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Androgenetische Alopezie

Auch bekannt als: Geheimratsecken des Mannes; Glatzenbildung männliche; Haarausfall vom männlichen Typ

ICD-Code: L64.
Androgenetische Alopezie (Glatzenbildung)
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Definition:

Was ist eine androgenetische Alopezie?

Bei der androgenetischen Alopezie, auch als anlagebedingter Haarausfall bekannt, handelt es sich um die häufigste Ursache von Haarausfall. Sie betrifft sowohl Männer als auch Frauen gleichermaßen. Erste Anzeichen des Haarausfalls entwickeln sich meist vor dem 40. Lebensjahr. Die Ursache ist häufig genetisch bedingt. Die Erkrankung kann zu schweren psychischen Belastungen führen und sollte daher so früh wie möglich behandelt werden. 

Im folgenden Artikel erklären Dir unsere Fachärzt:innen, welche typischen Symptome bei dieser Erkrankung auftauchen, welche Ursachen sie hat und welche Möglichkeiten der Behandlung es gibt.

Symptome:

Wie sieht die androgenetische Alopezie aus?

Beim Mann: 

  • Geheimratsecken: An den Schläfen entwickeln sich zurückweichende Haaransätze, die sich weiter zu Geheimratsecken ausbilden. 
  • Stirn und Krone: Der Haarausfall erstreckt sich normalerweise von den Schläfen zur Stirn und zur Krone des Kopfes (Oberkopf), was zu der typischen „M“ oder „U“-Form führen kann. Die Haare in diesem Bereich werden immer dünner und können schließlich vollständig ausfallen. 
  • Glatze: Im weiteren Verlauf der Erkrankung kann der Haarausfall zu einer kompletten Glatze auf dem Oberkopf führen, während die Haare an den Seiten und am Hinterkopf Bereich oftmals erhalten bleiben.

 

Bei Frauen: 

  • Dünner werdendes Haar: Frauen mit androgenetischer Alopezie erleben im Vergleich zu Männern oft diffusen Haarausfall, bei dem das Haar nach und nach dünner wird, an Volumen verliert und die Kopfhaut sichtbarer wird. 
  • Ausdünnung am Scheitel: Die androgenetische Alopezie manifestiert sich hauptsächlich am Scheitelbereich, was zu einem breiteren sichtbaren Teil führt.  
  • Haarlinie bleibt normal: Bei Frauen bleibt die Haarlinie normalerweise intakt. Frauen behalten oft ihre Stirn- und Schläfenhaare und die Ausbildung von Geheimratsecken ist eher selten. 

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Diagnose:

Wie erkennt man die androgenetische Alopezie?

 Die Diagnose androgenetische Alopezie wird dein Dermatologe in der Regel nach verschiedenen Untersuchungen stellen. Grundsätzlich wird er dich erst einmal körperlich untersuchen und deine aktuelle Krankengeschichte (Anamnese) mit dir besprechen. So können ggf. bereits erste Ursachen für den Haarausfall gefunden werden, beispielsweise durch eine familiäre Vorbelastung oder nährstoffarme Ernährung. Zusätzlich können weitere Untersuchungen bezüglich des Haarstatus erfolgen. Diese sind: 

  • Haarzupftest, um den klinischen Befund zu bewerten. 
  • Trichoskopie (eine digitale Haaranalyse, um den Status von Haardichte und Haarwurzel zu bestimmen) 
  • Blutentnahme (Blutbild, Bestimmung von Schilddrüsenwerte, Ferritin (Eisen), Geschlechtshormone, Vitamine und Mineralstoffe) 

Beispielbilder:

So sieht die androgenetische Alopezie aus

Ursachen:

Wie entsteht die androgenetische Alopezie?

Die androgenetische Alopezie gehört zu den häufigsten, wenn nicht sogar zu der häufigsten Ursache für Haarausfall. Sie betrifft sowohl Männer als auch Frauen. Die genaue Ursache, warum es zur androgenetischen Alopezie kommt, ist bis heute nicht vollständig wissenschaftlich geklärt, es wird aber vermutet, dass eine Kombination von genetischen, hormonellen und Umweltfaktoren zur Entstehung des Haarausfalls beitragen.

Folgende Risikofaktoren können für die Entwicklung der androgenetischen Alopezie verantwortlich sein: 

  • Genetik: Androgenetischer Haarausfall wird genetisch vererbt.  
  • Hormone: Bei Menschen mit einer genetischen Veranlagung für androgenetische Alopezie reagieren die Haarfollikel empfindlich auf Dihydrotestosteron (DHT), ein männliches Geschlechtshormon, das aus Testosteron (männliches Geschlechtshormon) entsteht. DHT kann die Wachstumsdauer der Haarfollikel verkürzen, was zu dünnerem und ausfallendem Haar führt. Dieser Prozess ist normalerweise bei Männern stärker ausgeprägt, allerdings können auch Frauen davon betroffen sein. 
  • Alter: Mit zunehmendem Alter nimmt die Aktivität der Haarfollikel ab, was folglich zu dünnerem Haar führen kann.  
  • Umweltfaktoren: Rauchen, Stress und ungesunde Ernährung können die androgenetische Alopezie zusätzlich verschlimmern.  

 

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Ansteckung:

Ist die androgenetische Alopezie ansteckend?

Nein, androgenetische Alopezie ist nicht ansteckend. Es handelt sich um keine Infektionskrankheit und kann auch nicht durch Kontakt mit einer erkrankten Person übertragen werden. Die androgenetische Alopezie ist normalerweise eine genetisch bedingte Form des Haarausfalls. 

Komplikationen:

Ist die androgenetische Alopezie gefährlich?

Die androgenetische Alopezie ist eine harmlose Erkrankung, die zu keinem gesundheitlichen Schaden führt. Allerdings kann sie insbesondere bei Frauen zu einem hohen psychischen Leidensdruck führen, was nicht selten in sozialer Isolation endet. 

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Dr. Frederic Pfeifer

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Therapie:

Was kann man gegen die androgenetische Alopezie tun?

Im Allgemeinen richtet sich die Behandlung der androgenetischen Alopezie nach dem Schweregrad der Erkrankung, das primäre Ziel sollte immer die Vermeidung einer irreversiblen Follikel-Rückbildung sein. Die Behandlung sollte daher so früh wie möglich erfolgen. Außerdem sollten die meist zu hohen Erwartungen der Patienten an einen Therapieerfolg gedämpft werden.  

Folgende Behandlungsmöglichkeiten bieten sich an: 

  • Minoxidil: Ist ein topisches Medikament, das in Form von Lösung oder Schaum, auf die Kopfhaut aufgetragen wird und so das Haarwachstum fördern kann. Es ist sowohl für Männer als auch für Frauen erhältlich und kann den Haarausfall verlangsamen oder das Wachstum neuer Haare stimulieren, indem es die Durchblutung anregt. 
  • Finasterid: Es handelt sich um ein verschreibungspflichtiges Medikament, das in Tablettenform eingenommen wird. Es wirkt, indem es die Umwandlung von Testosteron in das zur androgenetischen Alopezie verursachende Dihydrotestosteron (DHT) blockiert. Finasterid wird nur Männern verschrieben und hilft, den Haarausfall zu stoppen und das Haarwachstum zu verbessern. 
  • Haartransplantation: Bei fortgeschrittener androgenetischer Alopezie kann eine Haartransplantation gute Ergebnisse erzielen. Hierbei werden Haarfollikel aus einem Bereich des Kopfes entnommen, in dem das Haar dicht ist, und in Bereiche transplantiert, in denen die androgenetische Alopezie aufgetreten ist. 
  • Lasertherapie: Soll helfen, die Kopfhaut zu stimulieren und das Haarwachstum zu fördern. Diese Form der Therapie wird als Low-Level-Lasertherapie (LLLT) bezeichnet und kann dazu beitragen, den Haarausfall zu verlangsamen und das bestehende Haar zu stärken. 
  • Platelet-Rich Plasma (PRP) Therapie: Hierbei wird dem Patienten Blut abgenommen, das dann im Labor zentrifugiert wird, um das plasma-reiche Blutplättchen (PRP) zu isolieren. Das PRP wird dann in die Kopfhaut injiziert, um das Haarwachstum zu fördern. 

Wirkstoffe:

Was hilft gegen eine androgenetische Alopezie?

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Über den Autor
Dr. med. Marta Berger ist Fachärztin für Dermatologie und spezialisiert auf die Bereiche Telemedizin, ästhetische Dermatologie, Dermatochirurgie und Lasertherapie.
Quellangaben

Altmeyer, P.: Alopecia androgenetica (16.06.2023) | Abgerufen am 11.10.2023 auf www.altmeyers.org  

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Dr. med. Marta Berger ist Fachärztin für Dermatologie und spezialisiert auf die Bereiche Telemedizin, ästhetische Dermatologie, Dermatochirurgie und Lasertherapie.
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