Sonnenbrand

Dermatitis solaris

ICD-Code: L55.-

Definition:

Was ist ein Sonnenbrand?

Auch: Dermatitis photoelectrica, Erythema solaris, Phototoxic dermatitis, Phototoxische Dermatitis, Sonnenbrand

Eine Dermatitis solaris oder umgangssprachlich auch ein Sonnenbrand ist eine Verbrennung der Haut, die durch übermäßige Sonneneinstrahlung, insbesondere der UVB-Strahlung, verursacht wird. Typisch sind Rötungen und Schmerzen, begleitet von einem andauernden Hitzegefühl. Sonnenbrand kann an jeder Stelle am Körper auftreten, die mit dem Sonnenlicht in Berührung gekommen ist. Helle Hauttypen haben ein besonders hohes Risiko, einen Sonnenbrand zu erleiden. Außerdem kann Sonnenbrand zur Entstehung von Hautkrebs beitragen.

Sonnenbrand: Das Wichtigste im Überblick

  1. Erste Symptome eines Sonnenbrandes zeigen sich innerhalb der ersten 6 Stunden nach Sonneneinstrahlung.
  2. Helle Hauttypen haben ein besonders hohes Risiko, einen Sonnenbrand zu erleiden.
  3. Sonnenbrand kann zur Entstehung von Hautkrebs führen.
  4. Mehr als 75 % aller Sonnenbrände betreffen die Altersgruppe der bis 20-Jährigen.
  5. Regelmäßiger bzw. täglicher Sonnenschutz ist von enormer Wichtigkeit.

Symptome:

Wie sieht ein Sonnenbrand aus?

Erste Symptome eines Sonnenbrandes zeigen sich in der Regel innerhalb der ersten 6 Stunden nach intensiver Sonneneinstrahlung und erreichen ihren Höhepunkt nach ca. 12 bis 24 Stunden. Typischerweise zeigen sich zu Beginn großflächige Hautrötungen (Erytheme) oftmals begleitet von starkem Juckreiz und Schmerzen. Zusätzlich kann es zu flächenhaften Schwellungen und einem ausgeprägten Hitzegefühl kommen. Der Sonnenbrand ist deutlich von der gesunden Haut abgrenzbar und klingt normalerweise innerhalb von 72 Stunden langsam wieder ab und die verbrannte Haut kann beginnen sich abzuschälen. Bei einem besonders schweren Sonnenbrand kann es zusätzlich zur Ausbildung von Fieber und einem allgemeinen Unwohlsein kommen. Hier ist es außerdem möglich, dass sich Blasen auf der Haut bilden. Diese sind mit Flüssigkeit gefüllt und können im Verlauf der Erkrankung aufplatzen und so das Risiko Infektionsrisiko erhöhen.

 

Der Sonnenbrand lässt sich abhängig vom Schweregrad der Verbrennung in drei verschiedene Grade einteilen. Diese sind:

  • Leichter Sonnenbrand (Grad 1): Die Haut ist gerötet und empfindlich. Es kann zu Schwellungen, Schmerzen sowie einem Hitzegefühl kommen. 
  • Schwerer Sonnenbrand (Grad 2): Die Haut ist so stark verbrannt, dass es zur Ausbildung von Blasen kommt. Patienten verspüren starke Schmerzen. Außerdem kann es im Heilungsprozess zur Bildung von Narben kommen.
  • Extremer Sonnenbrand (Grad 3): Die Verbrennung ist so stark, dass es zur Zerstörung der oberen Hautschicht (Epidermis) sowie zahlreichen offenen Wunden kommt. In den meisten Fällen bleiben Narben zurück.

 

Du leidest unter ähnlichen Symptomen? Über unsere Hautarzt-App DERMAFY kannst Du einen Sonnenbrand sowie jede andere Hautkrankheit schnell & einfach von zu Hause aus von unseren Hautärzt:innen diagnostizieren und behandeln lassen. Ein Privatrezept für die entsprechenden Medikamente schicken wir Dir nach Bedarf direkt zu Dir nach Hause. Besuche jetzt unsere digitale Hautarztpraxis DERMAFY!

 

Ursachen:

Wie entsteht ein Sonnenbrand?

Die Ursache, warum es zu einem Sonnenbrand kommt, liegt in der übermäßigen Aussetzung der Haut gegenüber ultravioletter (UV) Strahlung, genauer der UVB-Strahlung, die von der Sonne ausgestrahlt wird. Ist die Haut längere Zeit der Sonne ohne entsprechenden Schutz ausgesetzt, können die UVB-Strahlen die oberen Schichten der Haut (Epidermis) schädigen. Diese Strahlen dringen in die Haut ein und führen infolgedessen zu Schäden an der DNA in den Hautzellen. Die daraus resultierenden Schäden wiederum führen zu Entzündungen, die sich in Form von Rötung, Schwellung und Schmerzen, wie weiter oben im Text beschreiben, äußern. Als Gegenreaktion auf diese Schädigung versucht das Immunsystem, die beschädigten Zellen zu reparieren, was zu den sichtbaren Ausprägungen eines Sonnenbrandes führt.

 

Ansteckung

Ist ein Sonnenbrand ansteckend?

Nein, ein Sonnenbrand ist weder ansteckend noch auf andere Menschen übertragbar. Er wird nicht durch eine Infektion mit Viren, Bakterien oder anderen Erregern ausgelöst. Er ist das Resultat übermäßiger Aussetzung der Haut gegenüber UV-Strahlung, die von der Sonne ausgestrahlt wird. 

Hautarztapp DERMAFY

Wir behandeln Dich per App!

Du leidest an einem Hautproblem und brauchst schnelle, kompetente Hilfe? Besuche jetzt unsere digitale Hautarztpraxis per App!

Mit der DERMAFY Hautarzt App kannst Du Dein Hautproblem bequem von zu Hause aus und ohne Wartezeit umgehend fachärztlich behandeln lassen. Die Diagnose und die auf Dich abgestimmte Therapieempfehlung erhältst Du innerhalb von 24 Stunden – meist sogar viel schneller. Ein Privatrezept wird Dir bei Bedarf automatisch direkt nach Hause geschickt.

Jetzt BEHANDELN LASSEN

Diagnose:

Wie erkennt man einen Sonnenbrand?

Der Sonnenbrand lässt sich normalerweise an seinem typischen Aussehen bereits anhand einer Blickdiagnose erkennen. Nichtsdestotrotz wird Dein Arzt Dich zuvor ausführlich körperlich untersuchen und mit Dir Deine bisherige Krankengeschichte (Anamnese) besprechen. So lassen sich ggf. bereits erste Rückschlüsse zur Entstehung des Sonnenbrandes finden, beispielsweise durch einen langen Aufenthalt im Freien ohne ausreichend Sonnenschutz. Grundsätzlich sollten aber andere Hauterkrankungen, die ein ähnliches Hautbild verursachen, immer vorher ausgeschlossen werden.

Unsere Fachärzt:innen sind darauf spezialisiert, Sonnenbrand per Online-Diagnose über unsere Online-Hautarztpraxis DERMAFY zu behandeln. Dort erhältst Du 24/7 in nur wenigen Stunden eine kompetente Diagnose inklusive Therapieplan & Privatrezept direkt zu Dir nach Hause. 

 

Komplikationen:

Ist ein Sonnenbrand gefährlich?

Ein Sonnenbrand kann nicht nur schmerzhaft sein, sondern führt mitunter auch zu verschiedenen schweren Komplikationen und sollte daher auf keinen Fall unterschätzt werden. Schwere Sonnenbrände können zu Blasenbildung und anschließendem Aufplatzen derer führen und so das Infektionsrisiko erhöhen, indem Bakterien und andere Erreger in die kaputte Hautbarriere eindringen können. Außerdem sind Dehydration und Elektrolytstörungen möglich, durch den erhöhten Flüssigkeitsverlusts des Körpers. Weiterhin kann es durch die erhöhte Körpertemperatur zu Hitzeerschöpfung oder einem Hitzschlag kommen. Langfristig kann übermäßige Sonneneinstrahlung, vorzeitige Hautalterung, Pigmentveränderungen und ein erhöhtes Hautkrebsrisiko verursachen. Außerdem ist es möglich, dass Patienten nach einem Sonnenbrand eine gesteigerte Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht entwickeln. Präventive Maßnahmen wie Sonnenschutz und begrenzte Zeit in der Sonne sind daher von enormer Wichtigkeit, um Komplikationen zu vermeiden.

 

Therapie:

Was kann man gegen einen Sonnenbrand tun?

Grundsätzlich zielt die Behandlung eines Sonnenbrands darauf ab, die Beschwerden zu lindern, die Haut zu beruhigen und mögliche Komplikationen zu vermeiden. Im Allgemeinen empfiehlt sich die Verwendung von kühlen Kompressen, kalten Duschen oder lauwarmen Bädern, um die Haut zu kühlen und den Schmerz zu lindern. Wichtig ist, dass das Wasser nicht zu kalt sein darf, da dies die Haut zusätzlich reizen könnte. Außerdem kann die Anwendung einer feuchtigkeitsspendenden Lotion oder Creme auf den betroffenen Hautstellen ebenfalls helfen, die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen und das nachfolgende Schälen der Haut zu reduzieren. Bei Schmerzen und Entzündungen können Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol eingenommen werden. Zusätzlich sollte genug Wasser getrunken werden, um Dehydration (Austrocknung) vorzubeugen. Besonders wichtig ist es, die verbrannte Haut vor weiterer Sonneneinstrahlung zu schützen, um weitere Hautschädigungen zu vermeiden. Es empfiehlt sich das Tragen lockerer Kleidung, da sich so die Reibung auf der gereizten Haut vermindern lässt. Bei stärkeren Sonnenbränden können unter anderem Cremes mit Glukokortikoiden (Kortison) verwendet werden. Besonders wichtig ist allerdings, dass bei schweren Sonnenbränden mit Blasenbildung, starken Schmerzen oder Anzeichen einer Infektion unbedingt ein Arzt aufgesucht werden sollte. 

 

Wirkstoffe:

Was hilft gegen einen Sonnenbrand?

Dr. Frederic Pfeifer

Autor

Verfasst von Dr. med. Frederic Pfeifer

Dr. med. Frederic Pfeifer ist Facharzt für Dermatologie, Gründer der Online Hautarztapp DERMAFY und Spezialist für entzündliche Hauterkrankungen.

Quellangaben
  • Altmeyer, P.: Dermatitis solaris (08.02.2020) | Abgerufen am 19.08.2023 auf www.altmeyers.org

keyboard_arrow_up