Niacinamid

Auch bekannt als: Vitamin B3, Niacinamide, Nicotinsäure, Nicotinamid, Niacin

Definition:

Was ist Niacinamid?

Auch: Vitamin B3, Niacinamide, Nicotinsäure, Nicotinamid, Niacin

Niacinamid gehört zu den Vitaminen. Genauer gesagt gehört es zu einer Form von Vitamin B3 und findet seinen therapeutischen Einsatz in der Behandlung von Akne, zur Verbesserung des Hautbildes, zur Hautpflege oder bei der Behandlung von Pigmentflecken. Es ist in unterschiedlichen Konzentrationen von 0,5- 10% erhältlich. Niacinamid kann in Form von kosmetischen und medizinischen Cremes, Lotionen, Gels oder Lösungen angewendet werden, je nach therapeutischem Ziel. In der täglichen Hautpflege hilft es, die Hautbarriere zu stärken und die Talgproduktion zu reduzieren. Niacinamid ist ohne Rezept erhältlich und kann bedenkenlos von Schwangeren angewendet werden.

Indikatoren: Für was wird Niacinamid verwendet?

Niacinamid wird in der Dermatologie normalerweise zur Verbesserung des Hautbildes eingesetzt, kann aber auch zur täglichen Hautpflege in Form von Gels, Cremes, Lösungen oder Lotionen verwendet werden. Es wird unter anderem bei folgenden Hauterkrankungen angewendet:

Wirkstoffklasse:

Zu welcher Stoffklasse gehört Niacinamid?

Niacinamid ist eine Form von Vitamin B3. Dieses gehört zur Gruppe der Vitamine. Sie können allerdings abhängig von ihrem therapeutischen Einsatz in Wirkstärke, Wirkungsweise und Anwendung (Creme, Salbe, Lotion usw.) variieren.

 

Wirkungsweise:

Welche Wirkung hat Niacinamid?

Niacinamid entfaltet seine Wirkung, indem es die Hautbarriere stärkt und die Talgproduktion reduziert. Dies führt dazu, dass die Poren weniger verstopfen und so der Entstehung von Pickeln vorgebeugt werden kann. Daraus resultierend kommt es zu einer Verbesserung des Hautbildes. Niacinamid wirkt außerdem gegen Pigmentflecken und Rötungen, da es einen aufhellenden Effekt auf die Haut hat. Weiterhin wirkt Niacinamid antientzündlich, was besonders bei der Behandlung von Akne von großem Nutzen ist.

 

Nebenwirkungen:

Welche unerwünschten Nebenwirkungen können auftreten?

Die Nebenwirkungen in der Behandlung mit Niacinamid variieren abhängig von ihrer Anwendungsform und Dosierung. Bei der lokalen Anwendung in Form von Lotionen, Cremes oder Salben kann es unter Umständen zu leichten Hautirritationen wie Brennen, Juckreiz, Trockenheit, Hautschuppung oder Rötung kommen. Im Allgemeinen ist Niacinamide zur äußerlichen Anwendung aber gut verträglich und für jeden Hauttyp geeignet.

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Anwendung & Dosierung:

Wie wird Niacinamid angewendet?

Niacinamid wird zur äußerlichen Behandlung in Form von Lotion, Salbe oder Creme mit einer Wirkstoffkonzentration von 0,5-10% verwendet. Es sollte 1-2 mal täglich, beispielsweise morgens und abends dünn, nach gründlicher Hautreinigung auf das erkrankte Hautareal aufgetragen werden. Erste Wirkungen zeigen sich in der Regel nach 2-4 Wochen. Niacinamid kann zur längerfristigen Therapie und zur täglichen Hautpflege über mehrere Monate eingenommen werden. Generell richtet sich die Anwendung und Dauer nach dem therapeutischen Ziel und dem Schweregrad der Erkrankung.

 

Kontraindikation:

Für wen ist Niacinamid nicht geeignet?

Niacinamid ist sehr gut verträglich und darf bedenkenlos von jedem und bei jedem Hauttyp verwendet werden. Es besteht außerdem keine Einschränkung für Schwangere.

 

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Dr. Frederic Pfeifer

Autor

Verfasst von Dr. med. Frederic Pfeifer

Dr. med. Frederic Pfeifer ist Facharzt für Dermatologie, Gründer der Online Hautarztapp DERMAFY und Spezialist für entzündliche Hauterkrankungen.

Quellangaben
  • Altmeyer, P.: Vitamin B3 (01.04.2018) | Abgerufen am 03.05.2023 auf www.altmeyers.org
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