lösung, Tabletten usw.) variieren.

 

Wirkungsweise:

Wie wirkt Minoxidil?

Minoxidil entfaltet seine Wirkung, indem es die Blutgefäße erweitert und so zu einer gesteigerten Durchblutung der Haarfollikel führt. Dies führt dazu, dass Nährstoffe schneller und effektiver die Haarfollikel erreichen und so das Wachstum dieser stimuliert wird. Außerdem kommt es so zu einer verbesserten Lebenszeit von Haarzellen und Haarfollikeln, was folglich zu weniger Haarausfall und dichterem Haar führt.

 

Nebenwirkungen:

Welche Nebenwirkungen können bei Minoxidil auftreten?

Die Nebenwirkungen in der Behandlung mit Minoxidil variieren abhängig von ihrer Anwendungsform. Bei der lokalen Anwendung in Form von Schaum oder einer Lösung kann es unter Umständen zu leichten Hautirritationen wie Brennen, Juckreiz, Trockenheit, Hautschuppung oder Rötung kommen. Außerdem ist das Auftreten von Kopfschmerzen möglich. Im Allgemeinen ist Minoxidil zur äußerlichen Anwendung aber gut verträglich. In sehr seltenen Fällen kann es zu systemischen Nebenwirkungen (den ganzen Körper betreffend) kommen. Diese sind vor allem Bluthochdruck (Hypertonie) oder Herzrasen (Tachykardie). In diesem Fall solltest Du unbedingt Rücksprache mit einem Arzt halten.

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Anwendung & Dosierung:

Wie wird Minoxidil angewendet?

Minoxidil wird zur äußerlichen Behandlung in Form von Schaum oder einer Lösung mit einer Wirkstoffkonzentration von 2% oder 5% verwendet. Es sollte 1-2 mal täglich, dünn, auf das erkrankte Hautareal, sprich die Kopfhaut, aufgetragen werden. Die Therapiedauer sollte mindestens 2-4 Monate betragen, bis sich erste Ergebnisse zeigen. Minoxidil wird in der Regel längerfristig angewendet, d.h. über mehrere Monate hinweg, um den Haarausfall zu stoppen und das Wachstum neuer Haare zu stimulieren. Wird die Behandlung mit Minoxidil unterbrochen oder das Medikament abgesetzt, geht die Wirkung verloren und der Patient fällt zurück in seinen ursprünglichen Zustand mit Haarausfall.

 

Kontraindikation:

Für wen ist Minoxidil nicht geeignet?

Minoxidil darf nicht verwendet werden, wenn eine bekannte Überempfindlichkeit gegen Minoxidil besteht. Außerdem sollte Minoxidil bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen nur unter Rücksprache mit dem Arzt verwendet werden. Schwangere und Stillende sollten Minoxidil ebenfalls nicht verwenden.

Bitte beachte: Wichtige Hinweise für Patient:innen

  • Zu Beginn der Behandlung kann es zu einem vermehrten Haarausfall kommen. Dies ist ganz normal und kein Grund zur Beunruhigung. Die Behandlung sollte wie gewohnt fortgeführt werden.
  • Schwangere und Stillende dürfen Minoxidil nicht verwenden.

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Dr. Frederic Pfeifer

Autor

Verfasst von Dr. med. Frederic Pfeifer

Dr. med. Frederic Pfeifer ist Facharzt für Dermatologie, Gründer der Online Hautarztapp DERMAFY und Spezialist für entzündliche Hauterkrankungen.

Quellangaben
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