Reibeisenhaut

Keratosis Pilaris

ICD-Code: Q80.0

Definition:

Was ist Reibeisenhaut?

Auch: Follikelkeratosen, Ichthyosis anserina, Ichthyosis scrophulosorum, Keratosis follicularis, Keratosis pilaris, Keratosis supra follicularis, Lichen pilaris

Keratosis Pilaris, auch Reibeisenhaut genannt, ist eine harmlose Verhornungsstörung der Haarfollikel, bei der es zu Verstopfungen der Follikelöffnungen kommt. Reibeisenhaut zeigt sich durch eine raue körnige Hautbeschaffenheit. Es zeigen sich unzählige kleine Hauterhöhungen und teilweise auch Knötchen, besonders im Bereich der Oberarme, Unterschenkel oder der Gesäßregion. Besonders Jugendliche in der Pubertät sind von der Reibeisenhaut betroffen. Im Laufe des Alters kann sich die Erkrankung aber zurückbilden. Eine Therapie mit pflegenden und unterstützenden Maßnahmen führt oftmals zu einer Verbesserung des Hautbildes.

Reibeisenhaut: Das wichtigste im Überblick

  • Ist eine harmlose Verhornungsstörung der Haarfollikel.
  • Ca. 50% der Bevölkerung sind von Keratosis Pilaris betroffen.
  • Die Ursache ist vermutlich eine genetische Veranlagung.
  • Besonders Jugendliche in der Pubertät sind betroffen, im Alter kann sich die Reibeisenhaut wieder zurückbilden.
  • Eine Therapie mit Laser kann zu einer signifikanten Verbesserung der Haut führen.

Symptome:

Wie sieht Reibeisenhaut aus?

Reibeisenhaut zeigt sich in der Regel durch eine körnige Beschaffenheit der Haut. Es finden sich unzählige kleine Hauterhöhungen um die Haarfollikel. Normalerweise weisen sie eine leicht rötliche Farbe auf, können aber auch von neutraler Hautfarbe sein. Die Haut wirkt unter Berührung rau, man spricht auch von dem sogenannten Reibeisengefühl. Grundsätzlich kann die Keratosis Pilaris jegliche Körperregion, die mit Haaren bedeckt ist, befallen, tritt aber besonders häufig an den Streckseiten der Oberarme, der Außenseite von Ober- und Unterschenkel sowie der Gesäßregion auf. Werden diese kleinen Hauterhöhungen bzw. Knötchen aufgekratzt, tritt nicht selten ein aufgerolltes Haar hervor.

 

Ursachen:

Wie entsteht Reibeisenhaut?

Die Ursache, warum es zur Entstehung von Keratosis Pilaris kommt, ist bis heute nicht geklärt. Es wird vermutet, dass es genetisch bedingt zu einer familiären Vererbung bzw. einer erhöhten Häufung von Reibeisenhaut kommt. Außerdem kann die Keratosis Pilaris im Falle der erworbenen Form als Nebenwirkung durch eine Therapie mit bestimmten Krebsmedikamenten wie Tyrosinkinaseinhibitoren entstehen.

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Komplikationen:

Ist Reibeisenhaut gefährlich?

Reibeisenhaut ist eine harmlose Hauterkrankung, die keinerlei Beschwerden oder Komplikationen verursacht. Sie kann aber, insbesondere bei Frauen oder bei Jugendlichen, als kosmetisch störend angesehen werden. Nicht selten verspüren Betroffene einen hohen psychischen Leidensdruck.

 

Diagnose:

Wie erkennt man Reibeisenhaut?

Reibeisenhaut lässt sich in der Regel auf Grund ihres typischen Aussehens und der rauen Haut einfach diagnostizieren. Normalerweise reicht hier bereits eine Blickdiagnose aus. Zusätzlich wird Dein Hautarzt mit Dir Deine aktuelle Krankengeschichte (Anamnese) besprechen, so lassen sich ggf. erste Rückschlüsse auf die Ursache ziehen. Über unsere Hautarztapp DERMAFY behandeln unsere Hautärzt:innen täglich viele von Reibeisenhaut betroffene Patienten & Patientinnen und können Dir in nur wenigen Stunden einen individuellen Behandlungsplan zusammenstellen. Besuche jetzt unsere Online-Hautarztpraxis.

 

Therapie:

Was kann man gegen Reibeisenhaut tun? Kann man Reibeisenhaut heilen?

Im Allgemeinen muss eine Reibeisenhaut nicht behandelt werden, da sie harmlos ist und keine Komplikationen mit sich bringt. Wird allerdings trotzdem eine Therapie gewünscht geschieht dies in der Regel als unterstützende Maßnahme mit Hilfe von Cremes und Lotionen. Hier eignen sich besonders ureahaltige (Harnstoff) Cremes, da sie hornlösend und feuchtigkeitsspendend sind. Auch Peelings mit Salicylsäure oder sehr schwache Tretinoin-Cremes können zu einer Verbesserung des Hautbildes beitragen. Wichtig ist außerdem, statt Seife lieber zu reinigenden Ölen zurückzugreifen. Alternativ kann auch die Behandlung in Form einer Lasertherapie erfolgen, hier sind bereits bemerkenswerte Erfolge mit zu verbuchen. Im Laufe des Alters ist auch eine spontane Rückbildung nach gewisser Zeit möglich.

 

Wirkstoffe:

Was hilft bei Reibeisenhaut?

Dr. Frederic Pfeifer

Autor

Verfasst von Dr. Frederic Pfeifer

Dr. Frederic Pfeifer ist Facharzt für Dermatologie und Gründer der Online Hautarztapp DERMAFY.

 

Quellangaben
  • Altmeyer, P.: Keratosis Pilaris simplex (08.03.2023) | Abgerufen am 08.03.2023 auf 

    www.altmeyers.org

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