Leukoplakie

Weißschwielenkrankheit

ICD-Code: K13.2

Definition:

Was ist Leukoplakie?

Auch: Leukoplakia, Leukokeratose, Weißschwielenkrankheit

Leukoplakie, oder auch als Weißschwielenkrankheit bekannt, beschreibt weiße oder gräuliche, nicht abwischbare Flecken der Schleimhaut, insbesondere der Mundschleimhaut. Befallen sind vor allem die Zunge, die Wangenschleimhaut oder der Mundboden, aber auch die Genitalschleimhaut ist möglich. Männer sind in der Regel häufiger betroffen als Frauen, speziell zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr. Die Erkrankung ist normalerweise harmlos, kann aber abhängig von ihrer Form zu einem stark erhöhten Risiko für Mundkrebs (Plattenepithelkarzinom) führen. Die Ursache ist in den meisten Fällen eine chronische Reizung.

Leukoplakie: Das Wichtigste im Überblick

  1. Ursache ist normalerweise eine chronische Reizung oder Verletzung (Traumata) der Schleimhaut.
  2. Betrifft vor allem die Mundschleimhaut, eher seltener die Genitalschleimhaut.
  3. Männer sind häufiger betroffen als Frauen.
  4. Die inhomogene Form hat ein stark erhöhtes Risiko, sich zu einem bösartigen Tumor (Plattenepithelkarzinom) der Mundhöhle zu entwickeln.
  5. Neigt dazu, immer wieder aufzutreten.

Symptome:

Wie sieht Leukoplakie aus?

Leukoplakie zeigt sich typischerweise durch auffällige weiße oder graue Flecken an der Mundschleimhaut oder seltener auch an anderen Schleimhäuten (Genitalschleimhaut). In der Regel verursacht sie keine Schmerzen oder Juckreiz. Besonders wichtig ist, dass sich die Flecken nicht abwischen lassen. Leukoplakie wird in zwei verschiedene Formen eingeteilt.

 Diese sind:

  • Die homogene Leukoplakie: Wird auch als harmlose Form bezeichnet und verursacht in der Regel keine Komplikationen. Die weißen Flecken lassen sich klar und deutlich von der gesunden Schleimhaut abgrenzen und haben eine glatte Oberfläche.
  • Die inhomogene (ungleichmäßige) Leukoplakie: Sie wird auch als präkanzerös angesehen. Das bedeutet, dass sie ein stark erhöhtes Risiko hat, sich zu einem bösartigen Tumor (Plattenepithelkarzinom) der Mundhöhle zu entwickeln. 

 Innerhalb der inhomogenen Form wird jemals nochmal zwischen zwei verschiedenen Unterformen differenziert. Der verrukösen und erosiven Leukoplakie:

  • Die verruköse Leukoplakie: Die Flecken weisen eine warzenartige Oberfläche auf.
  • Die erosive Leukoplakie: Die weißen Flecken sind nicht immer klar und deutlich von der gesunden Haut abgrenzbar, sondern sehr unregelmäßig. Zusätzlich zeigen sich einzelne rote Bereiche (Erythroleukoplakie), die infolge einer zerstörten Mundschleimhaut entstehen.

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Ursachen:

Wie entsteht Leukoplakie?

Die genaue Ursache, warum es zur Leukoplakie kommt, ist nicht immer eindeutig. Fakt ist aber, dass sie durch eine chronische Reizung oder Traumata (Verletzungen) an den Schleimhäuten, insbesondere der Mundschleimhaut, entsteht. Dies führt folglich dazu, dass die verhornten Zellen aufquellen und daraus resultierend die weiße Farbe und die weiter oben im Text beschriebenen Symptomen entstehen. Folgenden Risikofaktoren können zum Entstehen einer Leukoplakie führen:

  • Mechanische Reizung (Zahnspangen, Zahnprothesen, scharfe Kanten von Zähnen)
  • Rauchen und Tabakkonsum 
  • Alkoholkonsum
  • Infektionen (humane Papillomavirus HPV)
  • Vitaminmangel
  • Reizstoffe und Chemikalien
  • Karies
  • unzureichende Mundhygiene

 

Ansteckung

Ist Leukoplakie ansteckend?

Nein, Leukoplakie ist nicht ansteckend. Sie wird weder durch eine Infektion mit Bakterien oder Viren, noch durch andere Krankheitserreger verursacht. Sie ist normalerweise das Ergebnis einer permanenten Reizung oder eines Traumas der Schleimhäute.

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Diagnose:

Wie erkennt man Leukoplakie?

Leukoplakie lässt sich normalerweise an ihrem typischen Aussehen bereits anhand einer Blickdiagnose erkennen. Nichtsdestotrotz wird Dein Arzt Dich zuvor ausführlich körperlich untersuchen und mit Dir Deine bisherige Krankengeschichte (Anamnese) besprechen. So lassen sich ggf. bereits erste Ursachen für die Entstehung der Leukoplakie finden, z. B. durch das Tragen einer Zahnspange oder Zahnprothese. Zusätzlich wird er testen, ob die typischen weißen Flecken abwischbar sind. Ist der Test positiv, würde das eher für eine Pilzinfektion (Mund Soor) der Mundhöhle sprechen und die Diagnose Leukoplakie ausschließen. Zur genauen Identifizierung, ob es sich um eine gutartige oder bösartige Veränderung handelt, kann eine Biopsie (Gewebeprobe) erfolgen, die anschließend histologisch (unter dem Mikroskop) untersucht und bestätigt wird.

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Komplikationen:

Ist Leukoplakie gefährlich?

Leukoplakie ist normalerweise keine schwerwiegende Erkrankung, sollte aber auch nicht unterschätzt werden. Es sollte zuvor stets unterschieden werden, um welche Form der Leukoplakie es sich handelt. Bei der einfachen homogenen Form kommt es normalerweise zu keinen Komplikationen und die Erkrankung heilt selbstständig innerhalb weniger Wochen ab. Die inhomogene Form der Leukoplakie kann hingegen als präkanzerös angesehen werden. Dies bedeutet, dass sie ein stark erhöhtes Risiko hat, sich zu einem bösartigen Tumor (Plattenepithelkarzinom) der Mundhöhle zu entwickeln. Hier sollte unbedingt eine frühzeitige ärztliche Abklärung stattfinden.

 

Therapie:

Was kann man gegen Leukoplakie tun?

Im Allgemeinen besteht die Therapie der Leukoplakie in der Identifizierung der auslösenden Ursache und im anschließenden Entfernen bzw. Beheben derer. Leukoplakie heilt so in der Regel selbstständig innerhalb weniger Wochen ab. Ist die Ursache allerdings nicht identifizierbar oder es kommt zu Komplikationen während der Heilung, kann die erkrankte Hautstelle (Schleimhaut) auch operativ entfernt werden. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, die Schleimhautstelle mittels Laser, Kryochirurgie (Verreisen) oder mithilfe einer Elektrodissektion (Entfernung durch Strom) entfernen zu lassen. In einigen Fällen können auch lokale Medikamente wie Kortikosteroide oder Antimykotika verschreiben werden, um Entzündungen zu reduzieren oder eine zugrunde liegende Infektion zu behandeln. Im Falle von bösartigen Veränderungen muss immer eine vollständige operative Entfernung erfolgen. Leukoplakie sollte in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden, da sie dazu neigt, immer wieder aufzutreten.

 

Wirkstoffe:

Was hilft gegen Leukoplakie?

Dr. Frederic Pfeifer

Autor

Verfasst von Dr. med. Frederic Pfeifer

Dr. med. Frederic Pfeifer ist Facharzt für Dermatologie, Gründer der Online Hautarztapp DERMAFY und Spezialist für entzündliche Hauterkrankungen.

Quellangaben
  • Altmeyer, P.: Leukoplakie (05.03.2019) | Abgerufen am 24.07.2023 auf www.altmeyers.org 

 

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