Xanthelasma

ICD-Code: H02.6

Definition:

Was ist ein Xanthelasma?

Auch: Lidxanthelasma, Lidxanthelasmen, Lidxanthome, plane Xanthome der Lider, Xanthelasma palpebrarum, Xanthelasmen, Xanthelasmen der Augenlider

Xanthelasmen sind gelbliche Fettablagerungen, die besonders um die Augen herum auftreten können. Es handelt sich um eine harmlose Erkrankung, die in der Regel im Alter zwischen 40 und 60 Jahren auftritt. Eine Behandlung ist normalerweise nicht notwendig, sie können aber aus ästhetischen Gründen entfernt werden. Xanthelasmen können im Zusammenhang mit einer Fettstoffwechselstörung stehen.

Xanthelasma: Das Wichtigste im Überblick

  1. Bereiten keine Beschwerden, können aber als kosmetisch störend empfunden werden.
  2. Treten normalerweise im Alter zwischen 40 und 60 Jahren auf.
  3. Befinden sich häufig am Augeninnenwinkel.
  4. Entstehen durch überschüssiges Fett, was sich unter der Hautoberfläche ablagert.
  5. Können im Falle einer Fettstoffwechselstörung besonders häufig auftreten.

Symptome:

Wie sieht ein Xanthelasma aus?

Typisch für Xanthelasmen sind kleine, ca. 0,1-2,0 cm große gelbe Flecken und Knötchen mit glatter Oberfläche. Sie befinden sich häufig in der Nähe des inneren Augenwinkels, aber auch an Ober und Unterlider verteilt. Sie können zwar auch vereinzelt auftreten, in der Regel entstehen im Verlauf der Erkrankung aber weitere Xanthelasmen. Diese bilden sich oftmals symmetrisch aus. Im Laufe der Jahre und mit dem Alter nehmen Xanthelasmen nicht selten an Größe zu. Xanthelasmen verursachen keine Schmerzen. Befinden sich Xanthelasmen an anderen Körperarealen, wie z. B. den Ellenbogen oder den Kniegelenken, spricht man von Xanthomen.

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Ursachen:

Wie entsteht ein Xanthelasma?

Die Ursache, warum es zur Entstehung von Xanthelasmen kommt, ist bis heute nicht vollständig geklärt. Xanthelasmen entstehen normalerweise durch überschüssiges Fett, was sich unter der Hautoberfläche ablagert. Es wird vermutet, dass der Körper aus ungeklärten Ursachen zu viel Fett aus der Nahrung aufnimmt und dieses nicht weiter verarbeitet, sodass es zu den typischen gelblichen Knötchen und Flecken unter der Haut kommt. Außerdem können Xanthelasmen im Falle von verschiedenen Erkrankungen besonders häufig auftreten. Diese sind unter anderem:

  • Störungen im Leberstoffwechsel
  • Probleme der Bauchspeicheldrüse
  • Bluthochdruck
  • Diabetes Mellitus Typ 2
  • Störungen im Fettstoffwechsel (erhöhte Cholesterinwerte)

 

Ansteckung

Ist ein Xanthelasma ansteckend?

Nein, Xanthelasmen sind nicht ansteckend und werden weder durch Infektionen noch durch Allergien hervorgerufen. Es handelt sich um eine harmlose Erkrankung.

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Diagnose:

Wie erkennt man ein Xanthelasma?

Xanthelasmen lassen sich in der Regel aufgrund ihres typischen Aussehens, den gelblichen Knötchen und Flecken einfach diagnostizieren. Normalerweise reicht hier bereits eine Blickdiagnose aus. Unter Umständen kann Dein Arzt mithilfe eines Dermatoskop (eine spezielle Lupe mit Licht) eine genauere Untersuchung durchführen. Zusätzlich wird er mit Dir Deine aktuelle Krankengeschichte (Anamnese) besprechen, so lassen sich ggf. erste Rückschlüsse auf die Ursache ziehen, ob den Xanthelasmen eventuell eine andere Grunderkrankung zugrunde liegt, beispielsweise eine Fettstoffwechselstörung. Diese sollte unbedingt weiter abgeklärt werden.

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Komplikationen:

Ist ein Xanthelasma gefährlich?

Xanthelasmen sind eine harmlose Hauterkrankung, die keinerlei Beschwerden oder Komplikationen verursacht. Sie können lediglich, insbesondere bei Frauen, als kosmetisch störend angesehen werden. Liegt den Xanthelasmen eine andere Erkrankung zugrunde, muss diese allerdings unbedingt abgeklärt und weiter behandelt werden.

 

Therapie:

Was kann man gegen ein Xanthelasma tun?

Im Allgemeinen werden Xanthelasmen nicht behandelt, da sie harmlos sind und keine Komplikationen mit sich bringen. Wird allerdings trotzdem eine Therapie gewünscht, geschieht dies in der Regel aus ästhetischen Gründen. Xanthelasmen lassen sich normalerweise einfach und schnell entfernen. Die kleinen Knötchen werden entweder chirurgisch mithilfe spezieller Instrumente wie der Elektrokauterisation oder mittels Kryotherapie (Vereisung) entfernt. Außerdem ist es möglich, mithilfe eines Lasers Xanthelasmen nahezu narbenfrei zu entfernen. Hier sind in der Regel zwei Laserbehandlungen notwendig, um eine vollständige Entfernung zu garantieren. Wenn Xanthelasmen nicht entfernt werden, bleiben sie ein Leben lang bestehen. Eine spontane Rückbildung ist nicht möglich. Der Verzicht auf gesättigte Fettsäuren und eine Nahrungsumstellung auf ungesättigte Fettsäuren, kann aber dazu beitragen, dass zumindest weniger neue Xanthelasmen entstehen.

Dr. Sebastian Pfeifer

Autor

Verfasst von Dr. med. Sebastian Pfeifer

Dr. med. Sebastian Pfeifer ist Facharzt für Dermatologie, Gründer der Online Hautarztapp DERMAFY und Spezialist für Hautkrebserkrankungen.

Quellangaben
  • Altmeyer, P.: Xanthelasma (26.10.2022) | Abgerufen am 05.05.2023 auf www.altmeyers.org
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