Lymphödem

ICD-Code: I89.00

Definition:

Was ist ein Lymphödem?

Auch: Lymphedema

Bei einem Lymphödem handelt es sich um eine abnormale Ansammlung von Lymphflüssigkeit im Gewebe. Infolgedessen kommt es zu Schwellungen, insbesondere im Bereich der Arme und Beine. Ein Lymphödem kann primär (angeboren) oder sekundär (erworben) sein. Die Therapie ist in der Regel konservativ.

Lymphödem: Das Wichtigste im Überblick

  1. Kann sowohl angeboren (primäres Lymphödem), als auch erworben (sekundäres Lymphödem) sein.
  2. Betrifft vor allem die Extremitäten wie Arme und Beine.
  3. Kann konservativ mit manueller Lymphdrainage behandelt werden.
  4. Typisch sind starke Schwellungen.
  5. Ursache ist eine Funktionsstörung des Lymphsystems.

Symptome:

Wie sieht ein Lymphödem aus?

Typisch für das Lymphödem sind Schwellungen, meistens in den Armen oder Beinen. Diese Schwellungen können je nach Schweregrad individuell variieren. Im Vergleich zu Schwellungen durch Venenprobleme, sind Lymphödemschwellungen eher weich und können einen Abdruck hinterlassen, wenn man darauf drückt. Die Haut über den geschwollenen Bereichen kann dicker und von Hyperpigmentierungen begleitet sein. Außerdem sind Rötungen und Überwärmung möglich sowie ein erhöhtes Risiko für Infektionen und Geschwüre. Ist nur eine Körperseite betroffen, kann eine Asymmetrie im Vergleich zur gesunden Körperseite auftreten. 

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Ursachen:

Wie entsteht ein Lymphödem?

Die Ursache, warum es zu einem Lymphödem kommt, liegt in einer Funktionsstörung des Lymphsystems, sodass die Lymphflüssigkeit nicht richtig abfließen kann. Das Lymphsystem ist unter anderem für die Regulation des Flüssigkeitshaushaltes im Körper und für den Abtransport von Abfallprodukten und Toxinen aus dem Gewebe verantwortlich. Ist dieses nun gestört, kann es zu Flüssigkeitsansammlungen führen, die als Schwellungen oder Ödeme sichtbar werden. 

Ursachen für die Entstehung eines Lymphödems können sein:

  • Primäres Lymphödem: Ist genetisch bedingt. Das Lymphsystem weist von Geburt an eine Funktionsstörung auf oder ist nicht vollständig entwickelt.
  • Sekundäres Lymphödem: Entsteht durch Verletzungen des Lymphsystems. Diese sind zum Beispiel:
  • Chirurgische Eingriffe (Entfernung von Lymphknoten) 
  • Strahlentherapie
  • Infektionen (Entzündungen der Haut oder Lymphknoten)
  • Verletzungen und Traumata
  • Parasiten oder Würmer

 

Ansteckung

Ist ein Lymphödem ansteckend?

Nein, ein Lymphödem ist nicht ansteckend. Es ist keine Infektionskrankheit und wird weder durch Bakterien noch durch andere Erreger verursacht. Es ist das Ergebnis einer Störung im Fluss der Lymphflüssigkeit.

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Diagnose:

Wie erkennt man ein Lymphödem?

Das Lymphödem lässt sich normalerweise an seinem typischen Aussehen bereits anhand einer Blickdiagnose erkennen. Nichtsdestotrotz wird Dein Arzt Dich zuvor ausführlich körperlich untersuchen und mit Dir Deine bisherige Krankengeschichte (Anamnese) besprechen. So lassen sich ggf. bereits erste Rückschlüsse zur Entstehung des Lymphödems finden, z. B. durch eine familiäre Häufung. Zusätzlich kann er eine Ultraschalluntersuchung oder Lymphangiografie anordnen. Hiermit lässt sich die genaue Lage und der Grad der Lymphödemveränderung bestimmen und Lymphbahnen sowie Knoten besser darstellen, um so eine adäquate Therapie einzuleiten.

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Komplikationen:

Ist ein Lymphödem gefährlich?

Das Lymphödem an sich ist in der Regel keine gefährliche Erkrankung, allerdings wird es häufig als kosmetisch störend empfunden und kann mitunter zu einem hohen psychischen und körperlichen Leidensdruck führen. Betroffene verspüren oftmals ein geringes Selbstwertgefühl und hohe psychische Belastungen. Die Schwere des Leidensdrucks kann von Patient zu Patient variieren und ist abhängig vom Grad der Erkrankung. Das Lymphödem kann mitunter Schwellungen, Schmerzen und Verhärtungen der Haut oder Geschwüre verursachen, was infolgedessen die Beweglichkeit einschränken kann. In einigen Fällen kann es zu weiteren Problemen führen, wie einer gesteigerten Infektanfälligkeit durch das gestaute Lymphgewebe. Daher ist eine rechtzeitige Diagnose von extremer Wichtigkeit, um die negativen Auswirkungen so weit wie möglich zu minimieren.

 

Therapie:

Was kann man gegen ein Lymphödem tun?

Ziel in der Behandlung des Lymphödems ist es, die Symptome zu lindern, Schwellungen zu reduzieren, Komplikationen zu verhindern und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Die Therapie erfolgt in der Regel konservativ. Hierzu gehören vor allem das Tragen von Kompressionskleidung, die Verwendung von Lymphdrainagegeräten, die manuelle Lymphdrainage sowie regelmäßige Bewegung. Außerdem können entzündungs- und entwässernde (Diuretika) Medikamente ebenfalls zur Linderung der Beschwerden eingesetzt werden. Im Allgemeinen empfiehlt sich ein ganzheitlicher Ansatz in der Behandlung des Lymphödems, speziell in der Ernährungsoptimierung, Stressbewältigung sowie ausreichender Flüssigkeitszufuhr. Es sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, der auf ein Lymphödem spezialisiert ist, um bestmögliche Behandlungserfolge zu erzielen, denn eine frühzeitige Diagnose kann dazu beitragen, die Komplikationen eines Lymphödems zu minimieren und die Lebensqualität zu steigern.

Dr. Frederic Pfeifer

Autor

Verfasst von Dr. med. Frederic Pfeifer

Dr. med. Frederic Pfeifer ist Facharzt für Dermatologie, Gründer der Online Hautarztapp DERMAFY und Spezialist für entzündliche Hauterkrankungen.

Quellangaben
  • Altmeyer, P.: Lymphödem (25.02.2023) | Abgerufen am 27.08.2023 auf www.altmeyers.org

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