Sulfur

Auch bekannt als: Schwefel, Sulfur colloidale

Definition:

Was ist Sulfur?

Auch: Schwefel, Sulfur colloidale

Sulfur aus der Gruppe der Mineralstoffe gehört zu den chemischen Elementen. Es hat eine keratolytische (hornhautlösende), antibakterielle und antiparasitäre Wirkung. Sulfur wird in der Dermatologie unter anderem bei Akne (Acne vulgaris), Ekzemen oder Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris) angewendet. Es findet aber auch einen weiten therapeutischen Nutzen bei anderen Erkrankungen wie z.B. rheumatischen Erkrankungen oder Atemwegserkrankungen. Sulfur kann sowohl in Form von Shampoos, Tropfen oder Creme, als auch als Badezusatz verwendet werden.

Indikatoren: Für was wird Sulfur verwendet?

 

Sulfur hat einen breiten therapeutischen Nutzen in unterschiedlichen medizinischen Bereichen. In der Dermatologie wird es normalerweise bei folgenden Hautkrankheiten eingesetzt:

Wirkstoffklasse:

Zu welcher Stoffgruppe gehört Sulfur?

Sulfur gehört zu den Mineralstoffen. Diese gehören zu den chemischen Elementen. Sulfur findet Verwendung in der keratolytischen (hornhautlösenden), antibakteriellen und antiparasitären Behandlung. Es kann, allerdings abhängig von seinem therapeutischen Einsatz, in Wirkstärke, Wirkungsweise und Anwendung (Creme, Shampoo, Tropfen usw.) variieren.

 

Wirkungsweise:

Wie wirkt Sulfur?

Äußerlich angewendet hat Sulfur eine keratolytische, antibakterielle (antibakterielle, antimykotische) und antiparasitäre Eigenschaft. Es wirkt in den dem es das Wachstum von hornhautbildenden Zellen und Hautzellen, die besonders bei Akne übermäßig viel produziert werden bremst. Sulfur wirkt außerdem, indem es den Zusammenhalt der oberen Hornschicht Zellen löst. Dies führt dazu, dass sich oberflächliche Hautschuppen und Krusten lösen (keratolytisch). Weiterhin hemmt Sulfur das Wachstum und die Verbreitung von Bakterien die z. B. Akne auslösen. Es reguliert außerdem die Produktion von Hautfetten und eine Überproduktion dieser wird verhindert. Sulfur ist ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Körpers und kommt in Proteinen zum Beispiel in Form der Aminosäuren Methionin und Cystein vor.

 

Nebenwirkungen:

Welche Nebenwirkungen können in der Behandlung mit Sulfur auftreten?

Besonders zu Beginn der Behandlung kann es zu lokalen Hautirritationen, wie Rötungen, Schwellungen, Juckreiz, Schuppenbildung oder einem ausgeprägten Trockenheitsgefühl kommen. Zusätzlich kann ein leichtes Brennen entstehen. Wichtig ist außerdem, dass Sulfur einen intensiven Eigengeruch hat, der länger auf der Haut bestehen bleiben kann. Im Allgemeinen ist Sulfur zur äußerlichen Anwendung aber gut verträglich.

Anwendung & Dosierung:

Wie wird Sulfur verwendet?

Sulfur wird zur äußerlichen Behandlung in Form von Creme, Shampoo oder Reinigungsgel, mit einer Wirkstoffkonzentration von 3-10% verwendet. Es sollte einmal täglich, vorzugsweise abends, auf Grund seines starken Eigengeruchs, nach gründlicher Hautreinigung auf das erkrankte Hautareal aufgetragen werden. Sulfur kann auch zur täglichen Anwendung in Form eines Reinigungsgels verwendet werden. Aufgrund seiner antimikrobiellen Wirkungen kann Sulfur auch in kosmetischen Produkten wie Anti-Schuppen-Shampoos verwendet werden.

 

Kontraindikation:

Wann darf Sulfur nicht verwendet werden?

Sulfure sollte nicht an den Augen oder Schleimhäuten angewendet werden. Außerdem sollte es nicht bei entzündeter oder verletzter Haut angewendet werden oder bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Sulfur. Schwangere und Stillende sollten vor einer Behandlung Rücksprache mit ihrem Arzt halten.

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Dr. Frederic Pfeifer

Autor

Verfasst von Dr. med. Frederic Pfeifer

Dr. med. Frederic Pfeifer ist Facharzt für Dermatologie, Gründer der Online Hautarztapp DERMAFY und Spezialist für entzündliche Hauterkrankungen.

Quellangaben
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